Kurzprotokoll der öffentlichen Sitzung vom 20.04.2021

Nachfolgend erhalten Sie eine Zusammenfassung der öffentlichen Sitzung
am Dienstag, 20.04.2021, 19:00 bis 20:30 Uhr
Turn- und Festhalle, Tannheimer Straße, 72768 Reutlingen

Einwohnerfragestunde

Ein Bürger regt an, dass in den Torbogen beim Treppenaufgang zum Pflegeheim eine Tafel angebracht wird mit dem Hinweis wann das Gebäude erbaut wurde und seit wann es zum Pflegeheim umgebaut wurde.

Die Vorsitzende bedankt sich für den Hinweis und teilt mit, dass sich der Bezirksgemeinderat bereits die gleichen Gedanken gemacht hat und die Sache weiterverfolgt wird.

Ein Bürger hat in der Presse gelesen, dass in Münsingen eine Veranstaltung „Offene Gärten“ stattgefunden hat, bei der Privatpersonen ihre Gärten für die Öffentlichkeit öffnen. Er ist der Meinung, dass es in Zeiten der Pandemie, in denen es sehr viel weniger Möglichkeiten gibt die Freizeit zu gestalten und in den Urlaub zu fahren, eine schöne Abwechslung wären, wenn so etwas angeboten würde. Vielleicht könnte die Gemeinde das organisieren.

Die Vorsitzende findet die Idee sehr schön und wird sich erkundigen, ob eine Veranstaltung dieser Art möglich ist.

Mitteilungen

Die Vorsitzende teilt mit, dass am 19. und 20.04.2021in der Wittumhalle ein mobiles Impfzentrum eingerichtet wurde. Es wurden in diesen zwei Tagen 590 Impfungen durchgeführt. Die Stadt Reutlingen hat alle Bürgerinnen und Bürger über 80 Jahre angeschrieben und ihnen ein Impfangebot gemacht.

Am 31.05. und 01.06.2021 wird es wieder ein mobiles Impfzentrum in der Wittumhalle geben. Ob dann auch bereits Personen über 60 Jahre geimpft werden können, hängt von der Kapazität ab. Eine telefonische Terminvereinbarung ist notwendig.

Die Vorsitzende berichtet, dass der Schnelltestbus weiterhin am Dienstag von 12:00 bis 15:00 Uhr vor dem Bezirksamt steht und er sehr gut angenommen wird.

Vorstellung der beschlossenen Haushaltsanträge für den Doppelhaushalt 2021/2022

Die Vorsitzende berichtet, dass der Bezirksgemeinderat im Februar eine Klausurtagung zum Thema Haushalt durchgeführt hat bei der Finanzbürgermeister Kreher auch über die finanzielle Situation informiert hat. In der Bezirksgemeinderatssitzung im März wurden die Haushaltsanträge in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen und heute in öffentlicher Sitzung vorgestellt.

Es ist klar, dass die Zeiten finanziell sehr schlecht sind. Im vergangen Jahr hatte die Stadt ein Defizit von 16 Mio. € und für das Jahr 2021 wird das Defizit bei 21 Mio. € liegen. Die schlechte Finanzlage liegt in an der Corona-Krise aber die Stadt Reutlingen hat auch strukturelle Probleme.

Der Bezirksgemeinderat hat sich daher entschlossen, nur wenig neue Anträge zu stellen und in erster Linie die bereits in den vergangenen Jahren gestellten Anträge nochmals zu stellen um deutlich zu machen, wie dringend diese Themen sind. Es wurde eine Priorisierung durchgeführt.

Erweiterung Mensa bei der Grundschule

Der Erweiterungsbau der Mensa ist sehr wichtig, da eine adäquate Betreuung der Kinder zur Zeit nur schwer möglich ist. Das Projekt ist bereits bis Planungsphase 6 fertig geplant.

Neubau Feuerwehrhaus

Die Grundstücke wurden bereits gekauft. Der Bezirksgemeinderat möchte nun, dass die Planungen für das neue Feuerwehrhaus weitergehen können.

