Nachfolgend erhalten Sie eine Zusammenfassung der öffentlichen Sitzung
am Dienstag, 13. Januar 2026, 19:30 bis 20:35 Uhr
im Rathaus Rommelsbach (Sitzungssaal), Bei der Kirche 10, 72768 Reutlingen
Einwohnerfragestunde
Ein Bürger fragt nach wie der Sachstand zur Kreuzung Darrenstraße / Tannheimer Straße / Egertstraße ist. Er möchte wissen ob der Bezirksgemeinderat bereits ein Prüfauftrag an das Amt für öffentliche Ordnung gestellt hat.
Die Vorsitzende erklärt, dass bei der am Montag stattgefundenen Dienstbesprechung nochmals beantragt wurde, dass in den Stadtbezirken eine Verkehrsschau stattfinden muss, da es außer dieser Stelle noch weitere Stellen mit kritische Verkehrssituationen gibt. Dem Bezirksgemeinderat ist klar, dass die Verkehrssituation an dieser Kreuzung gefährlich ist. Der Schulweg führ an dieser Kreuzung vorbei und es ist dem Bezirksgemeinderat wichtig, dass Kinder gefahrlos zur Schule kommen.
Er fordert, dass eine Lösung gefunden wird. Die Situation, wenn die Apotheke geöffnet hat und die Schule aus ist für die Kinder sehr gefährlich. Es ist ihm unbegreiflich, dass der Bezirksgemeinderat seit vielen Jahren eine Lösung beim Amt für öffentlichen Ordnung einfordert und noch nichts geschehen ist. Das Amt für öffentliche Ordnung, Herr Keppler, hat ihm zugesagt, dass nochmals überprüft wird, ob es möglich ist, dort einen Zebrastreifen anzubringen.
Die Vorsitzende teilt mit, dass der Bezirksgemeinderat seit vielen Jahren diesen Sachverhalt anmahnen und jetzt nochmals die Anfrage dem Amt für öffentliche Ordnung weiterleitet und auch nachfragt wie weit die Überprüfung bzgl. eines Zebrasteifen ist.
BezGR Kern erwidert, dass er festgestellt hat, dass das Amt für öffentliche Ordnung häufig erst dann aktiv wird wenn etwas geschieht. Solange es kein Unfallschwerpunkt ist wird nichts unternommen.
BezGR Leitenberger ist der Meinung, dass beim Amt für öffentliche Ordnung nochmals nachgefragt wird was die Überprüfung gebracht hat und dass die Zickzack-Linien angebracht werden.
Mitteilungen
Die Vorsitzende teilt mit, dass eine Antwort des Regierungspräsidiums Stuttgart bzgl. der Umleitungsstrecke während der Bauzeit der neuen Aichtalbrücke. Es ist vorgesehen, dass die Umleitungsstrecken für PKW’s durch Rommelsbach führen soll, der LKW Verkehr soll jedoch nicht über Rommelsbach umgeleitet werden. Das Umleitungskonzept und der Zeitplan kann im Internet nachgelesen werden ein Ausdruck der Umleitungsregelung wurde deshalb als Tischvorlage ausgelegt. Es ist klar, dass die Belastung der Anwohner der Kniebisstraße und der Ermstalstraße dadurch noch höher wird, da die Umleitung wegen der Bauarbeiten in Oferdingen noch nicht beendet ist.
BezGRin Löffler ist der Meinung, dass man den LKW Fahrern nicht verbieten kann ebenfalls durch Rommelsbach zu fahren. Ortskundige Fahrer werden sicher ebenfalls durch Rommelsbach fahren.
Die Vorsitzende denkt, dass die Umleitungsstrecken ins Navi eingespielt werden.
BezGR Leitenberger ist verärgert darüber, dass das RP Stuttgart erst auf die Anfrage des Bezirksamts den Bezirksgemeinderat über die geplante Umleitung informiert hat. Er kann sich nicht vorstellen, dass die Umleitung über Rommelsbach funktioniert, da auf der B 313 regelmäßig Stau ist. Es ist unmöglich was der Bevölkerung zugemutet wird. In Aichtal wurde eine Petition gestartet, dass die Brücke parallel zu der bestehenden gebaut wird.
