300 Jahre Stadtbrand: Partnerstädte zu Gast in Reutlingen
Gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Keck sowie Mitgliedern des Gemeinderats und des Integrationsrats erinnerten sie an den verheerenden Brand und die gemeinsame Kraft, die den Wiederaufbau möglich machte.
„Wir stünden heute womöglich nicht hier, wenn diese große, gemeinsame Kraftanstrengung vor 300 Jahren nicht zum Erfolg geführt hätte“, sagte Keck, der den Gästen in seiner Begrüßung einen Einblick in das Ausmaß und die Folgen des Stadtbrandes gab. 882 Häuser wurden damals zerstört, mehr als 1.200 Familien obdachlos. Die Spuren des Unglücks seien bis heute im Stadtbild sichtbar, so Keck. Zugleich sei der Wiederaufbau gelungen.
Das Jubiläumsjahr „Reutlingen brennt“ erinnert unter Federführung des Kulturamts an den Stadtbrand und rückt zugleich Brandverhütung und Rettung in den Mittelpunkt. „Feuer und Brände bleiben eine reale Gefahr – für Menschen, Häuser und Städte“, sagte Keck. Nur gemeinsam könne man dieser Gefahr wirkungsvoll begegnen.
Als Erinnerung überreichte er den Delegationen je eine limitierte Bettelmappe zum Stadtbrandjubiläum. Die Mappen enthalten historische Darstellungen des Brandes und eine Originalgrafik der Künstlerin Susanne Immer. Anschließend besuchten die Gäste die szenisch-multimediale Aufführung „Aus der Asche“ in der Marienkirche.
Aus Aarau kamen Stadträtin Petra Ohnsorg und Kommissionsmitglied Nadja Rohner, aus Ellesmere Port Bürgermeister John Stockton und Beverley Stockton nach Reutlingen. Für Szolnok wohnten Stadtbezirksvertreter János Székács und Andrea Szelindi aus der Stadtverwaltung dem partnerschaftlichen Treffen bei.