Das Reutlinger Rathaus
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Hintergrundinformation

  • Einen Großteil der Texte für die Dienstleistungen werden über eine Schnittstelle vom Serviceportal des Landes Baden-Württemberg 
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Gleichstellung von Frau und Mann

  • Wir sind bemüht, so weit wie möglich geschlechtsneutrale Formulierungen zu verwenden. Wo uns dies nicht gelingt, haben wir zur besseren und schnelleren Lesbarkeit des Textes die männliche Form verwendet. Natürlich gilt in allen Fällen jeweils die weibliche und männliche Form. Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis.

Biomüll

Die organischen Abfälle bilden die größte Komponente häuslicher Abfälle. Pro Person fallen hier rund 130 kg im Jahr an. Die Bioabfälle werden kompostiert und in den natürlichen Stoffkreislauf zurückgeführt. Über die Biotonne werden alle kompostierbaren Abfälle pflanzlicher und tierischer Herkunft aus dem Haushalt sowie Gartenabfälle und der Mist von Kleintieren (Hase, Vogel, Hamster etc.) entsorgt.
Sollten Sie einmal Biomüll-Mehrmengen haben, die nicht in die Tonne passen, können Sie sich mit einem speziellen städtischen Jutesack behelfen. Er trägt die Aufschrift „Biomüll – trocken“ und dient der Entsorgung von trockenen Bio-, Küchen- oder Gartenabfällen. Dessen Bereitstellung erfolgt am Abfuhrtag neben der Biotonne. Sie erhalten diese Jutesäcke an der Rathaus-Information, bei den Bezirksämtern und der Abfallberatung. Preis 1, 80 Euro pro Stück, Fassungsvermögen 50 Liter.

Was gehört in die Biotonne?

  • Speisereste; gekocht, verdorben
  • Fleisch- und Wurstabfälle; auch Knochen
  • Eier-, Nuss- und Obstschalen; auch von Zitrusfrüchten
  • Kaffee- und Teesatz mit Filtertüten
  • Schnittblumen, Topfpflanzen
  • Laub- und Rasenschnitt
  • Erdbehaftetes Material; z. B. Vertikutierabfälle, Moos
  • Fallobst und faules Gemüse
  • Stauden- und Strauchabfälle, Baum- und Heckenschnitt
  • Streu aus Kleintierhaltung, Vogelsand

Was gehört nicht in die Biotonne?

  • Straßenkehrricht (Restmüll)
  • Lumpen (Restmüll)
  • Hygieneartikel, Windeln, Papiertaschentücher (Restmüll)
  • Exkremente von Katzen, Hund; Katzenstreu (Restmüll)
  • Asche, Zigarettenkippen (Restmüll)
  • Korken (u. an Schadstoffmobil)
  • Behandeltes Holz, z. b. Obstkisten, Paletten (Wertstoffhof Schinderteich, private Entsorger)
  • Steine, Sand, Kies (Erd- und Bauschuttdeponie "Saurer Spitz")

Kompostierung statt Biotonne

Haben Sie den Platz und die Möglichkeit, den in Ihrem Haushalt anfallenden organischen Abfall selbst zu kompostieren? Die Überlassungspflicht von häuslichen Abfällen kann für Bioabfälle aufgehoben werden. Voraussetzung hierfür ist eine "ordnungsgemäße und schadlose Eigenverwertung" (Eigenkompostierung).

Das heißt, bei nachweislich durchgeführter Kompostierung der anfallenden Bioabfälle kann ein Haushalt von der Biotonne befreit werden. "Nachweislich" bedeutet, dass das Grundstück, auf dem kompostiert wird, mit der Flurstücksnummer bei den Technischen Betriebsdiensten Reutlingen bekannt ist. Weiter beinhaltet es die Duldung einer "Überwachung", d. h. die Stadt Reutlingen behält sich vor, die Durchführung der Eigenkompostierung vor Ort zu überprüfen. Das Grundstück, auf welchem kompostiert wird, muss nicht mit dem Grundstück, auf welchem sich der Haushalt befindet, übereinstimmen. Allerdings muss es sich im Stadtgebiet Reutlingen befinden und anhand einer Adresse (Straße, Hausnummer) oder einer Flurstücksnummer eindeutig bezeichnet sein.

