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Familienleitlinien für die Stadt Reutlingen - soziale Balance in Zeiten der Veränderung

Familienleitlinien sind für die Stadt Reutlingen in Zeiten des demografischen Wandels und insbesondere in den Zeiten der momentanen gesellschaftlichen Veränderung ein wichtiges Instrument für Politik und Verwaltung. Sie dienen der systematischen und qualitativen Erhebung der vorhandenen Angebote (u.a. der Reutlinger Familienoffensive) und definieren und entwickeln strategische und zukunftsgerichtete Ziele sowie Maßnahmenvorschläge der Familienpolitik in der Stadt Reutlingen. Sie bauen auf Vorhandenem auf und ergänzen und entwickeln zielgerichtet weiter. Dabei ist die Beteiligung von Politik, Verwaltung und Institutionen von Anfang an vorgesehen und für die Durchführung sowie nachhaltige Entwicklung des Projekts von zentraler Bedeutung.
Projektidee und Projektziele
 
Familienpolitik und Familienfreundlichkeit wird in Zeiten des demografischen Wandels für die Kommunen zu einem noch wichtigeren Standort- und Integrationsfaktor und gewinnt mehr und mehr auch für die Stadt Reutlingen an Bedeutung.
 
Unter dem Begriff „Reutlinger Familienoffensive“ werden seit 2007 Maßnahmen und Aktivitäten der Schaffung von Angeboten für Familien in Reutlingen beschlossen und von der Verwaltung sowie freien Trägern umgesetzt. Dazu zählen Angebote aus verschiedenen Bereichen wie bspw. die Schaffung einer modernen Infrastruktur im Ganztagesschulbereich, der massive Ausbau der Angebote der Kindertagesbetreuung, die Wohnbauoffensive sowie das Projekt „Willkommen im Leben“ und die verschiedenen Lebenslagenberichte „Alleinerziehende“ und „Kinderreiche Familien“. Insgesamt gibt es rund 50 Gemeinderatsdrucksachen, welche mit dem Begriff „Reutlinger Familienoffensive“ versehen wurden und das Thema unter den verschiedensten Aspekten betrachten und behandeln. Dazu gehören auch die mit der GR-Drs. 08/057/02 im Jahr 2008 beschlossenen Eckpunkte der Seniorenpolitik.
 
Durch die zu erstellenden Familienleitlinien sollen die Entscheidungen der Politik und das Handeln der Verwaltung sowie der freien Träger weiterhin stark und zukunftsgerichtet an dem Bedarf der in Reutlingen lebenden Familien ausgerichtet werden. Es stellt sich die Frage, welche Strukturbedingungen für Familien im Stadtgebiet Reutlingen in 10 Jahren relevant sein werden bzw. relevant sein sollen und wie die Entwicklungsschritte in diese Richtung aussehen.
 
Die Bevölkerung wird älter und bunter - schon im kommenden Jahrzehnt wird jede dritte Einwohnerin und jeder dritte Einwohner in Baden-Württemberg über 60 Jahre alt sein. Gleichzeitig nehmen die Heterogenität von Familienstrukturen sowie die kulturelle Herkunft von Bürgerinnen und Bürgern (gerade auch jetzt mit der rapide steigenden Zahl an Flüchtlingen in der Anschlussunterbringung) zu.
 
Um zielgerichtet und zukunftsorientiert in diesen „Zeiten der Veränderung“ voranzuschreiten, ist es notwendig, die vielfältigen Aktivitäten in der Stadt zum Thema „Familien“ systematisch zu erheben, zu analysieren und ein strategisches Konzept zur Familienfreundlichkeit zu formulieren, welches alle Handlungsfelder und politischen Akteure der Kommune berücksichtigt und in die Konzeption mit einbezieht. Dazu ist die Erstellung von „Familienleitlinien“ ein gutes Instrument.
 
Um „Familienfreundlichkeit“ als Querschnittsthema angehen zu können, braucht Reutlingen starke Bündnispartner wie das Familienforum Reutlingen sowie gut vernetzte Akteure und an erster Stelle die politische Willensbildung des Gemeinderats.
 
Die Leitlinien haben als Ziel, die künftigen Aufgaben kommunaler Familienpolitik zu beschreiben und zu bündeln. Damit bieten sie einen Orientierungsrahmen für eine kommunale Gesamtstrategie und das politische Handeln. 
Um die zentralen familienpolitischen Herausforderungen in Reutlingen aktuell und zukünftig zu meistern, müssen unterschiedliche Themen wie bspw. die Lebensqualität für alle Familien in der Stadt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine für Familien attraktive Infrastruktur, familiengerechtes und erschwingliches Wohnen, wohnortsnahe Arbeitsplätze und der Zugang zu familiengerechten Bildungs- und Freizeitangeboten betrachtet werden. 
Gerade auch die Herausforderung der Integration von Migrantinnen und Migranten und die dadurch stattfindende und dynamisierte Steigerung der Anzahl der Familien in Reutlingen fordert ein strategisches und nachhaltig wirksames Handeln. Die Stadt wird hiervon profitieren. 
Zu Beginn der Überlegungen flossen durch die Mitwirkung des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden-Württemberg die Erfahrungen aus anderen Kommunen in diesen Verfahrensvorschlag mit ein. 
Der Gemeinderat soll von Anfang an aktiv mit eingebunden werden.Ob eine zusätzliche Zertifizierung als "Familienbewusste Kommune Plus" über die Arbeitsgemeinschaft „Netzwerk Familie Baden-Württemberg“ (Lokale Bündnisse für Familien Baden-Württemberg) angestrebt werden soll, ist im Laufe des Prozesses zu entscheiden.
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