Die Vorsitzende gibt die Antwort von FairNetz auf die Anfrage von BezGRin Rödler bzgl. der Beleuchtung beim Sportheim bekannt. Es sind in der Zwischenzeit die Lampen ausgetauscht worden, so dass es nun heller sein müsste.
Haushaltsanträge zum Doppelhaushalt 2026/2027
Die Vorsitzende erläutert, dass der Doppelhaushalt 2026/2027 nicht einfach ist. Im Ergebnishaushalt der Stadt ist ein Defizit von über 50 Mio. € die eingespart werden muss.
Der Bezirksgemeinderat hat sich dazu entschieden trotz der finanziellen Situation Haushaltsanträge zu stellen. Diese sind wichtig und maßvoll. Die Nummerierung ist auch eine Priorisierung.
Nr. 1 Planungsrate für das Feuerwehrgerätehaus
Planungsrate für das Feuerwehrgerätehaus der FF Abteilung Rommelsbach
für 2026: 100.000 00 € und
für 2027: Investitionskosten für den Bau des Feuerwehrgerätehauses aus Mitteln des Infrastrukturprogramms.
Die Feuerwehr Rommelsbach benötigt dringend ein neues Feuerwehrhaus. Es wurde bereits ein Grundstück für den Neubau der FF Rommelsbach von Seiten der Stadt Reutlingen erworben. Auf dem Grundstück der GWG – ehemals Fa. Bosch – besteht jetzt die Möglichkeit eine Interimslösung zur vorübergehenden Unterbringung bis zum Neubau der Feuerwehr auszubauen.
Beschluss:
Der Bezirksgemeinderat stimmt dem Haushaltsantrag einstimmig zu
Nr. 2 Barrierefreiheit Bezirksamt
Prüfantrag an die Verwaltung:
Anbau eines Aufzugs an das Bezirksamt zur Herstellung der Barrierefreiheit
Das Bezirksamt Rommelsbach ist bis heute nicht barrierefrei. Aufgrund des großen Einzugsgebiets wird beantragt zu prüfen, wie die Barrierefreiheit hergestellt werden kann. Dieser Antrag wurde bereits vor einigen Jahren eingereicht und wird nun erneut gestellt. Es wurde festgestellt, dass viele ältere Menschen, junge Familien mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer das Bezirksamt besuchen. Bisher wurden die Angelegenheiten vor dem Rathaus geregelt. Dies ist nun nicht mehr möglich, da z.B. beim Antrag auf Ausstellung eines Personalausweises ein fingerprint erforderlich ist.
Beschluss:
Der Bezirksgemeinderat stimmt dem Haushaltsantrag einstimmig zu
Nr. 3 Planungsrate Fahrradweg Kniebisstraße / Sommerberg
Erstellung einer Planungsrate zum Bau eines Fahrradwegs zwischen Kniebisstraße und Sommerberg.
Der Fahrradweg soll zur sicheren Anbindung von der Kniebisstraße zum Sommerberg (Entfernung ca. 90 m) über die städtischen Grundstücke Flurstück 371, 378 und 379 geplant werden.
Die Kniebisstraße ist eine stark befahrene Durchgangsstraße. Es handelt sich bei dieser Strecke auch um den Schulweg vom Nordraum (Sickenhausen, Altenburg und Degerschlacht) zum Bildungszentrum Nord und um den notwendigen Lückenschluss im Radwegeplan.
Beschluss:
Der Bezirksgemeinderat stimmt dem Haushaltsantrag einstimmig zu
Nr. 4 Ausbau Radwegverbindung zwischen Kniebisstraße und Darrenstraße
Nach Abschluss der Ausbauarbeiten des Landkreises. Ausbau der Radwegeverbindung zwischen Kniebisstraße/Darrenstraße Fahrradrampe in Richtung Altenburg als Zubringer zum Neckartalradweg – Einstellung einer Planungsrate.
