Das Reutlinger Rathaus
Logo service-bw

Hintergrundinformation

  • Einen Großteil der Texte für die Dienstleistungen werden über eine Schnittstelle vom Serviceportal des Landes Baden-Württemberg 
    www.service-bw.de übernommen und regelmäßig synchronisiert. 

Gleichstellung von Frau und Mann

  • Wir sind bemüht, so weit wie möglich geschlechtsneutrale Formulierungen zu verwenden. Wo uns dies nicht gelingt, haben wir zur besseren und schnelleren Lesbarkeit des Textes die männliche Form verwendet. Natürlich gilt in allen Fällen jeweils die weibliche und männliche Form. Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis.

Patientenverfügung erstellen

Sie können in einer Patientenverfügung festlegen, in welche Untersuchungen und Behandlungen Sie bei schweren Krankheiten oder nach einem Unfall einwilligen oder welche Sie untersagen.

Dazu zählen:

  • der Einsatz lebensverlängernder Maßnahmen
  • künstliche Beatmung oder
  • künstliche Ernährung.

Die Patientenverfügung ist verbindlich.

Betreuerinnen oder Betreuer, Bevollmächtigte und ärztliches Personal müssen sie als wirksame Willensäußerung berücksichtigen. Sie müssen prüfen, ob die Patientenverfügung auf die aktuelle Situation zutrifft. Ist dies nicht der Fall, müssen sie den mutmaßlichen Willen der Patientin oder des Patienten ermitteln. In bestimmten Fällen müssen sie das Betreuungsgericht einschalten.

^
Voraussetzungen

Keine

^
Verfahrensablauf

Wenn Sie eine Patientenverfügung erstellen, sollte der Inhalt gut überlegt und mit Vertrauenspersonen wie Verwandten, Freunden und dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Der Arbeitskreis Vorsorge Reutlingen bietet ausführliche, sachliche Informationen und persönliche Gespräche zur Auseinandersetzung mit den Wünschen für den letzten Lebensabschnitt. Er stellt Musterformulare zur Vorsorge für ein weitgehend selbstbestimmtes Leben bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit zur Verfügung.

Kontaktadresse: Abteilung für Ältere, Telefon 07121/303-2200, E-Mail: sozialamt.aeltere@reutlingen.de

Für die Patientenverfügung gibt es keine vorgeschriebene Form. Liegt keine ausdrückliche schriftliche Erklärung vor, muss der Arzt Ihren „mutmaßlichen“ Willen beachten. Der mutmaßliche Wille kann aus Ihren früher geäußerten Einstellungen und Wünschen gegenüber Ihren Vertrauenspersonen oder Ihrem Arzt ermittelt werden.

Eine schriftliche Erklärung sollten Sie möglichst klar formulieren, mit dem Datum versehen und unterschreiben. Daneben sollten Sie Vertrauenspersonen nennen, die die Verfügung auch mitunterschreiben sollten. Diese Vertrauenspersonen sind später die Ansprechpersonen für den behandelnden Arzt.

Zur besseren Durchsetzung der Patientenverfügung empfiehlt es sich, dass Sie Ihrer Vertrauensperson in einer eigenen Urkunde die Vollmacht (Gesundheitsvollmacht) erteilen, an Ihrer Stelle über ärztliche und pflegerische Maßnahmen zu entscheiden, wenn Sie selbst entscheidungsunfähig geworden sind.

Tipp: Das Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg hat eine Patientenverfügung erarbeitet, die unter dem Stichwort "Einheitliche Patientenverfügung" beim Kohlhammer-Verlag (Lieferanschrift: Heßbrühlstr. 69, 70565 Stuttgart, Telefon: 0711/7863-0) bezogen werden kann. Die Patientenverfügung erhalten Sie auch als PDF-Datei zum Download.

Eine vom Bundesjustizministerium eingesetzte Arbeitsgruppe "Patientenautonomie am Lebensende" hat in ihrem Abschlussbericht vom 10. Juni 2004 Formulierungshilfen für Patientenverfügungen erarbeitet, die unter www.bmj.bund.de zu finden sind.

Exemplare der Verfügung sollten Sie bei den persönlichen Unterlagen, beim Hausarzt und bei einer Vertrauensperson hinterlegen. Wenn Sie in ein Krankenhaus aufgenommen werden, sollten Sie oder eine Vertrauensperson auf die Patientenverfügung hinweisen und wenn möglich, ein Exemplar zu der Krankenakte gelegt werden. Sie können die Patientenverfügung jederzeit formlos widerrufen.

Tipp: Es ist zu empfehlen, alle ein bis zwei Jahre die Geltung der Verfügung durch eine Unterschrift zu bestätigen.

^
Erforderliche Unterlagen

Keine

^
Frist/Dauer

Keine

^
Kosten/Leistung

Keine

^
Sonstiges

Sie können die Patientenverfügung jederzeit widerrufen. Um Unklarheiten und Beweisschwierigkeiten zu vermeiden ist zu empfehlen, bei einem vollständigen Widerruf der Patientenverfügung das Schriftstück zu vernichten und bei einem teilweisen Widerruf die entsprechenden Passagen zu streichen.

In einer Patientenverfügung können Sie zusätzlich das Einverständnis zu einer Organspende erklären. Dadurch können Sie für den Fall der Organspende den nötigen Maßnahmen zustimmen. Das gilt auch, wenn Sie in der Patientenverfügung im Übrigen andere Verfügungen treffen. Natürlich können Sie einen Organspendeausweis auch unabhängig von einer Patientenverfügung erhalten. Vertiefende Informationen zur Organspende finden Sie im Verfahren dazu.

^
Rechtsgrundlage

Stadt Reutlingen

Bleib in Kontakt!

Alles auf einen Blick

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK