Das Reutlinger Rathaus
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Gleichstellung von Frau und Mann

  • Wir sind bemüht, so weit wie möglich geschlechtsneutrale Formulierungen zu verwenden. Wo uns dies nicht gelingt, haben wir zur besseren und schnelleren Lesbarkeit des Textes die männliche Form verwendet. Natürlich gilt in allen Fällen jeweils die weibliche und männliche Form. Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis.

Modernisierungsförderung

Sie haben schon öfters daran gedacht, die Wohnqualität Ihres Gebäudes zu verbessern und den Wert Ihres Eigentums zu sichern? Jetzt haben Sie die Möglichkeit, die Modernisierung mit Hilfe steuerlicher Abschreibungen und öffentlicher Zuschüsse zu verwirklichen, da Ihr Eigentum in einem durch Gemeinderatsbeschluss förmlich festgelegten Sanierungsgebiet liegt.
Die Modernisierung privater Wohngebäude ist neben öffentlichen Maßnahmen wesentliches Ziel jeder Sanierung. Durch Ihr Engagement als Privateigentümer verbessern Sie nachhaltig die Wohnsituation innerhalb Ihres Wohngebiets. Als Eigentümer/in sind Sie daher unverzichtbarer Partner für die erfolgreiche Erneuerung eines Stadtgebiets.
Was wird gefördert?

Die Stadt fördert Modernisierungen und sogennante Ordnungsmaßnahmen. Vorraussetzung ist, dass die jeweilige Maßnahme den Sanierungszielen für das Gebiet entspricht.

1. Modernisierungen
Durch eine Modernisierung werden bauliche Missstände dauerhaft beseitigt und Wärmedämmung und Energieversorgung auf den neusten Stand der Technik gebracht. Zuschussfähig sind deshalb ausschließlich umfassende Modernisierungen, die den Gebrauchswert des Gebäudes nachhaltig erhöhen.

Hierzu zählen je nach Gebäudezustand zum Beispiel:
  • die Dämmung von Gebäudehülle und Dach
  • der Einbau neuer Fenster
  • das Neueindecken des Daches
  • die Erneuerung der sanitären Anlagen
  • die Verbesserung der Wohnungsgrundrisse
  • der Ausbau vorhandener Dachgeschosse.
Sie können auch bei sog. Restmodernisierungen unterstützt werden, wenn das Gebäude bereits vor der Festlegung des Sanierungsgebiets modernisiert wurde und nur noch Einzelmaßnahmen erforderlich sind, damit das Sanierungsziel einer umfassenden Modernisierung erreicht wird.

2. Ordnungsmaßnahmen
Als Ordnungsmaßnahmen können andere Maßnahmen gefördert werden, die den Sanierungszielen für das Gebiet entsprechen, z.B.:
  • die Entsiegelung von Hofflächen,
  • der Abbruch von nicht mehr nutzbaren Gebäuden und Gebäudeteilen mit anschließender städtebaulich angepasster Neubebauung.
Was wird nicht gefördert?
Instandshaltungsmaßnahmen und unwirtschaftliche Maßnahmen werden nicht gefördert. Hierzu zählen insbesondere die Wartung der technischen Anlagen und die Behebung von Mängeln, die duch Abnutzung, Alterung, und Witterungseinflüsse entstanden sind, zum Beispiel auch das Anstreichen der Außenwände oder Dachreparaturen u. ä.

Als unwirtschaftlich gelten Maßnahmen, bei denen die Modernisierungskosten 70 Prozent der Kosten eines vergleichbaren Neubaus übersteigen. Diese Regelung gilt nicht bei Kulturdenkmalen und Gebäuden, die aus geschichtlichen, künstlerischen oder städtebaulichen Gründen erhalten werden sollen.
Ebenfalls keine finanzielle Förderung erhalten Sie für so genannte Luxusmodernisierungen und Neubauten.
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Mitarbeiter
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Voraussetzungen
Welche Förderungsmöglichkeiten bestehen für Eigentumswohnungen?
Bei Eigentumswohnungen steht immer das gesamte Gebäude und nicht die einzelne Wohnung im Vordergrund. Eine Förderung ist daher nur möglich, wenn sich die Eigentümerschaft zu einer umfassenden Modernisierung des gesamten Gebäudes entschließt, die dann sowohl das Gemeinschafts- als auch das Sondereigentum umfassen muss. Die Modernisierung einer einzelnen Wohnung kann nicht gefördert werden.
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Kosten/Leistung
Wie hoch sind die Zuschüsse?
Die Förderentscheidung für umfassende Modernisierungen erfolgt einzelfallbezogen. Weitere Informationen erhalten Sie von der Sanierungsstelle der Stadtkämmerei.