Bau eines Kindergartens in Containerbauweise

Bürgermeister Hahn hat dem Bezirksgemeinderat in der letzten Sitzung mitgeteilt, dass in Rommelsbach der Bedarf an Kindergartenplätzen sehr groß ist. Neubaugebiete wie Gassenäcker und Wittum II sind bereits geplant und es wird davon ausgegangen, dass dort Familien mit Kindern einziehen, sodass der Bedarf noch größer wird. Deshalb beantragen wir den Bau eines Kindergartens in Containerbauweise für Wittum 1.

Ausbau Radwegeverbindung

Im vergangenen Jahr wurde mit Herrn Riethmüller eine Fahrradtour durch Rommelsbach gemacht und gemeinsam festgestellt wo es noch Probleme gibt. Der Ausbau des Radwegenetzes ist für den Bezirksgemeinderat sehr wichtig. Deshalb soll die Radwegeverbindung zwischen Kniebisstraße in Richtung Altenburg als Zubringer zum Neckartalweg dienen.

Verkehrsberuhigungsmaßnahmen

Seit vielen Jahren beantragt der Bezirksgemeinderat die Erstellung eines  Verkehrsberuhigungskonzeptes. Durch die Einführung von Tempo 30 wurde ein Schritt getan. Es ist aber auch wichtig neben Geschwindigkeitsreduzierungen auch noch andere Verkehrsberuhigungsmaßnahmen zu planen und zu bauen.

Grünflächenbudget

Der Bezirksgemeinderat beantragt, dass das Grünflächenbudget der Gemeinde weiterhin zur Verfügung gestellt wird, damit die städt. Grünflächen weiterhin gepflegt werden können.

Erstellung Spielplatzkonzeption

In Rommelsbach gibt es 9 Spielplätze. Es soll eine Konzeption erstellt werden die Spielplätze weiterzuentwickeln und zu sanieren. Es müssen nicht unbedingt neue Spielplätze gebaut werden aber unsere bestehenden sollen erhalten werden.

Wettbewerbliches Verfahren für die städt. Grundstücke Kirrlestraße/ Kniebisstraße

Ecke Kniebisstraße/Kirrlestraße gehören der Stadt Reutlingen Flächen mit insg. ca. 22 ar. Es soll ein wettbewerbliches Verfahren veranlasst werden um diese Fläche für Wohnungsbau weiterzuentwickeln.

Bildband über Eingemeindung von Rommelsbach

Die Stadt Reutlingen hat einen gemeinsamen Bildband über die Eingemeindung aller Stadtteile in Auftrag gegeben. Für Rommelsbach hat Herr Dr. Borth

recherchiert. Diese zusammengestellten Informationen sollen jetzt in einem separaten Bildband für Rommelsbach veröffentlicht werden.

Sanierung des Rathausvorplatzes

Der Antrag wurde bereits im letzten Haushalt gestellt. Die Fläche vor dem Bezirksamt muss dringend saniert werden.

BezGR Leitenberger unterstreicht die Ausführungen der Vorsitzenden. Es wurde vom Bezirksgemeinderat nur das absolut Notwendige beantragt. Die Mensa hat dabei oberste Priorität. Ebenfalls wichtig ist, dass es mit der Planung für das Feuerwehrhaus weitergeht. Es wurden einige Anträge trotz Planungsansatz im letzten Doppelhaushalt 2019/2020 nicht umgesetzt, dies geht gar nicht. Deshalb wurde der Antrag zu Umsetzung der Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und die Sanierung des Rathausvorplatzes erneut beantragt. Die Entwicklung der Grundstücke Kirrlestraße/Kniebisstraße ist für Rommelsbach äußerst wichtig.

BezGR Kern betont wie wichtig der Neubau der Mensa bei der Grundschule ist. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter müssen gerade unter sehr schlechten Voraussetzungen arbeiten. Einen Neubau kann man nicht verschieben. Eine gute Betreuung der Kinder ist wichtig. Auch das Feuerwehrhaus und der Kindergarten ist sehr wichtig und muss in den Haushalt aufgenommen werden.

