Zusammenfassung der öffentlichen Bezirksgemeinderatssitzung Ohmenhausen vom 14.11.2018

Nachfolgend erhalten Sie eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte aus dem öffentlichen Teil der Sitzung
am Mittwoch, 14. November 2018, ab 19:30 Uhr im Rathaus Ohmenhausen, 
Auf der Lind 12
Vorsitz: Heide Schnitzer
 

Kriminalitätsbericht 2017

 Bezirksbürgermeisterin Schnitzer übergibt das Wort an Herrn Polizeihauptkommissar Schmid, der sich für die Möglichkeit bedankt, im Gremium in öffentlicher Sitzung den Kriminalitätsbericht für das Jahr 2017 vorstellen zu dürfen und berichtet, dass die Zahlen der in Ohmenhausen verzeichneten Straftaten in der „Polizeilichen Kriminalstatistik“ (PKS) 2017 nur minimal gestiegen seien.
In dieser Kriminalstatistik fänden sich nur jene beabsichtigten oder auch versuchten Vorkommnisse erfasst, die auch tatsächlich zur Bearbeitung vorlagen. Die Dunkelziffer könne nicht nachvollzogen werden.
Erfreulich sei, dass allgemein die Einbruchdiebstähle zurückgegangen wären.
 
Von etwa 580.000 Fällen in Baden-Württemberg hätten bislang 361.000 aufgeklärt werden können, was einem Rückgang von 24% entspreche.
Auch im Landkreis Reutlingen wären die Vorkommnisse kontinuierlich fallend. Mit rund 13.000 Straftaten in 2017 läge der Landkreis Reutlingen mit einer Aufklärungsquote von 62,7% deutlich über dem Landesdurchschnitt.
Der Mittelwert der im Stadtgebiet Reutlingen erfassten Straftaten läge für die letzten zehn Jahre bei etwa 7.182 Registrierungen. Anlass zur Freude seien nicht nur die auch hier stetig sinkenden Zahlen sondern auch die aufgelösten 4.376 Fälle, was Reutlingen zur sichersten Großstadt Baden-Württembergs mache.
Mit einer statistisch erfassten Zahl von insgesamt 118 Vorkommnissen unterschiedlicher Art liege Ohmenhausen im Gesamtstadtgebiet Reutlingen bei einem sehr überschaubaren Anteil.
Die Quote läge hier mit aufgeklärten 75 Fällen bei 63,6 %.
Über einen Zeitraum von 10 Jahren betrachtet sei ein Rückgang der verschiedenen Vorkommnisse auch in Ohmenhausen deutlich zu erkennen.
  
Folgende Straftaten seien in Ohmenhausen im Jahr 2017 begangen worden:
 
Delikte Gesamt                                                           118,  im Vergleich zu 2016: 108
Körperverletzungsdelikte                                        10,  im Vergleich zu 2016:   13
Diebstahl gesamt                                                         26,  im Vergleich zu 2016:   36
Vermögens- und Fälschungsdelikte                     26,  im Vergleich zu 2016:   14
Sachbeschädigungen                                                 24,  im Vergleich zu 2016:   23
Rauschgiftdelikte                                                          16,  im Vergleich zu 2016:     3
 
Die Körperverletzungsdelikte seien niedriger als im Vorjahr.
Im Bereich der Diebstähle habe es ebenfalls eine deutliche Verminderung gegeben.
Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten wurde ein Anstieg verzeichnet, jedoch auch eine sehr hohe Aufklärungsrate erreicht. Hierunter konnte ein bundesweit gesuchter Täter in Reutlingen gestellt werden.
 
Vorkommnisse im Sinne der Sachbeschädigung waren mit 24 Fällen in 2017 in etwa gleich, wie zuvor. Gebäude, wie die neu errichtete Flüchtlingsunterkunft Ohmenhausen jedoch stünden nun im besonderem Projektschutz, da durch die mutwillige Zerstörung einiger Fensterscheiben zu befürchten stand, es könne mehr Übergriffe dieser Art geben. Zur damaligen Zeit war auch noch nicht ersichtlich ob es eine Tat mit politischem Hintergrund war, was jedoch widerlegt werden konnte.
 
