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Oberbürgermeisterin Barbara Bosch zur Verlagerung des Schulamtes nach Tübingen


"Offensichtlich haben nicht Sachgründe den Ausschlag gegeben, sondern politische Erwägungen". Jedenfalls sprechen alle sachlichen Gründe für ein Schulamt Reutlingen, so die Oberbürgermeisterin. Die Stadt Reutlingen ist nach Ulm der zweitgrößte Schulträger im gesamten Regierungsbezirk.

Der Landkreis Reutlingen hat wesentlich mehr Schulen, Schüler, Klassen und Lehrkräfte als Tübingen. Allein die Zahl der Schülerinnen und Schüler im Grund-, Haupt- und Realschulbereich liegt um rund 6000 höher. Das Pädagogische Zentrum wird zu 75 % aus dem Landkreis Reutlingen genutzt.

Deswegen ist es nicht nachvollziehbar, warum der bewährte Standort aufgegeben wird und alle Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen im Landkreis Reutlingen künftig von Tübingen aus, als nahezu hauptschulfreier Stadt, betreut werden sollen. Ein Schulamt mit zwei Standorten, in Tübingen und in Reutlingen, wurde auf Landesebene von Anfang an nicht in Erwägung gezogen.

Bis zuletzt hatte die Reutlinger Oberbürgermeisterin mit Kollegen der Nachbarstädte im Landkreis Reutlingen versucht, das Staatliche Schulamt in Reutlingen zu halten.

In einem gemeinsamen Brief an Ministerpräsident Oettinger hatten am 26. Februar 2008 Barbara Bosch (Reutlingen) , Dieter Hauswirth (Metzingen), Rudolf Hess (Pfullingen) und Markus Ewald (Bad Urach) noch einmal versucht, die Entscheidung pro Reutlingen zu beeinflussen: " Wir brauchen ein Schulamt Reutlingen nicht um seiner selbst willen, sondern wegen der Effektivität unseres Bildungssystems und der damit verbundenen Bildungschancen für die Kinder, für die wir eine gemeinsamen Verantwortung tragen".

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