Gespräch mit den Vorsitzenden der örtlichen Vereine

Die Vorsitzende begrüßt die Vorsitzenden der örtlichen Vereine

Herrn Marcus Wandel für die Freiwillige Feuerwehr

Herrn Reiner Linsenbolz für den Sportverein Rommelsbach

Herrn Martin Tröster für den Sängerkranz Rommelsbach

Herrn Andreas Allmendinger für den Schwäbischen Albverein

Herrn Oliver Scheuerer für die Narrenzunft Rommelsbach

Die Vorsitzende bedankt sich bei den Vorsitzenden, dass sich diese die Zeit genommen haben an der Sitzung teilzunehmen.

Marcus Wandel erklärt, dass bei der Feuerwehr seit langer Zeit nur noch die notwendigen Übungsdienste stattfinden dürfen. Alle kameradschaftlichen Treffen dürfen nicht mehr stattfinden, auch keine Aktivitäten wie „Tag der offenen Tür“ und „Dorffest“ sind zur Zeit nicht möglich. Die Mitglieder der Altersabteilung können gar nicht mehr zusammenkommen. Auch die Jugendarbeit findet seit Monaten nicht mehr statt.

Andreas Allmendinger berichtet, dass alle Wanderungen im Jahr 2020 und auch für das Jahr 2021 abgesagt wurden. Finanzielle Probleme hat der Verein jedoch nicht, da er auch keine fixen Ausgaben hat.

Oliver Scheuerer teilt mit, dass seit März 2020 keine Veranstaltungen mehr stattgefunden haben. Es ist schade, dass die Maibaumhockte im letzten Jahr und auch dieses Jahr nicht stattfinden konnte. Das hatte schon finanzielle Auswirkungen. Da aber auch keine Busfahrten notwendig waren gibt es keine größeren Probleme. Die Kontakte zwischen den Mitgliedern finden nicht statt.

Die LUKA konnte im Herbst einige Male proben und konnte auch unter dem Weihnachtsbaum und vor dem Altenheim spielen. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn von Seiten der Stadt die Möglichkeit geboten wird, dass ein größerer Proberaum zur Verfügung gestellt wird.

Martin Tröster erläutert, dass die beiden Chöre des Sängerkranzes im Herbst einige Singstunden durchführen konnten. Der Männerchor in der Turn- und Festhalle und der Chor „No Limit“ in der Aussegnungshalle. Die Proben mit zwei Meter Abstand waren auch nicht einfach. Zur Zeit proben beide Chöre über ZOOM. Es fehlt jedoch die Gemeinschaft und die Geselligkeit. Im vergangenen September hat der Sängerkranz einen Drive In- Zwiebelkuchenverkauf auf die Beine gestellt, so dass die finanzielle Lage nicht ganz so schlecht ist. Der Verein hat auch Rücklagen die jedoch dadurch aufgebraucht werden, dass beide Chorleiter durchgängig bezahlt wurden. Im nächsten Jahr 2022 hat der Sängerkranz 125jähriges Jubiläum. Die Planungen für das Jubiläum laufen in der Hoffnung, dass bis dahin wieder alles möglich ist.

Rainer Linsenbolz berichtet, dass den Mitgliedern des Sportvereins die sozialen Kontakte und die Gemeinschaft fehlen. Von Mai bis September konnten einige Übungsstunden stattfinden. Die Tennisplätze dürfen wieder geöffnet werden. Bei den Jugendfußballmannschafen waren zwei Wochen lang Trainingsstunden möglich, jetzt aber nicht mehr. Bisher gab es keinen Mitgliederschwund. Da die Übungsleiter nach abgeleisteten Stunden abgerechnet werden, gibt es auch keine finanziellen Probleme. Die größte Sorge ist, dass der Individualsport, der gerade möglich ist, sich weiter ausbreitet und Vereinssport immer mehr in den Hintergrund rückt.

Marcus Wandel stimmt dem zu. Auch bei Schülern kann man feststellen, dass diese immer mehr Kontakte verlieren und es keinen Ausgleich durch Mannschaftssport gibt. Die Auswirkungen dieser Entwicklung für die Gesellschaft ist nicht vorhersehbar.

