Kurzprotokoll der öffentlichen Sitzung vom 14.07.2020

Nachfolgend erhalten Sie eine Zusammenfassung der öffentlichen Sitzung
am Dienstag, 14. Juli 2020,  19:30 Uhr  bis 20:25 Uhr
Turn- und Festhalle, Tannheimer Straße, 72768 Reutlingen

Einwohnerfragestunde

Ein Bürger möchte wissen, wo Post- und Paketdienste halten können, da vor seinem Haus auf der Straße ein Fahrradschutzstreifen angebracht wurde. Er hat erfahren, dass das Halten auf diesem Fahrradschutzstreifen nicht erlaubt ist.
 
Ein Bürger teilt mit, dass der Fahrradverkehr auf dem Gehweg in der Kniebisstraße immer mehr zunimmt. Die Fahrradfahrer kommen aus Richtung Ortsmitte auf dem Gehweg mit hoher Geschwindigkeit, so dass das Ausfahren aus seinem Grundstück immer gefährlicher wird.
 
Die Vorsitzende antwortet, dass Herr Riethmüller von TasK Force Radverkehr in TOP 3 die Fragen beantworten wird.

Mitteilungen

 Die Vorsitzende teilt die Antworten auf Anfragen des Bezirksgemeinderats mit:
  • Anfrage von BezGRin Löffler bzgl. des Gebüsches Ecke Kniebisstraße /Egertstraße. Das Gebüsch wird so bald als möglich zurückgeschnitten.
 
  • Anfrage BezGRin Löffer bzgl. der Bäume Ecke Egertstraße / Borkumstraße. Ein Rückschnitt ist zur Zeit nicht erforderlich.
 
  • Anfrage vom BezGR Kern bzgl. einer Sichtbehinderung durch einen Strauch in der Oferdinger Straße. Der Strauch steht auf einem Privatgrundstück. Das Amt für öffentliche Ordnung wurde informiert. Von dort wird der Eigentümer aufgefordert den Strauch zurückzuschneiden.
 
  • Anfrage BezGR Kern bzgl. der Obstbäume entlang dem Fußweg Mähderstraße / Frankfurter Straße. Die Obstbäume werden extensiv gepflegt. Die nächsten Schnittmaßnahmen sind für Winter 2020/2021 vorgesehen.
 
  • Anfrage BezGR Wagner bzgl. defekter Randsteine auf der Straße Richtung Rappertshofen. Es wurde festgestellt, dass einige Randsteine Abplatzungen aufweisen. Da die Straße ansonsten in einem guten Zustand ist, werden die Bordsteine erst mittelfristig im Rahmen einer Sanierung der Fahrbahn und des Gehbelags gegen Granitrandsteine ausgewechselt.
 

Radwegenetz in Rommelsbach – Task Force Radverkehr


 
Die Vorsitzende begrüßt Herrn Philipp Riethmüller und Herrn David Schell vom Amt für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt.
 
Herr Riethmüller erläutert, dass der Gemeinderat im Jahr 2015 beschlossen hat ein neues Radverkehrskonzept zu erstellen, da der Radverkehrsanteil bis 2030 auf 25% steigen wird. Nachdem ein Fachbüro ein strategisches Gesamtkonzept erstellt hat, beschließt der Gemeinderat 2018 die Umsetzung des Masterplans Radverkehr. Zur Umsetzung des Masterplans ist eine ämterübergreifende Einheit eingerichtet worden. Es müssen Ämter wie Amt für öffentliche Ordnung, Amt für Stadtentwicklung und Vermessung, Amt für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt, Presseamt zusammenarbeiten.
 
Das Maßnahmenpaket 2020-2022 umfasst drei Bereiche:
 
Infrastruktur
Es wurden fünf Routen im Bereich Kernstadt und einzelne Maßnahmen in den Bezirken geplant und zum Teil bereits umgesetzt. Weitere Maßnahmen erhöhen die Verkehrssicherheit und schließen bestehende Netzlücken.
 
Servicemaßnahmen
Es werden flächendeckend hochwertige Radabstellmaßnahmen besonders für E-Bikes erstellt mit Lademöglichkeiten. Für insg. 4000 Fahrädern. Allein an Schulen soll es 2000 Abstellplätze geben. An den Bahnhöfen sollen im Jahr 2020, 144 überdachte Stellplätze entstehen.
 
Es sind im Jahr 2020 bereits 11 Radservicestationen in den Stadtteilen aufgestellt worden.
 
Ein Mitarbeiter von der TBR fährt regelmäßig alle Fahrradwege ab und entfernt evtl. Hindernisse und Mängel.
 
