Aktuelles

List-SolistInnen & Friends 2023
Vom Klassenzimmer in den Konzertsaal


Bei einer Orchesterprobe im Oktober unterhielten sich einige Schülerinnen und Schüler über die nahenden Wettbewerbe von Jugend musiziert oder die Fachpraktische Abiturprüfung und schnell war klar: es wird gerade viel geübt und an Programmen gefeilt. All diese junge Talente aufs Podium zu holen, sie ins Rampenlicht zu stellen und Bühnenluft schnuppern zu lassen – das wäre doch mal wieder an der Zeit!
Das fanden offenbar auch die Schweizer Kollegen, die innerhalb weniger Tage ihr Mitwirken ankündigten und 13 junge Leute für diesen Konzertabend anmeldeten. Fahrt, Übernachtungsort und Verpflegung wurden organisiert und unter tatkräftiger Mitwirkung der Klassen 10b und 10d umgesetzt, Plakate und Programm zusammengestellt – ein Kraftakt, sicher. Aber:

Was wir dann am vergangenen Donnerstag in der Aula des List-Gymnasiums beim Musizieren der SchweizerInnen und ListlerInnen erlebten, war mitreißend (z.B. der „Samba triste“ für zwei Klaviere, oder „A Million Dreams“ von der Band (David Holzäpfel, Alessia Le Rose, Fea Stojanovic, Nele Weeber und Lillian Wetter), entzückend, wie zum Beispiel Katharina Schyschka am Klavier oder Julia Cichon an der Klarinette,  berührend und wunderschön durch Darlene Wolf am Cello und Katharina Schuler an der Querflöte.

Wir waren mal verzaubert von einem unglaublich klangschön aufspielenden Andrej Grube am Klavier, mal wurden wir zum Schmunzeln gebracht z.B. von Patrick Bauer mit einem energetisierenden Tanz für Klarinette und Klavier, wir haben mitgefiebert mit Sofija Zweigerdt, am Klavier und ungläubig gestaunt über irrwitzige Virtuosität z.B. von David Döbel an der Violine mit den Wieniawski-Variationen wir haben musikalische Gestaltungskraft durch Johanna Rist an der Blockflöte bewundert, nachdenklich dem „musikalischen Gespräch kluger Menschen“ durch das Aarauer Streichquartett gelauscht, fremdartigen Klängen von für unsere Augen exotischen Instrumenten nachgespürt (Blockflötenquintett aus Aarau mit Jakob Schildhauer, Subbass) und waren beglückt und bis zu Tränen gerührt von einer geballten Ladung Schönheit und Energie in Musik gegossen durch Maximilian Rieck und Hugo Krivec mit dem Doppelkonzert für zwei Violinen von Johann Sebastian Bach.
Neben all diesen unterschiedlichen Gefühlszuständen, in die uns die jungen SolistInnen versetzten, reisten wir so ganz nebenbei mal eben durch knapp 500 Jahre Musikgeschichte.

Dieser Abend war ein Seelengenuss!

Abgerundet wurde dieses Konzerterlebnis durch ein gemütliches Matratzenlager in der Schule und einem gemeinsamen Frühstück. Dann tauchten wir alle wieder in den Schulalltag ein mit Chemiearbeiten, Deutschaufsätzen, Mathe-Mittagsschule und anderem mehr. Müde, aber um eine wunderbare Erinnerung reicher!

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