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REZ unterstützt Stadt Reutlingen auf dem Weg in die Klimaneutralität


Der Konzern Stadt Reutlingen möchte klimaneutral werden. Was muss dazu angestrebt, geplant und umgesetzt werden? Und wie gestaltet man den Weg dahin, dass Klimaneutralität für alle Akteur*innen der Stadtverwaltung und der wesentlichen Beteiligungen eine Selbstverständlichkeit wird? Die Stadt Reutlingen hat sich entschieden, diesen Weg  mit dem  Klima-RT-LAB zu gehen und gemeinsam den dafür erforderlichen Transformationsprozess zu gestalten. 

„In den vier Handlungsfeldern Energie, Gebäude/Betriebe, Mobilität und  Handeln wollen wir gemeinsam den Weg in die Klimaneutralität erforschen“, so Projektleiterin Prof. Dr. Sabine Löbbe vom Reutlinger Energiezentrum für Dezentrale Energiesysteme & Energieeffizienz (REZ) der Hochschule Reutlingen: „Gemeinsam mit dem Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart und Dialogik, Gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbH – und natürlich mit der Stadt Reutlingen startet das Vorhaben mit einer Laufzeit von drei Jahren offiziell zum 1. März 2021.“. Die Projektpartner freuen sich über die Förderung ihres Reallabors durch das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Kultur Baden-Württemberg (MWK).

„Klimaschutz ist eines der zentralen Themen unserer Zeit. Die Reallabore ‚made in BW‘ tragen hierzu als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit ihren Projekten einen entscheidenden Teil bei.  Mit dem Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 leistet die Hochschule Reutlingen zusammen mit dem Konzern Stadt Reutlingen einen wichtigen Beitrag zu einer klimafreundlichen Zukunft. Im geplanten Klima-RT-LAB soll der nun dafür erforderliche Transformationsprozess erforscht, begleitet und unterstützt werden und so Reutlingen als klimaneutrale Stadt eine Vorreiterrolle einnehmen“, sagte die Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

„Die Stadt Reutlingen verstärkt ihre Anstrengungen im Transformationsprozess hin zur Klimaneutralität“, so Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck, und spricht damit nicht nur für die Stadtverwaltung, sondern auch für die städtischen Beteiligungen und Betriebe, die GWG – Wohnungsgesellschaft Reutlingen mbH Reutlingen, die Reutlinger AltenHilfe gGmbH, die Stadtwerke Reutlingen GmbH, die Stadtentwässerung Reutlingen (SER), die Stadthalle Reutlingen GmbH und die Technischen Betriebsdienste Reutlingen (TBR). Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA BW) steht dem Projekt mit Rat und viel Erfahrung zur Seite.

Zu den bisher identifizierten Maßnahmen, die genauer untersucht werden sollen, gehören eine städtische Strom-Gemeinschaft mit möglichen Photovoltaik-, Wasserstoff- und Klein-BHKW-Anwendungen, die Unterstützung der Wärmeversorgung hin zu mehr erneuerbaren Energien, Abwärmenutzung und Energiesparen, die Optimierung der städtischen Gebäude und Infrastruktur, mehr Innovation und ein verändertes Nutzerverhalten im Fuhrpark und schließlich ein energie- und ressourceneffizientes Verhalten und Handeln in der Verwaltung und allen Betrieben.

Partizipation wird im Reallabor ganz großgeschrieben: „Reallabor-Forschung heißt, transdisziplinär zu arbeiten - also Forschung mit Praxis gemeinsam. Die Hochschule Reutlingen will Nachhaltigkeits- und Reallabor-Forschung gemeinsam mit starken Partnern wie IER, Uni Stuttgart, Dialogik und KEA gemeinsam vorantreiben“, so die Vizepräsidentin Forschung der Hochschule Reutlingen, Prof. Dr. Petra Kluger.

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