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Newsletter Dezember 2019 / 2


Urkundenbuch erschienen      
                                                                                                                                                                                                                                                     


Am 6. Dezember wurde der erste Teil des Reutlinger       Reutlinger Urkundenbuch Teil 1
Urkundenbuchs mit den urkundlichen Quellen bis 1399 im Rahmen eines Kolloquiums im Großen Sitzungssaal des Rathauses vorgestellt.                     
 
Frau Professorin Dr. Sigrid Hirbodian vom Tübinger Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften legte an ein paar Beispielen dar, welche Auswertungsmöglichkeiten diese Quellen etwa für die Erforschung geistlicher Frauengemeinschaften bieten. Professor Dr. Wilfried Schöntag, früherer Leiter der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, stellte erstmals im lokalen Rahmen seine Erkenntnisse aus der Beschäftigung mit den sog. Marchtaler Fälschungen für die Reutlinger Stadtgeschichte vor. Diese sind nicht unbeträchtlich, so ergeben sich etwa interessante Details für die Frühgeschichte der Stadt mit dem Marchtaler Hof als geistlichem Zentrum und darüber hinaus wird die festgefügte Vorstellung einer „Schlacht im Swiggerstal“ 1235 zwischen den Anhängern Kaiser Friedrichs II. und seines Sohnes Heinrich erschüttert. Man darf gespannt auf die Publikation
sein, die 2021 im Rahmen der Geschichtsblätter erscheinen soll. Schließlich warf Dr. Kreutz, Bearbeiter des Urkundenbuchs, Licht auf die Kontakte zwischen den Schwester-Reichsstädten Esslingen und Reutlingen vor der Kulisse der Städtebünde.
 
Das neu erschienene Buch ist ab sofort im Buchhandel und im Stadtarchiv erhältlich.
 
Reutlinger Urkundenbuch I. Die Urkunden bis 1399
Bearb. von Bernhard Kreutz, hrsg. vom Stadtarchiv Reutlingen,
Reutlingen 2019. Hardcover, 630 Seiten
ISBN  978-3-939775-74-4
Preis: 60,- Euro
 
 
 
Nachbarschaftsinitiative Jos-Weiß-Straße
 
Wie aus der Presse bekannt, widmet sich eine Initiative von Anwohnern der „Stadtmauerhäuser“ in der Jos-Weiß-Straße dem Erhalt des denkmalgeschützten Ensembles angesichts aktueller Umbaupläne. Dazu werden auch Unterschriften gesammelt. Themen sind ebenso die Geschichte der Stadtmauer und der Stadtmauerhäuser und vor diesem Hintergrund die baulichen Veränderungen in dem „romantischen Winkel“ zwischen Eisturm und Stadtmauer.
 
Kontakt: jos-weiss-reutlingen@web.de
Facebook: „Nachbarschaftsinitiative Jos-Weiss-Strasse Bleiben lassen ?!“
 
 
 
75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz
 
Der Geschichtsverein beteiligt sich seit einer Reihe von Jahren an Veranstaltungen um den Jahrestag am 27. Januar, der auf Anregung von Bundespräsident Roman Herzog als Tag der Opfer des Nationalsozialismus begangen wird. Aus Anlass des 75. Jahrestags der Auschwitzbefreiung wird im kommenden Jahr am 27.1. um 18:00 Uhr zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung in den Spitalhof eingeladen. Darüber hinaus finden im Januar und Februar Einzelveranstaltungen statt, darunter die des Geschichtsvereins am 23.1. mit dem auch im neuen Halbjahresprogramm angekündigten Vortrag Dr. Karl Kleinbachs. Schon am Dienstag, 21.1. gibt es in der Stadtbibliothek um 19:30 Uhr einen Vortrag der Celan-Expertin Dr. Barbara Wiedemann zu Paul Celans Selbstverständnis als Jude im Spiegel seiner Briefe.
 
Alle Veranstaltungen zu diesem Jahrestag enthält ein Infoblatt, das bei der ACK Reutlingen erhältlich ist. Kontakt: martin.burgenmeister@elkw.de.





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Tel.: 07121/303-2386
E-Mail: geschichtsvereien@reutlingen.de
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