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Ab sofort Schnelltests für Personal von Kindertageseinrichtungen und Schul-Fördervereinen


Zweimal pro Woche beim Arzt oder in der Apotheke einen Corona-Schnelltest machen – so lautet die Maßgabe der Regierung an das Kita-Personal im Land. „Wie das aussehen soll, wurde bis heute nicht konkretisiert. Es gibt keine Vorgaben, außer, dass die Tests über die örtlichen Strukturen, also über Ärzte und Apotheken, erfolgen sollen. Die Strukturen dafür sind aber nicht vorhanden“, so Oberbürgermeister Thomas Keck. Die Stadt Reutlingen geht deshalb einen eigenen Weg: Die rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 60 städtischen Kindertageseinrichtungen sollen sich in den Einrichtungen selbst testen können. Je nach Größe der Einrichtung wurden zwei bis vier Mitarbeitende jeder Kita und damit insgesamt 180 Personen von Feuerwehrarzt Dr. Markus Böbel in Theorie und Praxis geschult. Sie werden ab sofort regelmäßig ihre Kolleginnen und Kollegen auf das Virus testen. Die Schnelltest-Boxen mit dem nötigen Equipment wurden von der Feuerwehr zusammengestellt.

Doch nicht nur das Personal der städtischen Kindertageseinrichtungen profitiert: Die Stadt hat den freien Trägern ein Unterstützungsangebot unterbreitet. Auch sie können ihre ebenfalls rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Feuerwehr schulen lassen, ebenso die Reutlinger Schulfördervereine. „Ziel der Schnelltest-Strategie ist es, einen maximalen Schutz für Kinder und Erzieher aufzubauen“, betont Sozialamtsleiter Joachim Haas.

Auch für Lehrkräfte und Abschlussklassen gilt die Vorgabe von zwei Schnelltests pro Woche. Zwar ist die Stadt für die 34 Reutlinger Schulen nicht zuständig, trotzdem hat die Stadt Unterstützung angeboten: „Sollten die Schulen die Unterstützung der Stadt benötigen, stehen wir parat mit Schulungen und Bereitstellung von Tests. Übergangsweise könnte auch das Angebot in der Stadthalle auf die Schulen ausgeweitet werden“, so Keck.

Vorsorglich hat die Stadt 10.000 Schnelltests aus der Notreserve des Landes abgerufen. Insgesamt nimmt die Stadt, trotz leerer Kassen, 88.000 Euro – ohne Personalkosten – in die Hand, um möglichst sichere Betreuungsmöglichkeiten zu bieten und die notwendigen Tests nach den Vorgaben der Landesregierung durchführen zu können. Die Stadt geht dafür in Vorleistung: „Aber gegebenenfalls schicken wir die Rechnung an das Gesundheitsministerium“, stellt der Oberbürgermeister klar.

Die Schnelltest-Strategie für die Kitas ist dabei nur ein Teil der Reutlinger Test-Strategie zur Pandemiebekämpfung. Auch die Schnelltests für alle Bürgerinnen und Bürger sowie die Tests in Alten- und Pflegeheimen beziehungsweise für deren Besucher gehören zur Gesamtstrategie. Für die Landtagswahlen am 14. März stellt die Stadt ebenfalls kostenlose Schnelltests für die 700 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer zur Verfügung.

Oberbürgermeister Thomas Keck erklärt die Teststrategie für Reutlinger Kitas beim Pressetermin in der Feuerwache

Feuerwehrarzt Dr. Markus Böbel macht einen Schnelltest bei Susanne Braun, Leiterin der Kita Aachener Straße

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