Zusammenfassung der öffentlichen Bezirksgemeinderatssitzung Ohmenhausen vom 23. Oktober 2023

Nachfolgend erhalten Sie eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte aus dem öffentlichen Teil der Bezirksgemeinderatssitzung Ohmenhausen
am Montag, den 23. Oktober 2023 im Veranstaltungsraum der Alte Dorfschule Ohmenhausen, Rotdornweg 4.

Bezirksbürgermeisterin Fähnle begrüßt die Damen und Herren Bezirksgemeinderäte und die Pressevertreterin. Einwohnerinnen und Einwohner sind nicht zugegen.
Sie stellt fest, dass der Bezirksgemeinderat Ohmenhausen beschlussfähig sei.
Gegen die vorliegende Tagesordnung lägen keine Einwände vor.
BezBMIn Fähnle begrüßt die Damen und Herren Bezirksgemeinderäte und die Pressevertreterin, Frau Glage.

Es sind keine Zuhörerinnen und Zuhörer zugegen

Die Vorsitzende stellt fest, dass der Bezirksgemeinderat Ohmenhausen beschlussfähig ist und eröffnet sodann die Sitzung.

Friedhofsentwicklungsplan, Drucksache 23/103/01 vom 05.10.2023, öffentliche Anhörung

Bezirksbürgermeisterin Fähnle stellt anhand der, bei der Informationsveranstaltung am 13.10.2023 gezeigten Präsentation zusammengefasst den Friedhofsentwicklungsplan vor. Hierbei liege das Augenmerk auf dem Stadtteil Ohmenhausen, weswegen sie die Darstellungen zu den Friedhöfen anderer Ortsteile Reutlingens außen vorlasse.

Inzwischen würden Bestattungen durch private Träger angeboten, weshalb die Stadt Reutlingen bestrebt sei, das Angebot umzugestalten und so wieder attraktiv zu machen.
Dabei liege das Hauptinteresse darin, auf den Friedhöfen eine Atmosphäre der Begegnung und weniger eine der Trauer zu schaffen. Die Pflegementalität hätte sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert, so dass kleine, selbst zu pflegende Flächen mehr Sinn machten. Falls Angehörige gänzlich auf die Eigenpflege verzichten wollten, könne diese beim Friedhofsamt in Auftrag gegeben werden.

Auf Seite 16 der Präsentation zeigten sich unterschiedliche Flächentypen, die in manchen Teilorten bereits detailliert ausgeplant würden. Ohmenhausen wäre erst gegen Ende der Umstrukturierungen an der Reihe.

Auf Seite 55 würden schöne Möglichkeiten gezeigt, wie Urnengräber mit persönlicher Gestaltung angelegt werden könnten. Diese Beispiele seien sehr viel ansprechender, als die derzeit gegebenen.

Auf Seite 59 der Präsentation würden die Baumbestattungen betrachtet, die zeigten, dass liebevolle Gestaltungen möglich wären.
Mehr noch werde auf Seite 60 auf die Urnengräber um Bäume herum eingegangen und man könne sich schon allein aufgrund der Bilder vorstellen, welch friedliche und schöne Stimmung mit einer solchen Gestaltung einhergehe. Die Darstellungen auf Seite 69 verdeutlichten dies nochmals.

Der Plan des Friedhofs Ohmenhausen finde sich auf Seite 40. Betrachte man die statistischen Zahlen, dann wäre ersichtlich, dass Ohmenhausen in den Jahren 2021 und 2022 in der Nachfrage der Urnengräber im Bereich der prozentual aufgestellten Zahlen des Stadtgebiets Reutlingen läge.
Auf Seite 41 seien die lachsfarben aufgezeigten Flächen jene, auf die man sich künftig mit den Gräbern beschränken werde, der grüne Bereich sei reine Rückzugsfläche, die aufgrund er statistischen Erhebungen aus dem Jahr 2022 wohl nicht mehr benötigt würden.

Die Vorsitzende führt weiter aus: Mit der vorausgegangenen Auflistung einiger Fragen des Bezirksgemeinderats Ohmenhausen, so auch die kritische Betrachtung und Infragestellung der massiven Flächenreduzierung, sei auch bei der Informationsveranstaltung am 13.10.2023 erneut darauf hingewiesen worden. Es stehe hier die Frage im Raum, wie all die wundervollen und in dieser Präsentation vorgestellten gestalterischen Möglichkeiten umgesetzt werden könnten, wenn eine solch große Flächenwegnahme anstehe.
Herr Betriebsleiter Kurzschenkel der Technischen Betriebsdienste Reutlingen habe hierauf erklärt, es handle sich um einen Rahmen, der in seiner Umsetzung flexibel sei und Änderungen durchaus zulasse.

