Aktuelles

Newsletter Juli 2020


Herbstprogramm


Mit der Lockerung der Beschränkungen im täglichen Leben ist es möglich, für das zweite Halbjahr wieder ein gedrucktes Programm vorzubereiten, das den Mitgliedern in den nächsten Wochen zugehen wird.
 
Dank gilt in diesem Zusammenhang der Reutlinger Volkshochschule, die organisatorisch dafür Sorge trägt, dass Vorträge am gewohnten Ort unter Beachtung der jeweils gültigen Hygiene- und Abstandsregeln stattfinden können. Dies wird voraussichtlich bedeuten, dass die Zahl der Besucher im Saal der Volkshochschule begrenzt werden muss, sodass eine Voranmeldung empfohlen wird. Die Volkshochschule ist außerdem dabei, Vorträge für Angemeldete auch im Livestream verfügbar zu machen.
 
Leider können die gewohnten Ausfahrten nach heutigem Stand noch nicht stattfinden. Wenn sich hier kurzfristig Möglichkeiten gemeinsamer Veranstaltungen zeigen, werden Sie über unseren digitalen Newsletter auf dem Laufenden gehalten. Um diesen Programmteil aber nicht ganz entfallen zu lassen, werden einige wenige Führungen vorbereitet. Der zu Redaktionsschluss noch nicht bekannte Preis der Ausfahrt „Kunst in Herrenberg“ beträgt nach Mitteilung der Volkshochschule 32,00 Euro.
 
 

Ausschusssitzung


Der Ausschuss des Vereins traf sich nach den Coronabeschränkungen erstmals wieder in etwas verkleinerter Runde am 16. Juli im Wechselausstellungsraum des Heimatmuseums. Neben den üblichen Berichten ging es vor allem um die Zukunft des Schiedweckenabends in der Stadthalle. Zu diesem wichtigen Thema wird noch eine Information im Rahmen unserer für die zweite Jahreshälfte geplanten Mitgliederversammlung erfolgen.

Die Mitgliederversammlung wird im November oder Anfang Dezember stattfinden. Aufgrund der dann sicherlich noch gültigen Abstandsregeln werden wir uns abweichend von den letzten Jahren in einem größeren Saal treffen.

Der Vorsitzende Prof. Wolf gratulierte bei der Gelegenheit dem langjährigen Vereinsmitglied Heidi Stelzer, die zusammen mit Karin-Anne Böttcher mit dem Nane-Merkh-Preis der Reutlinger Frauengeschichtswerkstatt für ihre Tätigkeit im Rahmen des Fördervereins Friedhof Unter den Linden ausgezeichnet worden ist.

Dr. Ströbele, der als Leiter von Kulturamt und Heimatmuseum im September ausscheiden wird, dankt der Vorsitzende für die gute Zusammenarbeit und vielfache Unterstützung der Vereinsarbeit. Erfreulicherweise ist er bereit, auch über die jetzige Wahlperiode hinaus im Gremium mitzuwirken.



Infotafel „Adrula“ zur Zwangsarbeit in Reutlingen


Über die bewusste Zerstörung der an das Zwangsarbeiterlager bei der früheren Firma Emil Adolff (Justinus-Kerner-Straße gegenüber dem alten Bauhaus) erinnernde Tafel ausgerechnet zum Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai hat die Presse informiert. Die öffentliche Anteilnahme äußerte sich in zahlreichen Meldungen und Rückfragen. Inzwischen wurde die Tafel durch die Stadtverwaltung erneuert. Ihr Text lautet:
 
Während des Zweiten Weltkriegs waren im Reutlinger Stadtgebiet annähernd 4000 ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen beschäftigt. Über 100 von ihnen fanden den Tod.
 
An dieser Stelle befanden sich die acht Baracken des Arbeitslagers "Adrula" (Russenlager der Firma Emil Adolff), in denen mehrere hundert Frauen und Männer untergebracht waren.
 
Wir gedenken ihrer.

 
In diesem Zusammenhang wurde beim Geschichtsverein angeregt, gelegentlich der geplanten Neunutzung des einstigen Firmengeländes eine historische Information zur Geschichte der Firma Emil Adolff anzubringen. Schon heute ist die Firmengeschichte eine Station der von Schülerinnen und Schülern erarbeiteten App „Orte der NS-Zeit in Reutlingen“.
 
https://www.reutlingen.de/de/Kultur-Bildung/Stadtarchiv/Stadtgeschichte/Orte-der-NS-Zeit-in-Reutlingen
 
Außerdem enthält das Industriemagazin in der Eberhardstraße Informationen zu diesem für die Reutlinger Industriegeschichte bedeutsamen Unternehmen.
 


Neues Filmangebot des Hauses der Geschichte zu Hagenlocher und Schlotterbeck: „Sie kann ja nichts für ihren Vater“


Zwei Frauen begegnen sich im „Hotel Silber“, der ehemaligen Zentrale der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in Stuttgart: Die eine, Wilfriede Heß, ist die Tochter der Kommunistin Gertrud Lutz, geborene Schlotterbeck. Gertrud Lutz unterstützte die Widerstandsgruppe um ihren Bruder Friedrich Schlotterbeck. Die andere, Ingrid Hagenlocher, ist die Tochter des Gestapo-Beamten Alfred Hagenlocher. Ihr Vater ermittelte 1944 gegen die Gruppe Schlotterbeck. Hagenlocher war mitverantwortlich für die Ermordung von Gertrud Lutz und fast aller Mitglieder der Gruppe. Die beiden Frauen wussten Jahrzehnte lang nichts voneinander. In Stuttgart sprechen sie über die Mutter und den Vater, über ihre Familien. Und sie sprechen über sich und die Spuren, die die Ereignisse am Ende der NS-Diktatur in ihrem Leben hinterlassen haben. Der Dokumentarfilm ist von Regisseur und Autor Hermann G. Abmayr. Die DVD kann im Online-Shop des Hauses der Geschichte für 5,- Euro erworben werden unter https://www.hdgbw.de/das-museum/publikationen/shop/#medien.






Geschäftsstelle des Reutlinger Geschichtsvereins
Kontakt
Tel.: 07121/303-2386
E-Mail: geschichtsverein@reutlingen.de
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