Aktuelles

Newsletter Juli 2021


Schwörtagsvortrag am 16. Juli 2021 um 19.00 Uhr online

Demokratie braucht Vielfalt

Muhterem Aras MdL, Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg

Muhterem Aras

Der frisch in die nationale Kulturerbeliste aufgenommene Reutlinger Schwörtag kann auch in diesem Jahr aus bekannten Gründen nur eingeschränkt begangen werden. Erfreulicherweise kann aber der Schwörtagsvortrag, der traditionell am Beginn des Wochenendes steht und an dem unser Verein bekanntlich maßgeblich beteiligt ist, zumindest in hybrider Form stattfinden. Wie schon mitgeteilt, dürfen wir uns in diesem Jahr auf einen Vortrag von Landtagspräsidentin Muhterem Aras freuen. Frau Aras ist seit 2011 Abgeordnete des Landtags von Baden-Württemberg, seit 2016 ist sie Landtagspräsidentin. In dieser verantwortungsvollen Position für unsere Demokratie im Südwesten ist Frau Aras nach der diesjährigen Landtagswahl unlängst wieder bestätigt worden.

Zum Vortragsthema heißt es: „Wir leben in einer vielfältigen Gesellschaft. Menschen unterscheiden sich durch Geschlecht, Alter, Herkunft, Hautfarbe, Glauben und vieles mehr. Unsere freiheitliche Demokratie baut auf diese Unterschiede. Sie braucht die Vielfalt der Perspektiven für einen gelungenen Entwurf der Zukunft. Diese demokratische Haltung ist kein Phänomen der Neuzeit. Unsere demokratischen Traditionen reichen mehrere Jahrhunderte zurück. Insbesondere der Reutlinger Schwörtag zeigt, wie tief die Wurzeln unserer Demokratie reichen. Wir sehen: Unsere Demokratie ist stabil und muss sich doch verändern, um lebendig zu bleiben.“

Wie gewohnt wird Oberbürgermeister Keck begrüßen und unser Vorsitzender Prof. Wolf zum Schluss ein Wort des Dankes sagen. Die Veranstaltung findet mit Unterstützung der Volkshochschule hybrid statt. Leider ist nur eine sehr kleine Präsenz-Teilnehmerzahl möglich. Sie können Frau Aras jedoch bequem von zu Hause aus im Livestream über die städtische Seite www.reutlingen.de/schwoertag verfolgen. Dort ist ein Button eingestellt, der Sie mit der Veranstaltung verbindet.

Geschichtsvereinsprogramm 2. Halbjahr 2021

Das neue Halbjahresprogramm befindet sich bereits im Druck und wird den Mitgliedern wie gewohnt zur Sommerzeit zugehen. Schwerpunkte sind die beiden diesjährigen Jahrestage, der 175. Todestag von Friedrich List sowie die Berufung Matthäus Albers als Prediger an die Marienkirche vor 500 Jahren. Doch auch zeitgeschichtliche Themen werden in Vorträgen aufgegriffen, darunter ein aktueller Blick des Tübinger Kulturwissenschaftlers Thomas Thiemeyer auf Erinnerungskultur und Erinnerungspraxis heute.

Wenn Sie weitere Faltblätter benötigen, etwa zum Verteilen an Freunde und Bekannte, kommen Sie bitte jederzeit auf die Geschäftsstelle zu. Zumindest die Vortragsveranstaltungen sind bereits jetzt auf unserer Homepage eingestellt:

https://www.reutlingen.de/de/Kultur/Stadtarchiv/Geschichtsverein/Veranstaltungen

Geschichtsblätter NF 59 erschienen

Mit einiger – coronabedingten – Verspätung ist der Geschichtsblätterjahrgang 2020 nun versandt worden. Falls er bei Ihnen noch nicht angelangt sein sollte kontaktieren Sie bitte die Geschäftsstelle.

Weitere Veranstaltungen

Jüdische Gemeinde

Im Rahmen des Festjahres „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ findet am Montag, 5. Juli um 19:30 Uhr im Matthäus-Alber-Haus ein Gesprächsabend mit jüdischen Bürgerinnen und Bürgern aus Reutlingen statt.

Programm

Musikalische Eröffnung: Nikola David
Begrüßung durch den Moderator Frieder Leube
Grußworte von Oberbürgermeister Thomas Keck und Pfarrer Jochen Maurer, Pfarrer für das Gespräch zwischen Christen und Juden der Evang. Landeskirche in Württemberg
Gesprächsrunde mit Maria Tušak (Reutlingen), Prof. Dr. German Nemirowski (Reutlingen), Michael Kashi (IRGW Stuttgart), Binnas Altan (Reutlingen). Moderation: Frieder Leube.

Im Anschluss (ca. 21.40 Uhr) sind Publikumsfragen möglich. Der Ausklang mit Begegnungen bei Getränken und Gebäck ist von der Pandemielage abhängig. Eine Anmeldung wird beim Evangelischen Bildungswerk erbeten. Bitte nutzen Sie dazu das Buchungssystem unter

www.evang-bildung-reutlingen.de

Stolperstein für Dr. Hans Martin Berger (1889 – 1967) am Friedrich-List-Gymnasium

Am 9. Juni verlegte der bekannte Künstler Gunter Demnig in der Kanzleistraße vor dem Schwörhof einen Stolperstein für den Lehrer Dr. Hans Martin Berger. Der Historiker, Romanist und Altphilologe lehrte bis 1933 am heutigen FLG, wurde dann aus der Heimat vertrieben und konnte sich zu Kriegsbeginn von Danzig aus durch Flucht nach England retten. 1949 kam er nach Deutschland zurück und war dann bis zu seiner Pensionierung Lehrer am Johannes-Kepler-Gymnasium.

Unser Vereinsmitglied Christoph Sennert, selbst früher Lehrer am „Kepi“ und Stadtführer, hatte die Stolpersteinverlegung nach der ersten derartigen Aktion für die Familie Maier in der Kaiserstraße angeregt. Unterstützt von der Schulleiterin Susanne Goedicke, widmete sich die Geschichtslehrerin am FLG, Sabine Thoma-Hass, mit einem Geschichts-Neigungskurs dem Thema. Auch coronabedingt verzögerte sich die Verlegung, nun sind die ersten Termine mit dem Künstler selbst wieder möglich gewesen.

Stolperstein

Die Vita Bergers, der 1914 zu einem geschichtlichen Thema über die religiösen und geistesgeschichtlichen Bezüge der Französischen Revolution in Freiburg promoviert hatte, sind in dem Buch „Es gab Juden in Reutlingen“ von Karin-Anne Böttcher und Bernd Serger bestens aufgearbeitet. Eine ihm gewidmete Station in der von den Schulen bearbeiteten App Orte der NS-Zeit in Reutlingen ist angedacht.

Geschäftsstelle des Reutlinger Geschichtsvereins
Kontakt
Tel.: 07121/303-2386
E-Mail: geschichtsverein@reutlingen.de
www.reutlinger-geschichtsverein.de

Nach oben