Das Reutlinger Rathaus
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Hintergrundinformation

  • Einen Großteil der Texte für die Dienstleistungen werden über eine Schnittstelle vom Serviceportal des Landes Baden-Württemberg 
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Gleichstellung von Frau und Mann

  • Wir sind bemüht, so weit wie möglich geschlechtsneutrale Formulierungen zu verwenden. Wo uns dies nicht gelingt, haben wir zur besseren und schnelleren Lesbarkeit des Textes die männliche Form verwendet. Natürlich gilt in allen Fällen jeweils die weibliche und männliche Form. Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis.

Planung der Reutlinger Abwasseranlagen

Das Kanalnetz

  • hat eine Länge von über 570 km und verfügt über mehr als 17.000 Schächte
  • stammt zum Teil noch aus dem Ende des 19. Jahrhunderts (1884)
  • umfasst Rohre und Sonderprofile von 20 cm Durchmesser bis zu Abmessungen von 2,50 m
  • wird zum größten Teil als Mischsystem betrieben, in dem Schmutz- und Regenwasser in einem gemeinsamen Rohr geführt werden
  • hat in einigen Gebieten zwei parallel liegende Rohre zur getrennten Ableitung von Schmutz- und Regenwasser (Trennsystem)
  • hat einen Wiederbeschaffungswert von über 500 Millionen Euro
  • muss mit einem geschätzten Aufwand von 75 Millionen Euro innerhalb der nächsten 20 Jahre baulich saniert werden
  • wird immer wieder hydraulisch überrechnet, um neu bebaute Flächen berücksichtigen zu können
  • muss 1.240 ha versiegelte Fläche entwässern
  • sorgt mit 33 Regenüberlauf- und Regenklärbecken für weitgehend saubere Gewässer
  • hat 22 öffentliche Abwasserpumpwerke und Abwasserhebeanlagen
  • hat als größtes Bauwerk ein Regenrückhaltebecken mit ca. 7.500m³ Rauminhalt (Regenrückhaltebecken Max-Planck-Straße)

Die Klärwerke

  • wurden im Zuge des Abwasserprogramms für circa 45 Millionen Euro teilweise zusammen­gelegt und modernisiert
  • Das Hauptklärwerk „WEST" in Betzingen ist auf die Ausbau­größe für 300.000 Einwohnergleichwerte (EWG) ausgelegt und reinigt 12,5 Millionen m³ Abwasser pro Jahr. Dabei fallen 785.000 m³ Gas und 63.000 m³ zu entwässernder Klärschlamm an. Es ist für die Abwasserentsorgung des kompletten Kernstadt sowie Betzingen und Ohmen­hausen zuständig.
  • Das Klärwerk „NORD“ in Oferdingen ist auf 79.000 Einwohnergleichwerte (EWG) ausgelegt und reinigt im Jahr 3,5 Millionen m³ Abwasser aus allen Stadtteilen entlang des Erlen- und des Reichenbachs sowie aus Pliezhausen.
  • Über Verbandsklärwerke wird das Wasser aus Mittelstadt (Abwasserzweckverband Merzenbachtal, 20.000 Einwohnergleichwerte (EWG)) beziehungsweise Gönningen und Bronnweiler (Abwasserzweck­verband Steinlach/Wiesaz, 115.000 Einwohnergleichwerte (EWG)) entsorgt.

Die Planung

  • Mit Generellen Entwässerungsplänen (GEP) wird das gesamte Kanalnetz (zum Beispiel eines Stadtteils) hydraulisch überrechnet, um eventuelle Engpässe nachweisen und den dort erforderlichen Rohrquerschnitt festlegen zu können. In diesen Überlegungen werden auch alternative Ableitungsmöglichkeiten und Rückhaltemaßnahmen untersucht, um die wirtschaftlichste Alternative finden zu können.
  • Nicht nur in Neubaugebieten werden neue Kanäle benötigt. Auch unterhalb können neue Kanäle erforderlich werden, weil durch das zusätzlich abgeleitete Wasser die bestehenden Kanäle zu klein sein können.
  • Ein Rückstau aus dem öffentlichen Abwasserkanal kann allerdings nie ganz ausgeschlossen werden, weil die Rohre nur für bestimmte Regenereignisse ausgelegt werden können. Extreme Starkniederschläge können dazu führen, dass das Regen­wasser im Kanal so hoch steigt, dass es in angeschlossenen Keller eindringt.
  • Hinweis: Link auf Merkblatt Rückstau
  • Je nach Belastung können Kanäle sehr lange in Betrieb bleiben. Unsere ältesten Kanäle sind Ende des 19. Jahrhunderts gebaut worden.
  • Alle Haltungen werden regelmäßig mit einem Kameraroboter befahren, ihr Zustand in Bezug auf Dichtigkeit und Standsicher­heit dokumentiert und bewertet.
  • Dort, wo Kanäle bauliche Schäden aufweisen, müssen sie saniert werden, damit kein Abwasser austritt, aber auch kein sauberes Wasser in den Kanal eindringen kann.
  • Die Sanierung kann punktuell oder auf der ganzen Länge von innen mit Hilfe von Robotern erfolgen. Dort, wo eine Innen­sanie­rung zu aufwändig oder nicht sinnvoll ist, werden die alten Kanäle durch neue ersetzt.
  • Bei der Kanalplanung werden auch die Planungsüberlegungen vieler anderer Berei­che (Straße, Stadtplanung, Grünwesen, Versorgungsträger etc.) mit berücksichtigt, um in jedem Fall eine wirtschaftliche Bearbeitung und Abwicklung zu gewährleisten.

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