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Baubürgermeisterin Angela Weiskopf und Erster Bürgermeister Robert Hahn offiziell ins Amt eingeführt


Von links: Erster Bürgermeister Robert, Baubürgermeisterin Angela Weiskopf und Oberbürgermeister Thomas Keck

Eine Sparmaßnahme nach dem Motto „Zwei Amtseinführungen zum Preis von einer" vor dem Hintergrund der desaströsen städtischen Finanzsituation? Nein, ganz so sei es nicht, so der Oberbürgermeister in seiner launigen Festrede: "Das hat den schlichten Hintergrund, dass Sie, liebe Frau Weiskopf, und Sie, lieber Herr Hahn, einiges gemeinsam haben - beispielsweise, dass der Gemeinderat Sie am gleichen Abend gewählt hat, in beiden Fällen mit einer beachtlichen Mehrheit."

Im Falle seines neuen ersten hauptamtlichen Stellvertreters sei die Wahl ein "gemähtes Wiesle" gewesen, weil der seit vor fast 18 Jahren zum Beigeordneten für den Geschäftskreis "allgemeine Verwaltung" gewählte passionierte Hobby-Koch "viel Gelungenes serviert" habe. "Ich bin mir sicher: Wenn ich die Amtsgeschäfte in Ihre Hände übergebe, kann ich gut schlafen!", so Thomas Keck.  Er sei froh, dass er Hahn als Ersten Beigeordneten an seiner Seite habe, wenn es darum gehe, die ambitionierten Ziele zum Wohle der Stadt zu erreichen. Der gebürtige Pforzheimer siedelte 1983 ins schöne Württemberg über. Stationen waren nach dem Jurastudium an der Universität Tübingen das Landratsamt in Tübingen und das Regierungspräsidium Stuttgart. Nach Innenministerium und Landtag im Dezember 2003 der Schritt zur Stadt Reutlingen.  Am 20. Mai 2021 wurde er mit zum Ersten Beigeordneten der Stadt Reutlingen gewählt.

In der gleichen Sitzung entschied sich der Gemeinderat auch mehrheitlich für die neue Baubürgermeisterin Angela Weiskopf. 
Seit die gebürtige Essenerin im August ihr neues Amt angetreten habe, habe sie sämtliche Mitarbeitenden des Baudezernats kennengelernt und sich in allen zwölf Bezirksrathäusern vorgestellt: "Und wenn Sie als gebürtige Essenerin so manches Mal möglicherweise einen Dolmetscher gebraucht hätten, so wissen Sie jetzt doch zumindest: ,Nichts ist geiler als Bronnweiler!' was selbstverständlich auch für die übrigen elf Stadtbezirke gilt", resümierte der Rathaus-Chef augenzwinkernd.

Auch die eigentliche „Feuertaufe“ habe Angela Weiskopf unbeschadet überstanden: "Die erste von Ihnen geleitete Sitzung des Ausschusses für Bauen, Verkehr und Umwelt war, so habe ich mir sagen lassen, nicht immer vergnügungssteuerpflichtig und ging mit einer Tagesordnung einher, die so manchen schwer verdaulichen Brocken umfasste und sich bis nach 22 Uhr hinzog."

Das Baudezernat sei federführend bei den drei städtischen „Megaprojekten“ wie der Rathaussanierung, dem Erhalt der historischen Häuserzeile Oberamteistraße und natürlich der Regional-Stadtbahn. Fachlich sei die von der Fraktion der Grünen und Unabhängigen vorgeschlagene neue Baudezernentin bestens dafür gerüstet, betonte der Oberbürgermeister. Nach dem Studium der Architektur an der RWTH-Aachen und der anschließenden Ausbildung zum höheren bautechnischen Verwaltungsdienst der Fachrichtung Städtebau im Land Baden-Württemberg übernahm sie nach Stationen in Architekturbüros bei der LEG Landesentwicklungsgesellschaft Baden-Württemberg die technische Projektleitung für die Umsetzung des Freiburger „Vauban-Geländes“. Auch das Gesicht unserer Nachbarstadt Tübingen prägte sie mit: Als stellvertretende Leiterin des Stadtplanungsamtes und ab 2007 als Leiterin der Fachabteilung Stadtplanung war sie unter anderem für städtebauliche Entwürfe, Rahmenpläne, Wettbewerbe, Planungsworkshops sowie für die „Leitlinien für eine nachhaltige Stadtentwicklung Tübingen 2030“ zuständig. Nach einem Abstecher in den Norden zur Freien Hansestadt Bremen, wo sie als Referatsleiterin für Stadtplanung und Bauordnung unter anderem das Innenstadtkonzept Bremen 2025, die Projektentwicklung eines Einkaufsquartiers im Zentrum und die Entwicklung des 14 Hektar großen Hulsberg-Quartiers mitverantwortete, kehrte sie in südlichere Gefilde zurück. Als Abteilungsleiterin Städtebauliche Planung Neckar bei der Landeshauptstadt Stuttgart entwickelte sie den NeckarPark mit, war am Neubaugebiet Schafhaus in Stuttgart-Mühlhausen und am IBA-Projekt Vernetzung Untertürkheim beteiligt.

Grußworte der Fraktionssprecherin der Grünen und Unabhängigen, Gabriele Janz, des Personalratsvorsitzenden Joachim Edenhuizen und natürlich der beiden Hauptpersonen selbst rundeten die kleine Feier ab, die Masika Nkom Ngo Pouhé und Alina Depperschmidt von der Musikschule Reutlingen musikalisch umrahmten.

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