Im Anschluss an den Ausbau des Knotenpunktes Ausfahrt B464 durch den Landkreis soll die Anbindung des Fahrradweges von der Kniebisstraße, Ortsausgang Rommelsbach, zum Radweg Richtung Altenburg (Neckartalradweg) geplant werden.
Maßnahmen aus dem Reutlinger Masterplan Radverkehr:
Maßnahme 127:
Ausbau mit einfachem Stand auf einer Länge von ca. 100 , Radwegeführung weg von der vielbefahrenen Kniebisstraße und Lückenschluss hinter den Gebäuden 57-59, liegt
in der Zuständigkeit der Stadt, die erforderlichen Grundstücke befinden sich im Eigentum der Stadt.
Beschluss:
Der Bezirksgemeinderat stimmt dem Haushaltsantrag einstimmig zu
Nr. 5 Konzept für E-Scooter und Fahrräder
Im Ortsgebiet Rommelsbach, wie im übrigen Stadtgebiet auch, werden E-Scooter und E-Bikes überall auf den Gehwegen, Radwegen und auf Straßen abgestellt. Dies ist nicht länger tolerierbar, es stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Insbesondere für Rollstuhlfahrer, Rallatorenfahrer und Eltern mit Kinderwagen. Deshalb sollen neue Verträge mit angepassten Vertragsbedingungen erarbeitet werden. Diese neuen Verträge mit den Anbietern sollen gewährleisten, dass E-Scooter und E-Bikes nur auf dafür ausgewiesenen Flächen abgestellt werden können.
Beschluss:
Der Bezirksgemeinderat stimmt dem Haushaltsantrag einstimmig zu
Nr. 6 Sanierung der alten Aussegnungshalle – Einbau „Glastor“
Der alte Rommelsbacher Leichenwagen wird im Zuge der Umbaumaßnahmen der Gebäude Friedhof Römerschanze wieder an die Bezirksgemeinde als Eigentümer zurückgegeben. Nun soll dieser Leichenwagen in der alten Aussegnungshalle aufgestellt werden.
Beschluss:
Der Bezirksgemeinderat stimmt dem Haushaltsantrag einstimmig zu
Nr. 7 Verkehrsberuhigungsmaßnahmen
Einstellung einer Planungsrate für die Planung und Durchführung von Verkehrsberuhigungsmaßnahmen.
Für die Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung auf den Durchgangsstraßen und den innerörtlichen Straßen vollen Mittel zur Umsetzung von Verkehrsberuhigungsmaßnahmen eingestellt werden.
Beschluss:
Der Bezirksgemeinderat stimmt dem Haushaltsantrag einstimmig zu
Nr. 8 Mehrgenerationenpark
Bürgerprojekt zur Entwicklung des Geländes rund um den Altenwaldspielplatz zu einem „Mehrgenerationenpark“ (Parkgelände für alle Altersklassen und Bevölkerungsgruppen) Dieses Projekt kann durch eine Masterarbeit der Hochschule Stuttgart geplant und begleitet werden. Dadurch entstehen keine Kosten. Dieses Vorgehen wurde bereits von der Stadtverwaltung begrüßt, nun muss es nur noch umgesetzt werden.
Beschluss:
Der Bezirksgemeinderat stimmt dem Haushaltsantrag einstimmig zu
Nr. 9 Erstellung einer Spielplatzkonzeption
In Rommelsbach gibt es bisher 9 Spielplätze, bei denen in den vergangenen Jahren teilweise einzelne Spielgeräte erneuert oder abgebaut wurden. Um einen Gesamtüberblick über den aktuellen Standard der Spielplätze auch im Vergleich zu anderen Spielplätzen zu erhalten, wird beantragt, eine Spielplatzkonzeption für alle Spielplätze in Rommelsbach zu erstellen.
