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114 Tage lang unermüdlich auf den Beinen


Schokoladiger Dank vom OB: Thomas Keck, Finanzbürgermeister Alexander Kreher und Feuerwehrkommandant Harald Herrmann mit den freiwilligen Helfenden.Am 6. Februar öffnete das Zentrum seine Pforten. "Es war richtig und wichtig, dass die Stadt frühzeitig eingesprungen ist", bilanzierte Oberbürgermeister Thomas Keck, "wir haben dazu beigetragen, Covid- Infizierte zu identifizieren und so Infektionsketten zu stoppen".

17 Wochen, das macht 114 Tage, in denen die freiwilligen Helferinnen und Helfer unermüdlich zum Wohl ihrer Mitmenschen auf den Beinen waren, um fast 44.000 Schnelltests durchzuführen: "Das ist eine großartige Leistung, für die ich mich heute, am Ende des letzten Öffnungstags unseres von der Feuerwehr Reutlingen organisierten Schnelltestzentrums, ganz herzlich bedanken möchte", so Keck, der den eigens für die Tests geschulten Mitgliedern der Einsatzabteilungen der freiwilligen Feuerwehr und des DRK-Ortsvereins eine schokoladige Überraschung mitgebracht hatte.  Dass das freiwillige Angebot, das zunächst aus dem städtischen Haushalt finanziert werden musste, auch bei der Bürgerschaft großen Anklang fand, ließ sich an den langen Schlangen ablesen, die sich regelmäßig auf dem Vorplatz der Stadthalle bildeten. "Ich habe sehr viel positive Resonanz erhalten", resümierte der Oberbürgermeister, "viele Testlinge bescheinigten den Helferinnen und Helfern, dass sie freundlich, zuvorkommend, motiviert waren".

Zunächst an drei Tagen und ab dem 15. März an sechs Tagen wöchentlich konnten sich die Menschen hier testen lassen. 
Das Pensum steigerte sich rasch von 150 Tests auf durchschnittlich 600 Tests täglich. Am Samstag vor Pfingsten, also dem Tag, an dem die Gastronomen nach langer Durststrecke endlich wieder Gäste empfangen durften, waren es sogar 1.500 Tests. Zurzeit sind es nur noch rund 250 bis 300 Tests täglich. Von den knapp 44.000 Tests waren nur knapp über 200 positiv.

Aufgrund der Lockerungen bei einer Inzidenz unter 35 seit dem 9. Juni hat der Verwaltungsstab "Corona" der Stadt Reutlingen beschlossen, das Schnelltestzentrum in der Stadthalle ab dem kommenden Montag, 14. Juni, nicht mehr anzubieten. Ausschlaggebend für unsere Entscheidung, das Testzentrum zu schließen, war neben dem Wegfall vieler Testpflichten,  dass die Verfügbarkeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ausgereizt ist. Der Übungsbetrieb der Feuerwehren und des DRK-Ortsvereines soll wieder hochgefahren werden, auch das Geschehen in den Vereinen wird wieder lebhafter. Und auch die Stadthalle selbst wird wieder mehr Veranstaltungen anbieten, sodass die Räumlichkeiten nur noch begrenzt zur Verfügung stehen.

Für die Durchführung von noch notwendigen Schnelltests stehen in der Stadt weiterhin 14 private Teststellen zur Verfügung, auch Ärzte und Apotheken bieten weiterhin Tests an. Das Testangebot mit dem Schnelltestbus soll vorerst noch bis zum 30. Juni weiter aufrecht erhalten werden. Hier gab es bislang übrigens weitere 13.800 Tests durchgeführt, davon 15 positiv.

"Die „dritte Welle“ ist gebrochen", sagte der Rathaus-Chef, "die Testpflicht gibt es in vielen Bereichen nicht mehr, auch bei uns in Reutlingen sind immer mehr Menschen geimpft, sodass ich glaube, dass wir heute guten Gewissens die Pforten des Testzentrums schließen können".

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