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Holzschnitte von Cees Andriessen


Die erste Ausstellung des Städtischen Kunstmuseums Spendhaus Reutlingen im neuen Jahr ist einem bedeutenden zeitgenössischen niederländischen Künstler gewidmet. Vom 26. Januar bis zum 6. April zeigen wir die Ausstellung Cees Andriessen. das Auge unsichtbar.
Cees Andriessen zählt in den Niederlanden zu den bedeutendsten Künstlern seiner Generation. 1940 in Wageningen geboren, studierte er in Nijmegen und Arnheim und lebt und arbeitet heute in Apeldoorn. Cees Andriessens künstlerisches Medium ist das Papier und hier im Besonderen der Holzschnitt.

Gerade in Andriessens Druckgrafik haben Kritiker immer wieder den Ausdruck einer spezifisch niederländisch-calvinistischen Weltsicht sehen wollen: Seine Grafik ist weder narrativ noch illustrativ, sondern betont die Eigenart und Kraft des Bildes als sinnstiftenden Akt. Von strenger Komposition bestimmt, sind seine durchweg abstrakten, zumeist sparsam farbigen Holzschnitte außerordentlich klar und hinsichtlich der Bildelemente gleichermaßen prägnant wie reduziert. In immer neuen Variationen durchziehen mächtige, an Archetypisches erinnernde Bildzeichen seine Blätter. Diese Zeichen sind vom Künstler mit großer Entschiedenheit und formaler Sicherheit auf die weiten Flächen des Japanpapiers gesetzt – Zeichen, die sich berühren und im Dialog mit dem einzelnen Blatt ganz unmittelbar auch den Betrachter berühren. „Seine Grafiken sind visuelle Welten, in die der gesamte Lebensprozess Eingang findet, in die Körperlichkeit, die Spur der Lebenserfahrung, und intellektueller Einsatz, die Erkenntnis durch Lebenserfahrung, gleichermaßen einfließen.“ (Erik Schönenberg)

Das Kunstmuseum zeigt in seiner Ausstellung, die ihren Titel von einem dem Künstler gewidmeten Gedicht von Andreas Altmann hat, eine Auswahl von Holzschnitten und Zeichnungen des Künstlers aus den vergangenen zehn Jahren.
Die Ausstellung wird von der Botschaft des Königreichs der Niederlande in Deutschland gefördert.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Kerber-Verlag Bielefeld/Leipzig.

Ausstellungseröffnung: 25. Januar 2008

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