Die Vorsitzende ist der gleichen Meinung. Auch älteren Menschen fehlt häufig die Motivation und die psychischen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche ist nicht absehbar. Daher ist es dem Bezirksgemeinderat sehr wichtig im Kontakt mit den Vereinen zu bleiben und diese zu unterstützen.

BezGR Leitenberger findet es toll, dass sich alle Vorstände die Zeit genommen haben, an der Sitzung teilzunehmen und bietet die Hilfe des Bezirksgemeinderats an.

BezGR Kern bedankt sich bei den Vorständen. Er ist der Meinung, dass es in den kommenden Jahren für die Vereine sicher immer schwieriger wird Feste nur mit den Mitgliedern des eigenen Vereins durchzuführen. Es wäre gut wenn sich die Vereine gegenseitig unterstützen würden.

Die Vorsitzende fragt nach, ob die Vereine nächstes Jahr das Dorffest nachholen möchten, oder ob es 2023 im bisherigen Rhythmus stattfinden soll.

Martin Tröster weist darauf hin, dass der Sängerkranz 2022 sein Jubiläum hat und er auch davon ausgeht, dass nächstes Jahr viele Veranstaltungen nachgeholt werden. Er ist der Meinung, dass das Dorffest 2023 stattfinden soll.

Marcus Wandel denkt, dass es besser ist im bisherigen Rhythmus zu bleiben. 2022 ist das Jubiläum des Sängerkranzes und 2024 das Jubiläum der Feuerwehr.

BezGR Meinhardt ist sehr erfreut, dass alle Vorsitzenden da sind. Er schlägt vor eine Themenwoche zu veranstalten bei der sich alle Vereine vorstellen können.

Die Vorsitzende fasst zusammen

2022 – Jubiläum Sängerkranz

2023 – Dorffest

2024 – Jubiläum Feuerwehr

Die Idee einen gemeinsamen Schnuppertag zu machen findet sie sehr gut. Es soll jetzt öfter gemeinsame Planungen gemacht werden. Die Vereine sollen im Austausch bleiben. Diese Sitzung soll nur der erste Schritt sein.

BezGR Linsenbolz ist der Meinung, dass die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit größer ist, wenn sich mehrere Vereine beteiligen.

Andreas Allmendinger sieht die Probleme der Vereine bei Festen und kann sich durchaus vorstellen, dass Mitglieder des Albvereins z.B. beim Rommelsbacher Herbst helfen.

BezGRin Löffler betont, dass das ein Geben und Nehmen von allen Vereinen sein sollte.

Anfragen und Anträge

BezGR Leitenberger berichtet, dass durch die Kürzungen bei der RSV 1/3 aller Fahrten von Altenburg nach Rommelsbach wegfallen. Dadurch ist es den Bürgern von Altenburg fast nicht mehr möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Rommelsbach zu kommen. Er bittet daher, dass das Planungsamt darauf hingewiesen wird und der Bezirksgemeinderat Rommelsbach den Antrag des Bezirksgemeinderats Altenburg unterstützt.

BezGRin Löffler ergänzt, dass nicht nur ältere Bürger, sondern auch Schüler von diesen Kürzungen betroffen sind. Leidiglich zur ersten und zur letzten Schulstunde ist es möglich den Bus zu nutzen. Sie schlägt vor, dass die kleinen Quartiersbusse zum Einsatz kommen können.

BezGR Leitenberger weist darauf hin, dass einige genehmigte Haushaltsanträge nicht durchgeführt wurden. Er schlägt vor, dass die Verwaltung die Durchführung von Maßnahmen überwacht und 1/4jährlich dem Bezirksgemeinderat berichtet.

BezGRin Rödler hat festgestellt, dass es an Kreuzung Bayernstraße/In Bühlen immer wieder zu gefährlichen Verkehrssituationen kommt. An dieser Kreuzung gilt rechts vor links. Jedoch halten sich viele Verkehrsteilnehmer die auf der Bayernstraße fahren nicht daran. Wäre es möglich auf der Straße Kennzeichen anzubringen die an der Kreuzung klarmachen, dass hier rechts vor links gilt.

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