Zusammenfassung der öffentlichen Bezirksgemeinderatssitzung vom 03.07.2018

Nach­fol­gend er­hal­ten Sie eine kurze Zu­sam­men­fas­sung der wich­tigs­ten Punk­te der öf­fent­li­chen Sit­zung am Dienstag, 03. Juli 2018, 19:30 Uhr bis 20:30 Uhr im Rat­haus Rom­mels­bach (Sit­zungs­saal), Bei der Kir­che 10, 72768 Reut­lin­gen

1. Einwohnerfragestunde

1.1 Ortsentwicklungskonzept

Ein Bürger fragt nach, wann die Ergebnisse des Ortsentwicklungskonzeptes vorliegen. 
Der Vorsitzende antwortet, dass die Broschüre fast fertig ist und nach der Sommerpause vorgelegt wird. Es wird keine weitere öffentliche Veranstaltung geben.

1.2 Masterplan Radverkehr und Buskonzept im Bezirksgemeinderat

Ein Bürger möchte wissen, ob der E-Bike Masterplan und das Buskonzept auch im Bezirksgemeinderat behandelt werden. 
Der Vorsitzende teilt mit, dass der Masterplan Radwege bereits in öffentlicher Sitzung behandelt wurde. Das Buskonzept wird noch in öffentlicher Sitzung vorgestellt.

Ein Bürger hat festgestellt, dass es für Fahrradfahrer und Fußgänger rund um das Bezirksamt sehr gefährlich ist da der Gehweg auf beiden Seiten endet und nur sehr schmal weitergeführt wird. Auch gibt es auf Höhe des Bezirksamtes keinen Fußgängerüberweg. Er ist der Meinung dass diese Stelle entschärft werden müsste.

2. Mitteilungen

Der Vorsitzende teilt folgendes mit:

2.1 Beschlüsse aus nichtöffentlicher Sitzung

In der Sitzung am 14.06.2018 wurde von 5 Baugesuchen zustimmend Kenntnis genommen.

2.2 Beleuchtung Aussegnungshalle

Die TBR hat mitgeteilt dass sie ein neues Beleuchtungskonzept für die Aussegnungshalle in Rommelsbach ausgeschrieben hat. Die Beleuchtung soll in der zweiten Jahreshälfte installiert werden.

3. Jahresbericht BeatBox

Der Vorsitzende begrüßt Herrn Wolfgang Schulz und Frau Laura Hubeli von der BeatBox. Herr Wolfgang Schulz bedankt sich für die Einladung. Frau Hubeli stellt sich vor.

Herr Schulz und Frau Hubeli berichten vom vergangenen Jahr:
  • Das Jahresziel hieß "Zugänge": was bewegt die Jugendlichen, was wollen sie machen, wann wollen sie kommen?
  • Die Altersklasse 10-12 Jahre gilt als Nachwuchs, die Altersklasse 12-20 Jahre als Kerngruppe.
  • Die BeatBox hatte im vergangenen Jahr flexible Öffnungszeiten, um den Wünschen der Jugendlichen entgegenzukommen. Sie sind ins BZN gegangen und haben sich dort vorgestellt. Daraufhin kamen viele jüngere Besucher ab 10 Jahren.
  • Viele der Jugendlichen essen in der Mittagspause in der Mensa, haben aber das Bedürfnis, wenigstens für kurze Zeit das Schulgelände zu verlassen. Die BeatBox hat daher donnerstags ein Mittagscafe ab 12:00 Uhr eröffnet.
  • Die meisten Jugendlichen kommen ab 16:00 Uhr.
  • Freitagabends dürfen sie die BeatBox alleine ohne Betreuer nutzen.
Herr Schulz erläutert, dass die Jugendlichen zu verschiedenen Themen wie z. B. Jugendschutz, ungebetene Gäste u. ä. geschult wurden. Es wurde festgestellt, dass die Jugendlichen die Verantwortung eigentlich gar nicht wollten. Sie wollten nicht selbstständig sein und sich selber organisieren. Herr Schulz und Frau Hubeli betonen, dass es für Jugendliche wichtig ist, dies zu üben und auch aus eventuellen Fehlern zu lernen.

Frau Hubeli berichtet, dass die BeatBox eine gewisse Zeit das Problem hatte, dass die Jugendlichen sehr viel Energie-Drinks getrunken haben.

Herr Schulz betont, dass die Jugendlichen normalerweise die Musik hören dürfen, die ihnen gefällt. Sie haben die Jugendlichen nun auf gewisse Texte der Lieder hingewiesen und ihnen klar gesagt, dass in der BeatBox keine Lieder gespielt werden dürfen, die menschenverachtende und/oder diskriminierende Texte haben.

Es ist den Betreuern wichtig, dass die Jugendlichen auch den Umgang mit anderen Religionen lernen. Daher war auch Ramadan ein großes Thema.

Frau Hubeli hat festgestellt, dass in der offenen Jugendarbeit häufig Jungs im Mittelpunkt stehen. Da es in der Zwischenzeit eine Mädchengruppe in der BeatBox gibt, wurde diese nach ihren Wünschen gefragt: Die Mädchen waren mit dem Angebot und den Programmpunkten einverstanden und haben geäußert, dass sie nichts ändern wollen.

Ausblick für 2019

Das Thema „Zugänge“ wird auch im Jahr 2019 weiter verfolgt. Jedoch wird es wieder feste Öffnungszeiten geben. 

Es ist eine Renovierung der Küche geplant.

Die GWG-Reutlingen hat ihr Einverständnis gegeben, dass die BeatBox die Stützmauer zum Parkplatz vor TREFF3000 farblich gestaltet. Es liegt bereits ein Entwurf vor, der jedoch noch überarbeitet wird. Ein Künstler wird gemeinsam mit den Jugendlichen die Gestaltung in Form eines Graffitis übernehmen.

BezGR Linsenbolz fragt nach, wie viele Kinder in der Regel die BeatBox besuchen. Herr Schulz antwortet, dass es 20 bis 50 Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren sind. Die Jugendlichen zwischen 10 und 12 müssen ab 18:00 Uhr die BeatBox verlassen. Die wenigsten Gäste sind zwischen 14 und 15 Jahre alt.

BezGR Mayer-Traulsen lobt die Betreuer für ihre Sensibilität. Die Idee, die Jugendlichen direkt in der Schule anzusprechen, ist toll. Er fragt nach, ob sie sich bereits Gedanken gemacht haben, wie sie mit Jugendlichen aus dem Flüchtlingsheim umgehen. Herr Schulz teilt mit, dass dies bereits thematisiert wurde und ein weites Feld der Betätigung ist. Sie warten nun erst einmal ab, was auf sie zukommt und was überhaupt notwendig ist.

BezGR Kern betont, dass er es sehr wichtig findet, dass die Jugendlichen einen Raum haben, in dem sie Freundschaften knüpfen können. Er findet es gut, dass die Jugendlichen auch Eigenverantwortung lernen.

Der Vorsitzende bedankt sich bei Herrn Schulz und Frau Hubeli für die gute Arbeit, die sie im vergangenen Jahr für den Stadtbezirk geleistet haben.
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