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Blühwiesen für die Artenvielfalt


Besonders deutlich zu erkennen ist dieses Ziel im Reutlinger Markwasen. Dort stellten Michael Göppinger, Abteilungsleiter beim Amt für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt, und seine Kollegin Tamara Ayoub gemeinsam mit Bio-Landwirt Thomas Fuhr der örtlichen Presse vor, wie sie das Angebot an Blühwiesen als nachhaltige Lebensräume für Bienen und andere Bestäuber ausweiten möchten.

In Grünanlagen, auf Kreisverkehren oder eben im Markwasen soll dies – sofern die Verkehrssicherheit nicht gefährdet wird – geschehen. Landwirt Fuhr ist seit 2019 in Kooperation mit der Verwaltung und Naturschutzverbänden für die Pflege der Blühwiesen im Markwasen verantwortlich. Pflege, so sind sich die drei Experten einig, heißt bei Blühwiesen oft: auch nach der Zeit des bunten Blühens die Wiesen zunächst nicht zu mähen, sondern die Pflanzen stehenzulassen. Von diesem Verwilderungsprozess profitieren nicht nur Insekten, sondern auch Vögel, Amphibien und Kleinsäugetiere, die dort ebenfalls Unterschlupf und Nahrung finden.

„Das Thema Biodiversität wird uns in Zukunft immer stärker beschäftigen“, ist sich Michael Göppinger sicher. Doch nicht nur die Verwaltung könne ihren Beitrag leisten, auch Privatleute hätten die Chance, mit geringem Aufwand Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen. „Wir möchten die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren“, so Tamara Ayoub. Schon ein kleines Stück Wildwiese im eigenen Garten oder auf dem Gütle könne Bienen, Hummeln und Co. einen großen Nutzen bringen. Dafür empfehlen die Experten eine Samenmischung, die einen hohen Anteil mehrjähriger Pflanzen enthält.

Wer sich auf dem Spaziergang oder auf der Fahrrad-Tour über die Blühwiesen informieren möchte, findet ab sofort eine Hinweistafel am Wegesrand nahe des „Monte Kiki“. Informationen und Kontaktmöglichkeiten zur Verwaltung gibt es zudem auf www.reutlingen.de/bluehwiesen.

Blühwiesen_Tamara Ayoub, Michael Göppinger (m.) und Thomas Fuhr am Hinweisschild im Markwasen.jpg

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