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"Die Regionalstadtbahn passt super zu Reutlingen"


 Ein zukunftsträchtiger Spatenstich, der bei allen Beteiligten den "November-Blues" vertrieb: ENAG-Vorsitzender Carsten Strähle, Landrat Dr. Ulrich Fiedler, OB Thomas Keck, Eugen Höschele, Angela Weiskopf und Zweckverbands-Geschäftsführer Prof. Tobias Ber

Bereits im Dezember 2022 werden zwei neue Haltepunkte im Reutlinger Stadtgebiet ans Netz gehen. Neben dem Haltepunkt RT-Unlimited ist das die Haltestelle Bösmannsäcker, an der jetzt gebaut wird. Wie alle neuen Haltestellen entsteht sie an einer strategisch günstigen Stelle im Bestandsnetz der Deutschen Bahn. Unter anderem verbindet sie die Firma Bosch fußläufig mit dem Schienenverkehr, auch die Verbindung zur Hochschule wird besser. Dass der Spatenstich trotz dramatischer Entwicklung der Pandemie und novembertypischen Wetters in großer Besetzung erfolgte, hatte durchaus seine Berechtigung, unterstrich der Rathaus-Chef: "Wir versammeln uns hier, um der großen Bedeutung des Projekts für Reutlingen, aber auch für die gesamte Region Ausdruck zu verleihen." Für die Stadt Reutlingen stelle die Regionalstadtbahn einen wesentlichen Beitrag zur lokalen Verkehrswende dar. Es sei ein unglaublich chancenreiches Projekt mit nie dagewesener Komplexität, das nicht nur den Verkehr, sondern auch das Stadtbild neu gestalten werde.  "Die Stadtbahn passt super zu Reutlingen", zeigte sich Keck überzeugt, "in der ehemaligen Straßenbahnstadt wird die moderne Tram den ÖPNV - was Komfort und Attraktivität anbelangt - auf ein neues Level heben".

"Es ist ein gutes Gefühl, heute auf dieser Baustelle zu stehen", so Landrat Dr. Ulrich Fiedler. Nach der langen Planungsphase sei er froh, dass die Pläne nun Wirklichkeit werden: "Mit den beiden Haltepunkten haben wir das Modul 1 auf den Weg gebracht." Der Modul 1 genannte erste Umsetzungsschritt des Projekts umfasst die Elektrifizierung und Modernisierung der Bestandsstrecken von Herrenberg über Tübingen und Reutlingen bis nach Bad Urach. Im Landkreis Reutlingen ist der Bau im Ermstal im vollen Gange. Reutlingen bekommt mit seinen neuen Haltepunkten einen deutlich verbesserten Zugang zum Schienenverkehr. Im ersten Schritt werden die neuen Haltepunkte im Halbstundentakt bedient.

"Das ist ein ganz wichtiger Tag für uns", freute sich Regionalverbands-Vorsitzender Eugen Höschele - nicht zuletzt auch deshalb, weil er ein Signal in Richtung Tübingen aussende. In der Nachbarstadt hatte bekanntlich ein Bürgerentscheid die Innenstadtstrecke gekippt. "Als strategisch wertvoll" bezeichnete Reutlingens Baubürgermeisterin Angela Weiskopf die beiden neuen Haltepunkte: "Am Haltepunkt Bösmannsäcker werden täglich rund 2100 Ein- und Aussteiger und am Haltepunkt RTunlimited rund 1000 Ein- und Aussteiger erwartet. Im Zielzustand soll der Bösmannsäcker dann zusätzlich noch von den beiden Linien der Gomaringer Spange angebunden werden. Dann halten hier - wo wir gerade stehen - sechs Zugpaare je Richtung und Stunde".

BIU: Ein zukunftsträchtiger Spatenstich, der bei allen Beteiligten den "November-Blues" vertrieb: ENAG-Vorsitzender Carsten Strähle, Landrat Dr. Ulrich Fiedler, OB Thomas Keck, Eugen Höschele, Angela Weiskopf und Zweckverbands-Geschäftsführer Prof. Tobias Bernecker (von links).

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