Die Rauschgiftdelikte haben einen enormen Ansprung seit 2016 erfahren. Dies jedoch sei dem Umstand geschuldet, dass allein 7 Fälle aus 2016 durch zeitverzögernde Ermittlungen und Auswertungen mit in die Statistik von 2017 einflossen. Von den 16 Delikten konnten 15 aufgeklärt werden. Bei einem weiteren Fall bediene sich der Straftäter des Internets, um seine Kontakte zu knüpfen und seinen Rauschgifthandel abzuwickeln. Dies erfordere weitreichende Ermittlungen und sei sehr viel zeitaufwändiger.
 
Polizeihauptkommissar Schmid erklärt weiter, dass das Polizeipräsidium Reutlingen bereits in den Vorjahren verstärkte Maßnahmen in den Bereichen von Strafverfolgung und Gefahrenabwehr, sowie bei der Vorbeugung getroffen habe und bestrebt sei, diese auch weiterhin auf hohem Niveau zu halten.
Der Erfolg zeige sich allein schon im Vergleich zu 2013 mit registrierten 155 Vorfällen in Ohmenhausen und anhand der sukzessiv gefallenen Zahlen in den darauffolgenden Jahren bis 2017 mit insgesamt 118 Fällen.
 
Abschließend könne er sagen, dass Reutlingen mit Abstand eine der sichersten Großstädte Baden-Württembergs sei.
 
Bezirksbürgermeisterin Schnitzer erkundigt sich, ob es bereits eine gewisse Tendenz für 2018 gebe, die kurz angerissen werden könne.
Hier verneint Polizeihauptkommissar Schmid, jedoch habe es ein Tötungsdelikt in Ohmenhausen zu betrauern gegeben.
 
Bezirksbürgermeisterin Schnitzer bedankt sich bei Herrn Polizeihauptkommissar Schmid und verabschiedet ihn aus der Sitzung. 
 

Mitteilungen

Bezirksbürgermeisterin Schnitzer teilt mit,
  • dass eine Begehung der Freiwilligen Feuerwehr Ohmenhausen in der

    Flüchtlingsunterkunft Ohmenhausen

    mit dem Gebäudemanagement der Stadt Reutlingen am Dienstag, den 30.10.2018 um 19:15 Uhr stattfand
 
  • dass der

    Büchelesbrunnen

    nach Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde von Schlamm und Müll gereinigt wurde. Dabei seien die Frösche vorsichtig ins Umfeld evakuiert worden, um nach der Säuberung wieder einwandern zu können
 
  • dass die

    Käppelerstraße

    derzeit nur im Rahmen der Straßenunterhaltung örtliche Reparaturmaßnahmen erfahren könne. Dies bedeute dass ein nur ausreichend verkehrssicherer Zustand mit niedrigem Komfort bereitgestellt werde. Dies sei dem Umstand geschuldet, dass die Käppelerstraße nie endgültig fertiggestellt wurde. Um einen Neubau der Straße zu veranlassen, müsste zuvor neben der Überprüfung von Ver- und Entsorgungsleitungen eine Straßenplanung erfolgen. Erschließungskosten für die Anwohner seien dann zu erheben
 
  • dass bezüglich der bereitgestellten

    Haushaltsmittel

    für den

    Jugendtreff Ohmenhausen

    bestätigt wurde, diese auch zu einem späteren Zeitpunkt nach Fertigstellung aller Maßnahmen abrufen zu können
 
  • dass die beiden gegenüberliegenden

    Bushaltestellen in Höhe der Kreissparkasse

    zunächst erhalten bleiben und damit weiter im Busplankonzept verbleiben. Im Zuge späterer Maßnahmen und der dann notwendigen Verlegung der Bushaltestellen in Höhe des Bonusmarktes könne zur gegebenen Zeit erneut beraten werden. Weiter werde die Haltestelle stadteinwärts am Brunnenplatz umgestaltet und so angelegt, dass sie nicht mehr beparkt werden könne
 
  • dass der Antrag aus öffentlicher Bezirksgemeinderatssitzung zur Anbringung einer

    Straßenbeleuchtung im Teilbereich Wohnwagenabstellplatz Richtung Schützenhaus

    von der Fachabteilung bei der FairNetz an das Amt für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt weitergeleitet wurde
 

Anfragen, Anträge

Aus dem Gremium kam kein Antrag.
 
Für das Bezirksamt Ohmenhausen
Daniela Kaupp.
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