Kurzprotokoll der öffentlichen Sitzung vom 01.02.2022

Nachfolgend erhalten Sie eine Zusammenfassung der öffentlichen Sitzung

am Dienstag, 01. Februar 2022, 19:30 Uhr bis 20:05 Uhr

Turn- und Festhalle, Tannheimer Straße, 72768 Reutlingen

Einwohnerfragestunde

Keine Anfragen

Mitteilungen

Die Vorsitzende teilt mit, dass nach einigen Problemen nun in der Ortsmitte ein Testzentrum eröffnet hat.

Die Vorsitzende berichtet, dass die Beleuchtung im Kreisverkehr Ortsmitte in den  nächsten Tagen repariert wird.

Die Vorsitzende gibt bekannt, dass der nicht mehr benutzte Holz-Telefonmast nördlich der Darrenstraße in den nächsten zwei bis drei Wochen entfernt wird.

Die Vorsitzende berichtet, dass es an Silvester in der Nähe Gassenäcker/Gaiernstraße einen Rohrbruch gab. Die SER wurde verständigt und hat sich den Schaden einen Tag später angeschaut. Es ist allerdings noch nicht erledigt, da größere Erdarbeiten notwendig sind.

Bericht: Beschlussvorlage Reutlinger Familienoffensive

Die Vorsitzende berichtet von der Gemeinderatsdrucksache Reutlinger Familienoffensive.

In Reutlingen fehlen 600 Kindertagesbetreuungsplätze. Es sollen in den Jahren 2022 – 2025 535 Plätze in Betrieb gehen, davon werden 472 Plätze neu geschaffen. Vor allem gibt es Platzmangel bei Kindern über drei Jahren. Das Problem ist jedoch, auch wenn mehr Kindergarten gebaut werden, fehlen die Fachkräfte. Bei der Stadt Reutlingen kommt noch das Problem der finanziellen Lage dazu. Im Jahr 2023 können daher keine neuen Projekte finanziert werden. Alternativ werden bestehende Kindergärten ausgebaut und ein Naturkindergarten in Ohmenhausen geschaffen, oder Interimslösungen, wie Wittum II errichtet.

Der Bedarfsdeckungsgrad ist:

·         Kinder U 3                40%

·         Kinder Ü3                 105 % bei Regelbetreuung

·         Kinder Ü 3                40 %  bei Ganztagesbetreuung

Situation in Rommelsbach:

Rommelsbach ist einer von 18 Planungsbezirken. Es gibt in Rommelsbach drei Kindergärten und zwei Kindergrippen. Jedoch sucht die Kinderkiste, Frankenstraße, ab Herbst 2023, dringend neue Räume weil das Gebäude verkauft wird. Es wurde bereits bei der GWG angefragt, ob es evtl. im Wohngebiet Mähder geeignete Räumlichkeiten mit Garten gibt.

Die geplante Umwandlung im Kindergarten Reisweg in zwei Gruppen von Regelbetreuung in verlängerte Öffnungszeiten und im Kinderhaus Tannheimer Straße die Erweiterung der verlängerten Öffnungszeiten auf 35 Stunden konnte nicht durchgeführt werden, da dadurch 6 Plätze weggefallen wären.

Sobald das Interimsgebäude in Wittum in Betrieb geht verbessert sich die Situation in Rommelsbach. Das neue Kinderhaus soll dreigruppig werden

10 Plätze verlängerte Öffnungszeiten U3

10 Plätze Ganztagesbetreuung U3

22 Plätze verlängerte Öffnungszeiten Ü3

40 Plätze Ganztagesbetreuung Ü3

Der Bedarfsdeckungsgrad in Rommelsbach ist:

Kinder U3      19 %

Kinder Ü3      81 %

GT                  17 %

Das bedeutet, dass der Rechtsanspruch nicht mehr abgedeckt werden kann. Alle Plätze waren zum Stichtag 01.06.2021 voll belegt.

BezGR Leitenberger ergänzt, dass ledig die Stadt Reutlingen und die Stadt Tübingen Erzieherinnen ausbilden. Andere Gemeinden und Städte werben dann die Erzieherinnen mit guten Angeboten ab. Es wurde auch versucht vorübergehend  jede Kindergartengruppe um 2 Kinder aufzustocken, damit hätte man 10 % mehr Kindergartenplätze gehabt. Das wurde jedoch vom Ministerium abgelehnt.

Er bittet darum, dass die Vorsitzende nachfragt, ob nicht ein Kauf des Gebäudes Frankenstraße, in dem die Kinderkiste ist, durch die GWG möglich ist.

Die Vorsitzende wird die Anfrage mitnehmen.

BezGR Kern fragt sich, warum das Ministerium der Aufstockung um 1 oder 2 Kinder nicht zugestimmt hat. Was machen die Eltern die keinen Kindergartenplatz erhalten haben.

Die Vorsitzende erläutert, dass Kinder dann in anderen Orten evtl. einen Kindergartenplatz bekommen. Jedoch hat sich auch bereits der Tagesmütterverein gemeldet, dass dort sehr viele Anfragen eingehen die nicht mehr alle gedeckt werden können.

BezGRin Rödler zeigt unter gewissen Umständen Verständnis für die Absage des Ministeriums, das es in manchen Einrichtungen sehr an Fachkräften mangelt, so dass nicht noch mehr Kinder betreut werden können.

Die Vorsitzende ist der Meinung, dass es auf jeden Fall besser wäre die Kinder in einer Kindertageseinrichtung zu betreuen wenn ein Kind mehr dabei ist, als gar nicht. Zur Zeit ist der Aufwand mit den Dokumentationen sehr hoch. Der Standard, sowohl bei den Räumlichkeiten, als auch beim Personal ist sehr hoch.

BezGR Wagner ist ebenfalls der Meinung, dass die Dokumentierung weniger werden sollte und mehr am Kind gearbeitet werden soll.

BezGR Leitenberger teilt mit, dass der Personalschlüssel in Baden-Württemberg sehr hoch ist 1 Erzieher auf 6 Kindern. In anderen Bundesländern liegt der Schlüssel zum Teil bei 1 Erzieher auf 12 Kindern. Die Maßnahme war auch nicht auf Dauer, sondern nur befristet angedacht. In Baden-Württemberg haben wir den höchsten Standard und die niedrigsten Gebühren. Die Kindergartengebühr wird jeweils an den Landesstandard angepasst. Die Deckungsrate liegt unter 20 %.

BezGR Meinhardt gibt zu bedenken, dass das Timing für eine Gebührenerhöhung sehr schlecht ist, da durch fehlendes Personal oder durch Corona immer wieder die Kindergärten geschlossen sind und die Eltern trotz weniger Öffnungstage mehr bezahlen sollen.

Anfragen und Anträge

BezGR Wagner fragt nach, ob die Rohrbrüche durch das Alter der Rohre bedingt ist und es nicht besser wäre die Rohre regelmäßig auszutauschen.

Die Vorsitzende erläutert, dass die SER ein Eigenbetrieb ist. Es gibt dort zwei Fahrzeuge, die die ca. 700 km Kanäle regelmäßig kontrollieren. Im März kommt jedoch Herr Müller von der SER nochmal in eine Sitzung, dann können solche Fragen direkt an Herrn Müller gestellt werden.

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