Beschluss:
Der Bezirksgemeinderat stimmt dem Haushaltsantrag einstimmig zu
Nr. 10 Wettbewerbliches Verfahren städt. Grundstücke Kniebis-/Kirrlestraße
Wettbewerbliches Verfahren für die städtischen Grundstücke an der Kirrlestraße / Kniebisstraße in Höhe von 10.000,00 € für 2026.
In der Ortsmitte Rommelsbach wurde durch den Erwerb weiterer Grundstücke durch die Stadt Reutlingen entlang der Kirrlestraße/Kniebisstraße eine große zusammenhängende Grundstücksfläche mit einer Größe von 22,04 ar in zentraler Lage an der Durchgangsstraße geschaffen. Dieses Projekt ist eine gute Möglichkeit der Innenentwicklung auf städtischen Grundstücken gerade auch im Bereich Schaffung von Wohnraum und sollte schnell umgesetzt werden. Weitere Nutzungen im öffentlichen Interesse werden gerade geprüft.
Beschluss:
Der Bezirksgemeinderat stimmt dem Haushaltsantrag einstimmig zu
Nr. 11 Planungsrate Gemeinschaftsschuppenanlage
Planungsrate für den Bau und die Gestaltung der Gemeinschaftsschuppenanlage in Höhe von 10.000,00 € für das Jahr 2026.
Die ersten Planungen für den Bau von Gemeinschaftsschuppenanlagen auf dem Gelände der GWG – ehemals Fa. Bosch – haben begonnen. Um die weiteren Planungen fortzuführen, werden Planungskosten benötigt.
Beschluss:
Der Bezirksgemeinderat stimmt dem Haushaltsantrag einstimmig zu
Nr. 12 Sanierung Vorplatz Bezirksamt
Sanierung des Rathausvorplatzes Bei der Kirche 10 in Höhe von 10.000,00 € im Jahr 2026.
Der Rathausvorplatz stellt mit einer Fläche von 15 m² eine Visitenkarte für das Bezirksamt und die Bezirksgemeinde Rommelsbach dar. Die mechanische Unkrautbekämpfung ist ein nur unzureichendes Mittel um die Fläche sauber zu halten.
Beschluss:
Der Bezirksgemeinderat stimmt dem Haushaltsantrag einstimmig zu
BezGR Leitenberger betont, dass sich der Bezirksgemeinderat der finanziellen Situation bewusst ist. Alle Anträge sind aus der Sicht des Bezirksgemeinderats notwendig. Es ist jedoch auch klar, dass nicht alle Anträge berücksichtigt werden können.
In diesem Zusammenhang weist er auf die Infoveranstaltung am 14.01.2026, 19:00 Uhr in der Stadthalle hin.
Anfragen und Anträge
BezGR Linsenbolz hat festgestellt, dass alle Mülleimer übervoll sind und dringend geleert werden müssen.
Die Vorsitzende teilt mit, dass das Problem bekannt ist. Die TBR bemüht sich alles nach einander zu leeren.
BezGR Wagner schlägt vor, dass die Altglascontainer vor Weihnachten geleert werden, damit genügend Platz für die an den Weihnachtsfeiertagen und Silvester anfallenden Flaschen vorhanden ist.
BezGR Leitenberger hat bemerkt, dass die Anzahl der Tauben auf dem Rathaus stark zugenommen hat. Er beantragt, dass auf dem Dachboden des Bezirksamt ein Taubenschlag eingebaut wird, damit der Vermehrung der Tauben Einhalt geboten wird.
BezGR Leitenberger erinnert daran, dass auf dem Parkplatz hinter dem BZN lange Zeit während der Sanierungsarbeiten Container als Klassenzimmer standen. Es wurde dem Bezirksgemeinderat zugesagt, dass der Platz danach wieder in den alten Zustand zurückgesetzt wird. Er hat nun festgestellt, dass der Gehweg wellig ist, Pflastersteine fehlen und Lücken mit Schotter vorhanden sind.