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Newsletter September 2022


Die Oberamteistraße am Tag des offenen Denkmals

Die Gebäude 28–32 und der Keller des 1972 abgebrochenen „steinernen Hauses“ auf dem Grundstück Nr. 34 gehören zu den wertvollsten Bauwerken der historischen Stadtarchitektur in Reutlingen. Als Ensemble ist sie einmalig unter den erhaltenen Gebäuden, nicht nur in der Stadt, sondern im ganzen Land. Historisch gehören die Häuser mit dem Baubeginn im 13. Jahrhundert zur Epoche der frühen Reichsstadtzeit. Eine Phase, die für Reutlingen durch die Verleihung des Marktrechts und Erhebung zur Reichsstadt von besonderer Bedeutung und zentraler Baustein der historischen Identität der Stadt ist.

Führungen finden zwischen 11:00 und 14:00 Uhr stündlich mit Prof. Roland Wolf, Dr. Julia Feldtkeller und Tilmann Marstaller (Dauer ca. 40 Minuten) statt. Treffpunkt: Garten des Heimatmuseums, Oberamteistraße 22.

Die Teilnahme am ersten Teil der Führung im Garten des Heimatmuseums ist ohne Anmeldung möglich. Für die Führungen durch die Häuserzeile ist eine Anmeldung erforderlich (max. 10 Personen). Eine kostenlose Anmeldung bei allen VVK-Stellen von Easy Ticket Service, unter 0711/2 55 55 55 oder www.easyticket.de.

Um 15:00 Uhr gibt es im 3. OG des Heimatmuseums einen Vortrag der Museumsmitarbeiterin Dr. Gabi Rudolf:

„Von heißen Öfen, stumpfen Nadeln und kaputten Töpfen: Den Geheimnissen der Häuser Oberamteistraße 28 - 34 auf der Spur“

Von den Häusern Oberamteistraße 28 - 34 geht eine besondere Faszination aus. Als stadtbildprägende Kulturdenkmäler wird die Geschichte der Reutlinger Bürger, ihr Leben und Arbeiten in den vergangenen Jahrhunderten in jedem Raum sichtbar. Die Bewohner haben durch die kontinuierliche Nutzung der Häuser Spuren hinterlassen, welche diese einzigartigen Kulturdenkmale zu dem gemacht haben, was sie heute sind.

Jedes Geschoss, jeder Raum, jeder Quadratzentimeter in diesen Häusern atmet seit Jahrhunderten Geschichte. Die Häuser liefern unzählige Spuren, Einblicke, Durchblicke, offenbaren Brüche und Schäden, die von der abwechslungsreichen Geschichte der Häuser und ihrer Bewohner erzählen. Selten werden historische Gebäude in dieser Art und Weise unter die Lupe genommen, geradezu seziert, wie in diesem Restaurations- und Ausstellungsprojekt. Ein interdisziplinäres Forscherteam ist einigen Rätseln auf der Spur. Das ein oder andere Geheimnis werden wir am Tag des offenen Denkmals 2022 lüften.

Dauer ca. 40 Minuten, Kostenlose Anmeldung erforderlich bei allen VVK-Stellen von Easy Ticket Service, unter 0711/2 55 55 55 oder www.easyticket.de

Weitere Informationen zum Tag des offenen Denkmals in Reutlingen

https://www.reutlingen.de/de/Kultur/Veranstaltungstipps/Tag-des-offenen-Denkmals

Am Freitag 7. Oktober lädt der Geschichtsverein zusammen mit den Kooperationspartnern zu einer Halbtagesveranstaltung nach Gönningen ein. Die Tagung

Das bauliche Erbe unserer Dörfer

greift ein altbekanntes Problem auf, das sich durch den verstärkten Bauboom der vergangenen Jahre  verstärkt hat. Schon viele Jahre ist die traditionelle Hauslandschaft im ländlichen Raum bedroht. Der Reutlinger Geschichtsverein möchte mit der Halbtagesveranstaltung diese Problematik ansprechen, aber auch den Wert alter Bausubstanz aufzeigen und gelungene Praxisbeispiele etwa aus Betzingen vorstellen. Kurzvorträge und ein Rundgang durch Gönningen mit dem Bauhistoriker Tilmann Marstaller bieten aussagekräftiges Anschauungsmaterial. Ein Podium gibt die Gelegenheit, das Gehörte zu diskutieren.

Der Schwäbische Heimatbund ist neben dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb und dem Stadtbezirk Gönningen mit im Boot.

https://schwaebischer-heimatbund.de/das-bauliche-erbe-unserer-doerfer-bedrohung-und-chancen/

Zehntscheuer Reicheneck

Programm

14:00 Uhr Begrüßung durch Andreas Fetzer, stellv. Bezirksbürgermeister Gönningen und Prof. Roland Wolf, Vorsitzender Reutlinger Geschichtsverein

14.10 Uhr Impulsvorträge à 20 min

„Ist das Denkmal oder kann das weg?“ Gedanken zur Gegenwart und Zukunft historischer Dorfkerne im mittleren Neckarraum
Tilmann Marstaller M.A., Bauforscher, Rottenburg/N

Der Erhalt alter Bausubstanz: Ein Beitrag zur Klimawende
Bodo Schanzenberger, Hirrlingen, Architects für Future

Bürger für Bauerhalt: Das Fallbeispiel Betzingen
Michael Grauer Förderverein Ortskern Betzingen e.V, Reutlingen-Betzingen

15.10 Uhr Pause

15.30 Uhr Podium mit anschließender Diskussion (Moderation: Dr. Wolfgang Alber) mit Dr. Bernd Breyvogel, Weinstadt (Reutlinger Geschichtsverein), Stefan Dvorak (Stadt Reutlingen, Amt für Stadtplanung u. Vermessung), Dipl. Ing. Martin Hahn (Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen) und Dr. Bernd Langner, Stuttgart (Schwäbischer Heimatbund).

17:00 Uhr Führung in Gönningen mit Tilmann Marstaller

Eine Anmeldung bei unserer Geschäftsstelle wird erbeten.

Geschäftsstelle des Reutlinger Geschichtsvereins
Kontakt
Tel.: 07121/303-2386
E-Mail: geschichtsverein@reutlingen.de
www.reutlinger-geschichtsverein.de

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