In jedem Sanierungsgebiet steht ein bestimmter Betrag für Modernisierungs- und Ordnungsmaßnahmen zur Verfügung. Ist dieser Betrag aufgebraucht, können keine Maßnahmenm mehr gefördert werden.

Welche Kosten können von der Steuer abgesetzt werden?
In Sanierungsgebieten besteht die Möglichkeit der erhöhten steuerlichen Abschreibung von Baukosten nach den Paragraphen 7h oder 10f Einkommensteuergesetz (EStG) in Verbindung mit den Bescheinigungsrichtlinien des Landes Baden-Württemberg.
Die Abschreibungssätze betragen
  • 100% bei Vermietung, verteilt auf 8 Jahre zu 9% und nochmals 4 Jahre zu 7% sowie
  • 90 % bei Eigennutzung, verteilt auf 10 Jahre zu 9%

Steuerlich geltend machen können Sie in der Regel die Baukosten abzüglich des Förderbetrags. Hierbei gelten allerdings Ausnahmen, denn nicht alle förderfähigen Maßnahmen werden von der erhöhten steuerlichen Abschreibung erfasst. Dies betrifft insbesondere Umnutzungen, Anbauten, Erweiterungen sowie Arbeiten an Außenanlagen. Sowohl bei der Förderung als auch bei der steuerlichen Absetzbarkeit von Maßnahmen kann es auf viele Einzelheiten ankommen.
Wir empfehlen Ihnen deshalb, sich frühzeitig mit der Sanierungsstelle der Stadtkämmerei in Verbindung zu setzten, damit Sie die Möglichkeiten in vollem Umfang wahrnehmen können.

Was sind die vertraglichen Vorraussetzungen für eine Förderung oder steuerliche Abschreibung?
Voraussetzung ist in beiden Fällen der Abschluss einer vertraglichen Vereinbarung zwischen Ihnen als Eigentümer und der Stadt. Beide Seiten müssen diese Vereinbarung vor Beginn der Maßnahme und damit vor der Beauftragung von Handwerkern oder Baufirmen unterzeichnen. Vor Vertragsabschluss zulässig ist einzig die Beauftragung von Planungsleistungen. Die Ausarbeitung des Vertrags erfolgt durch den Sanierungsbetreuer. Dies ist die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, Ludwigsburg, die von der Stadt beauftragt wird.

Um in den Genuss einer erhöhten steuerlichen Abschreibung zu gelangen, erhalten Sie nach Abschluss der in der Vereinbarung festgelegten Maßnahmen eine Bescheinigung der Kosten zur Vorlage bei Ihrem Finanzamt. Dieses hat dann die endgültige Entscheidung über die Anerkennung der bescheinigten Kosten zu treffen.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Verpflichtung zum Vertragsabschluss vor Maßnahmenbeginn im Landesrecht verankert ist und für Ausnahmen sowohl förder- als auch steuerrechtlich keinerlei Ermessensspielraum seitens der Stadt besteht. 
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Sonstiges
Wer berät mich?
Zuständig für die Förderung von Gebäudemodernisierungen in den Sanierungsgebieten der Stadt Reutlingnen ist die Sanierungsstelle der Abteilung Stadterneuerung / Finanzzuweisungen bei der Stadtkämmerei.

Die Sanierungsstelle berät Sie kostenlos und unverbindlich bei der Sanierung Ihres Gebäudes. Sie wird unterstützt durch die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH als Sanierungsberaterin. Im Rahmen einer Gebäudebegehung weden alle erforderlichen Maßnahmen am Gebäude festgestellt, damit Sie eine Förderung in Anspruch nehmen können. Dies ersetzt jedoch nicht den evtl. notwendigen Architekten.

Stadt Reutlingen
Sanierungsstelle bei der Abteilung Stadterneuerung / Finanzzuweisungen der Stadtkämmerei
Oskar-Kalbfell-Platz 21
2. Obergeschoss
72764 Reutlingen
Telefon: 07121 303-2455, -2529
Telefax: 07121 303-2774
E-Mail: stadtkaemmerei@reutlingen.de
Internet: www.reutlingen.de/sanierung
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Zugehörigkeit zu

Stadt Reutlingen

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