Kommunikation und Information
Umbaumaßnahmen werde kommuniziert, daher wird die Akzeptanz bei allen Betroffenen erhöht.

Aktionen und Kampagnen wie Stadtradeln, Radkulturtag und Förderprogramme an Schulen.
 
Herr Schell teilt mit, dass in Rommelsbach bereits verschiedene Maßnahmen umgesetzt wurden.
 
Fahrradschutzstreifen Württemberger Straße
Fahrradrampe Darrenstraße
Mähderstraße – Entfernung gemeinsamer Geh- und Radweg
Radservicestation bei der Bibliothek
 
BezGR Leitenberger fragt nach, ob es aktuelle oder auch alte Zahlen über das Radverkehrsaufkommen in Rommelsbach gibt. Er sieht noch einige Konflikt- und Problempunkte in Rommelsbach. Vor allem die Hauptverkehrsstraße wie Kniebisstraße, Ermstalstraße und Oferdinger Straße stellen ein Problem dar. Im Maßnahmenplan für Rommelsbach sind 18 Punkte aufgeführt. Seit 2018 sind drei Punkte erledigt. Zum Teil nur durch massiven Einsatz und Beharrlichkeit des Bezirksgemeinderats.
 
Als vordringlich wird die Radwegweiterführung in Richtung Altenburg – Neckartalradweg erachtet. Auch in Richtung Oferdingen wäre ein Fahrradweg auf der östlichen Seite wichtig. Auch auf Höhe Spitzwiese wäre eine sichere Fahrradüberquerung notwendig.
 
Die Möglichkeit einer Radwegverbindung zwischen Rommelsbach und Sickenhausen müsste überprüft werden. Obwohl dies durch den Höhenunterschied sehr schwer sein wird.
 
Zur Mängelliste gibt es noch einige Unklarheiten die geklärt werden müssen.
 
BezGR Meinhardt bittet darum, dass der Standort des Schildes in der Darrenstraße mit Hinweis des Fahrradweges Richtung Sickenhausen/Degerschlacht zugewachsen ist. Evtl. wäre es besser, wenn das Schild auf die gegenüberliegende Straßenseite gestellt wird, da es immer wieder vorkommt, dass die Einfahrt verpasst wird, da das Schild übersehen wird.

BezGR Meinhardt hat festgestellt, dass die Verkehrssicherheit auf dem Fahrradschutzsteifen in der Württemberger Straße nicht gegeben ist. Er möchte wissen, ob alternativ Freizeitrouten für Familien ausgeschildert werden.
 
Herr Schnell antwortet, dass man Schäden an Schildern u.ä. direkt an die TBR melden kann. Das geht oftmals schneller, als wenn alles über sie läuft.
 
Zahlen über das Radverkehrsaufkommen gibt es nicht.
 
Die Mängelliste wird auf Grund der Einlassungen von Herrn BezGR Leitenberger überprüft.
 
Herr Riethmüller gibt bekannt, dass geplant ist Zählgeräte anzuschaffen. Diese sind jedoch sehr teuer.
 
Das Konzept ist bis 2030 angelegt. Die Maßnahmen werden Schritt für Schritt umgesetzt. Er ist jedoch auch der Meinung, dass die Radwegverbindung Richtung Altenburg schnell umgesetzt werden muss.
 
Fahrradschutzstreifen ist eine grundsätzliche Frage. In Reutlingen hat man sich für Fahrradschutzstreifen entschieden. Es ist ein Irrglauben, dass man auf dem Gehweg sicherer ist. Es kommt immer wieder zu Problemen bei Grundstücksausfahrten.
 
Alternativrouten für Kinder und Freizeit werden zunächst nicht ausgeschildert. Die ersten Maßnahmen sind Hauptrouten die ausgeschildert werden. Ortskundige wählen sicherlich andere Routen.
 
Die Vorsitzende sieht noch sehr viel Klärungsbedarf und schlägt daher vor, dass der Bezirksgemeinderat nach der Sommerpause gemeinsam mit Herrn Riethmüller und Herrn Schell eine Begehung mit dem Rad unternimmt um die problematischen Punkte genau anzuschauen. Vorab werden die relevanten Punkte zusammengestellt.
 

Anfragen und Anträge

 BezGRin Löffler hat festgestellt, dass innerhalb des abgesperrten Geländes in der Ermstalstraße vor Haus-Nr. 7 die Abdeckung eines Schachtes fehlt. Die Lücke im Zaun ist so groß, dass ein Kind durchklettern kann.
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