Eigenkompostierung und die damit mögliche Befreiung von der Biotonne ist auf Antrag unter Angabe des Grundstückes, auf welchem kompostiert werden soll, und der Genehmigung des Grundstückseigentümers möglich. Das Formular erhalten Sie an der Rathaus-Information, bei den Bezirksämtern und der Abfallberatung der TBR oder unter www.reutlingen.de

Auf den Komposthaufen gehören – ebenso wie in die Biotonne – einerseits alle organischen Abfälle aus dem Garten (z. B. Rasenschnitt, Baum- und Heckenschnitt, Laub, Unkraut, Blumenerde, Schnittblumen, Reste von Gemüse, Stauden und Gehölze etc.), andererseits alle organischen Abfälle aus dem Haushalt (z. B. Speisereste, Kaffee und Teesatz mit Filtertüten, Eier-, Nuss- und Obstschalen, Brot, Teebeutel sowie kleinere Mengen Papier- oder Pappeabfälle aus der Küche). Lediglich auf die Eigenkompostierung von Fleisch- und Wurstresten sollte verzichtet werden, denn dies lockt unerwünschtes Ungeziefer an. Im speziellen Fall der Eigenkompostierung dürfen diese Abfälle dann über die Restmülltonne entsorgt werden! Organische Abfälle wie unbehandeltes Holz, Haare, Federn können zum Kompost gegeben werden. Gekochte Speisereste sollten in den Kompost eingearbeitet werden, d. h. mit Erde bzw. Kompost gut abgedeckt werden.

Generell ist darauf zu achten, dass die zu kompostierenden Materialien gut miteinander vermischt werden, um Fäulnis auszuschließen.
 
Wer stets trockenes und feuchtes Material (z. B. Holzasche, Sägespäne und Küchenabfälle, Rasenschnitt) sowie feines und grobes Material (z. B. Blumenerde und Zweige) mischt und darauf achtet, dass der Kompost Erdkontakt hat, wird gute Ergebnisse erzielen!

Mikroorganismen wie Pilze und Bakterien zersetzen gemeinsam mit Bodenorganismen wie Würmern, Asseln und Insekten die organischen Abfälle zu Humus, der sich hervorragend zur Gartendüngung eignet. Damit werden die Stoffe umweltgerecht in den Naturkreislauf rückgeführt.
Weitere Auskünfte, Tipps und Ratschläge können Sie in der Info-Broschüre „Selber Kompostieren – So wird Abfall wertvoll“ nachlesen.

Tipp
Solide Holzkomposter (89 x 89 x 83 cm) aus Fichtenholz, die die TBR in Kooperation mit einer sozialen Einrichtung herstellen lassen, können Sie im IfES für 19,50 Euro pro Stück erwerben.

Wissenswertes im Umgang mit der Biotonne


Bei der Entsorgung von Bioabfällen über die Biotonne ist es sehr wichtig, Nässe und Feuchtigkeit so gut wie möglich zu vermeiden! Denn sonst kommt es im Sommer zur Bildung von Geruch und Maden; im Winter frieren die Bioabfälle ein – die Tonne kann dann nicht mehr richtig entleert werden. Man kann Feuchtigkeit vermeiden, indem man die Bioabfälle in Zeitungspapier oder Papiertüten wickelt – wenn nötig kann auch Knüllpapier (Küchenkrepp, Zeitungspapier) in die Tonne gegeben werden. Bitte verwenden Sie keine kompostierbaren "Plastiktüten".

Tipp

Sammeln sie Küchenabfaälle in einem Vorsortierbehälter. Vorsortierbehälter (Volumen 7 l) können bei der Abfallberatung zum Selbstkostenpreis von 6,00 €/Stück erworben werden.

Des Weiteren ist zu beachten, dass die Biotonne nicht in der prallen Sonne steht, sondern im Schatten oder in der Garage. Im Winter sollte sie an einem wind- und kältegeschützten Ort stehen, und wenn möglich, erst kurz vor dem Abfuhrtermin zur Entleerung bereitgestellt werden. Lassen Sie den Deckel z. B. mit Hilfe eines Holzkeils ein wenig geöffnet, da bei Belüftung der Inhalt trocknet. Hin und wieder ist es nötig, die Biotonne zu reinigen, denn Schmutzreste in der Tonne sind ein hervorragender Nährboden für Bakterien. Gesteinsmehl über den frischen Biomüll gestreut, bindet Gerüche.
Weitere Auskünfte, Tipps und Ratschläge können Sie in der Info-Broschüre „Biotonne – Verwertung und Entsorgung von Bioabfällen" erhalten.
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