Aktuelles

Newsletter April 2021


Vortrag

Am Donnerstag, 22. April 2021 gibt es um 20:00 Uhr einen Onlinevortrag unseres Vorsitzenden Prof. Roland Wolf über

Stadtarchiv S 50 Nr. 28

Die Hungerkrise nach dem Krieg in Reutlingen und in Südwürttemberg 1945 – 1948.

Die Hungerkrise, die die Bevölkerung in Südwürttemberg nach der Beseitigung des nationalsozialistischen Systems ebenso traf wie ein Drittel der Weltbevölkerung, warf für die Betroffenen eine Reihe von Problemen und Fragen auf. Wie überlebt man diesen Alltag, wo liegen die Ursachen, und wie kann man mitten in der Krise einen Neuanfang finden? Die Zeit des „Hungerwinters“ hat ebenso wie die gesamte Nachkriegszeit zu unterschiedlichen Narrativen geführt, die kritisch gewürdigt werden müssen.

Organisatorische Hinweise

Der Vortrag wird ausschließlich im Livestream über „Zoom“ übertragen. Anmeldungen sind ab sofort bei der Volkshochschule per Telefon (07121/336-121) oder per E-Mail (info@vhsrt.de) möglich. Sie erhalten dann die Zugangsdaten mitgeteilt.

Ausstellung zum Kriegsende 1945 und Film April 1945 – „Das Kriegsende im Landkreis Reutlingen“

Die für Anfang April vorgesehene Premiere des Dokumentarfilms „Kriegsende im Kreis Reutlingen“ musste nochmals aufgeschoben werden. Die ebenfalls für April geplante Ausstellungseröffnung des Heimatmuseums "Kriegsende? Kriegsende!" ist nun für Sonntag, 22. Mai 2021 vorgesehen. Redner ist der frühere Leiter des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg, Prof. Dr. Thomas Schnabel. Auch französische Gäste sollen, sofern die Pandemielage dies zulässt, zugegen sein.

Veranstaltungsabsagen

Der Gönninger Tag zu Tulpen und Samenhandel am 1. Mai sowie die Ausfahrt Chorturmkirchen am 12. Juni müssen leider entfallen.

Mitgliederversammlung 2020

Die online nachgeholte Mitgliederversammlung am 17. März 2021 hat neben dem üblichen Berichtswesen intensiv auch die Zukunft der Schiedweckenabende in der Stadthalle diskutiert. Es bestand Einvernehmen, an dem bisherigen Rahmen in der Stadthalle festzuhalten, allerdings müssen neue Finanzquellen erschlossen werden. Erfreulicherweise gibt es hier schon erste positive Signale, doch möchten wir auch wegen Spenden auf die Gäste dieses Reutlinger Traditionsabends zugehen. Das Vortragsthema wird sich dann 2022 um das geplante Buch zu den Bezirksgemeinden drehen, das noch in diesem Jahr aus Anlass von 50 Jahren Gemeindereform erscheinen soll.

Außerdem werden die Eintrittspreise für die Vorträge, die zusammen mit der Vhs in deren Räumen veranstaltet werden an die üblichen Preise der Volkshochschule angepasst. Vereinsmitglieder bezahlen künftig 5 Euro (bisher 3), Nichtmitglieder 8 Euro (bisher 6).

Der Schatzmeister weist darauf hin, dass sich durch die Fusion der Volksbank Reutlingen auch die IBAN geändert hat. Die betroffenen Mitglieder des Geschichtsvereins werden, so noch nicht geschehen, um Mitteilung der neuen Bankverbindung gebeten.

Schwörtagsvortrag 2021

Der diesjährige Schwörtagsvortrag am Freitag, 16. Juli kann nach derzeitigem Stand nur in hybrider Form stattfinden. Inzwischen liegt die Zusage von Frau Landtagspräsidentin Muhterem Aras vor, die zu Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt gerade auf kommunaler Ebene sprechen wird.

Weitere Veranstaltungen

Im letzten Newsletter wurde auf das Jubiläum 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland hingewiesen. Passend dazu bietet das Tübinger Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften im Sommersemester 2021 eine auch online zugängliche Ringvorlesung „Jüdisches Schwaben. Neue Perspektiven auf das Zusammenleben von Christen und Juden“ an.

Die Vortragsreihe findet jeweils Mittwoch um 18.15 Uhr rein online statt, der Zugang wird noch bekannt gegeben. Auch zu Reutlingen ergeben sich Bezüge: Professor Wilfried Setzler berichtet am 23. Juni über die Geschichte der Wankheimer jüdischen Gemeinde, von der bekanntlich im 19. Jahrhundert auch einige Familien nach Reutlingen zogen. Unser Vereinsmitglied Dr. Stefan Knödler ist schon eine Woche eher dran und spricht über „Berthold Auerbach: Vom Studenten der mosaischen Theologie in Tübingen zum Schriftsteller von Weltruhm.“ Die Schlussdiskussion mit Angehörigen der jüdischen Gemeinschaft und dem Beauftragten der Landesregierung gegen Antisemitismus thematisiert am 14. Juli die aktuelle Situation von Juden in Baden-Württemberg.

Weitere Informationen: https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/geschichtswissenschaft/seminareinstitute/geschichtliche-landeskunde-und-historische-hilfswissenschaften/forschung/arbeitsgemeinschaften-und-arbeitskreise/ak-juedische-geschichte/

Landkreis unterstützt Jugendguides

Das Kreisarchiv Reutlingen teilt mit, dass der Landkreis auch dieses Jahr in Kooperation mit dem Landkreis Tübingen Jugendliche und junge Erwachsene zu Jugendguides ausbildet, die sich anschließend für das Erinnern an NS-Verbrechen vor Ort engagieren.

Während der Corona-Pandemie werden die Jugendlichen zwischen 15 und 23 Jahren vorwiegend in digitaler Form qualifiziert. Ziel ist es, dass die Jugendlichen Gruppen etwa in Gedenkstätten führen. Dabei vermitteln sie nicht nur Wissen, sondern stellen auch dar, was sie persönlich motiviert. Der Bewerbungsschluss ist der 23. April 2021.

Weitere Infos: www.kultur-machen.de/Jugendguides.

Geschäftsstelle des Reutlinger Geschichtsvereins
Kontakt
Tel.: 07121/303-2386
E-Mail: geschichtsverein@reutlingen.de
www.reutlinger-geschichtsverein.de

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