Ein Mitglied des Bezirksgemeinderats Ohmenhausen habe während dieser Veranstaltung Vorschläge unterbreitet, die den Friedhof pflegeleicht mache und doch wunschgemäß wunderschön für die Besucher gestalte und durchaus beim Verweilen emotional berühre.

Fragen und Anmerkungen aus dem Gremium kamen auf:
Wie gestalte sich eine Rückzugsfläche, um pflegeleicht zu sein.

Bezirksbürgermeisterin Fähnle erklärt, es würden aller Voraussicht nach Rasenflächen werden, die die Gräberflächen einrahmten.

Wichtig sei ihr hier noch zu erwähnen, dass auch Ortskundige in die Planungen einzubinden wären.

Es wird zu Bedenken gegeben, dass Rückzugsflächen auch künftig im Bedarfsfall nutzbar sein müssten. Eine Entwidmung dürfe nicht stattfinden, denn es könne auch eine erhöhte Nachfrage nach Sargbestattungen wieder Einzug halten, möglicherweise auch in Pandemiesituationen Berücksichtigung wichtig sein.

Bezirksbürgermeisterin Fähnle bestätigt, dass das Thema um die Entwidmung bereits geklärt wäre und dass eine solche nicht stattfinde.

Ein Gremiumsmitglied erklärt, er stehe den durchaus schönen gestalterischen Möglichkeiten positiv gegenüber, jedoch bereite ihm die nach wie vor geplante Reduzierung der Flächen in Ohmenhausen großes Unbehagen. Verglichen mit anderen etwa gleich großen Stadtteilen, was die Fläche und Einwohnerzahl betreffe, stehe die Reduzierung in Ohmenhausen in keinem Verhältnis zu der, der anderen Friedhöfe.

Weiter wird zu bedenken gegeben, dass auf die vorausgehenden Jahrzehnte zurück geblickt sicherlich eine Veränderung der Wünsche stattgefunden habe, der Wunsch nach Familiengräbern sei jedoch noch immer gegeben und könne durchaus auch wieder anwachsen.

Ein anderes Mitglied des Bezirksgemeinderats Ohmenhausen zeigt sich sicher, dass die Befindlichkeiten und Wünsche einzelner berücksichtigt würden, so könne er sich nicht vorstellen, dass eine Erdbestattung einfach abgelehnt würde, weil der Platz im Kernbereich dafür erschöpft sei. Er glaube, das Gremium könne ohne Bedenken am heutigen Abend zustimmen.

Beschlussfassung

Der Bezirksgemeinderat Ohmenhausen stimmt der Vorlage zu, auch wenn der Flächenanteil der Reduzierung aus Sicht des Gremiums unverhältnismäßig groß ist, und eine ansprechende, pflegeleichte Umsetzung so schwerlich möglich sei.

Das Gremium begrüßt die, am Freitag, den 13.10. 2023 von Herrn Bürgermeister Wintzen, Finanz- und Wirtschaftsdezernat,dem Betriebsleiter der Technischen Betriebsdienste Reutlingen, Herrn Kurzschenkel und Herrn Dr. Venne getätigten Aussagen, dass das vorliegende Konzept einen Rahmen darstelle, der noch Flexibilität biete und damit Änderungen vorgenommen werden könnten.

Eine frühzeitige Beteiligung und Einbindung des Bezirksgemeinderats Ohmenhausen in die detaillierten Planungen ist ein dringliches Erfordernis.

Das Abstimmungsergebnis ergeht einstimmig mit 10 von 10 Stimmen.

Mitteilungen

Fußgängerampel Untere Steigstraße/Hasenbergstraße,

Antrag vom 20.09.2023
Der Antrag wegen Verlängerung der Fußgängergrünwelle an der Ampel Hasenberg wurde vom Fachamt als erledigt bestätigt. Die Schaltung sei von 7 auf 10 Sekunden erhöht, berichtet die Vorsitzende.

Antrag vom 18.07.2023,

Boolebahn Schaden

Die Instandhaltungsgruppe des Fachamts sei vor Ort gewesen und den geringen Schaden behoben.

Anfragen, Anträge, Sonstiges

Kommunalwald der Stadt Reutlingen, öffentliche Anhörung am 22.11.2023

Die Vorsitzende bittet das Gremium, die Druckvorlage 23/09/01 vom 19.09.2023 „Kommunalwald der Stadt Reutlingen“ gründlich vor der nächsten Sitzung am 22.11.2023 durch zu arbeiten, bevor die öffentliche Anhörung darüber erfolge.

Es habe Terminverschiebungen gegeben, so dass der zunächst gut platzierte Termin der Sitzung Ohmenhausen zur Behandlung dieses Tagesordnungspunktes nun nach dem Finanzausschuss, jedoch noch vor der Gemeinderatssitzung liege.
Falls Einwendung vorliegen, bitte sie diese innerhalb der kommenden 10 Tage noch schriftlich mitzuteilen.

Für das Bezirksamt Ohmenhausen
Daniela Kaupp

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