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Der Gemeinderat gibt grünes Licht für den Bürgerpark


Bürgerpark 1 Einladend, hell, luftig - und mit einer augenzwinkernden Reminiszenz an die Herzchen, die ganze Generationen in Baumstämme schnitzten: Weil der Bürgerpark ein Park für alle Reutlingerinnen und Reutlinger sein soll, können sich auch alle Reutlingerinnen und Reutlinger darin verewigen lassen. "Für eine Spende ab 50 Euro lassen wir den Namen des Spenders in Metallbänder gravieren, die die einzelnen Baumquadrate umrahmen", erläutert Klaus Kessler, Leiter der Projektgruppe Stadthalle. Sobald erst einmal feststeht, so Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, welche Baumart sich auf dem Bruderhausgelände gen Himmel recken soll, läuft auch die Spendenaktion "Mein Stück Bürgerpark" an.

Der Gemeinderat hat am Dienstagabend mehrheitlich den Baubeschluss für den Bürgerpark verabschiedet. Damit sind auch die Weichen dafür gestellt, die ersten drei Bauabschnitte in einem Aufwasch zu erledigen. Die Bauphasen 1A und 1B sowie 2 umfassen die  Bereiche vom Tübinger Tor bis zur Stadthalle, rund um die Stadthalle sowie zwischen Halle, Krankenhäusle und Echaz.  Schon im September können nun die Arbeiten für diese Abschnitte vergeben werden, im Januar 2012 kann es dann losgehen - und zwar mit dem Rückbau des Stegs vorm Tübinger Tor. Die Phasen 3 und 4, die sich einmal ums Hotel sowie um den Kulturplatz am Krankenhäusle ranken sollen, werden zurückgestellt, bis ein Investor für den Beherbergungsbetrieb gefunden ist.

Dass gleich drei Abschnitte auf einmal in Angriff genommen werden, hat finanzielle Gründe, erläutert Kessler: "Wir sparen rund 500.000 Euro, wenn wir alles auf einmal machen." Schließlich müssten die nicht gemachten Flächen befestigt, die Befestigungen später wieder entfernt und während der späteren Arbeiten obendrein darauf geachtet werden, dass der Betrieb in der dann bereits fertigen Stadthalle nicht beeinträchtigt sei. Auf insgesamt rund 1,96 Millionen Euro beläuft sich der Eigenanteil der Stadt bei der zeitgleichen Realisierung.

Bürgerpark 2 Die Vision einer Stadthalle, die sich in einen lichten Baumhain schmiegt, fand sich schon im Sieger- und im zweitplatzierten Entwurf des städtebaulichen Ideenwettbewerb "Bruderhausgelände - Neue Stadthalle" im Jahr 2007. Welche Bäume sich schon bald zum Bürgerpark vereinen werden, ist mit diesem Baubeschluss noch nicht festgelegt: "Zur Wahl stehen der japanische Schnurbaum, die Sumpfeiche und die Kaiserlinde", erklärt Baubürgermeisterin Ulrike Hotz, "welcher Baum sich am besten eignet, werden die zuständigen Gremien diskutieren." Fest steht aber schon jetzt, dass es exakt 137 Exemplare sind, die sich übersichtlich übers Bruderhausgelände verteilen: "Wir wollen hier schließlich keinen Hotzenwald schaffen", betont die Dezernentin, das Konzept ist so ausgelegt, dass  keine "Schmuddelecken" oder Angsträume entstehen. Auch nach oben ist reichlich Luft: "Die Äste beginnen erst  in einer Höhe von 3,50 bis vier Metern." Und hoch hinaus wachsen sollen die Bäume ebenfalls nicht - auf der Höhe des Stadthallen-Balkons ist Schluss - die Krone des Hallen-Neubaus soll schließlich weithin sicht- und unverkennbar aus dem Grün ragen. Der Bürgerpark-Boden präsentiert sich je nach Nutzung und Belastungsbedarf in Color-Asphalt, Granit oder einem wasserdurchlässigen Kiesbelag.

Ist erst einmal alles fertig, verbindet das Bruderhausgelände die historische Altstadt, Pomologie und City Nord nicht nur auf optisch ansprechende, sondern auch auf ganz praktische Art:  Ebene Wege schlängeln sich durch den Baumhain. Was mit dem bestehenden Fußgängersteg passieren soll, wie Menschen mit Behinderung hier am besten zurechtkommen - das sind weitere Details, die in den kommenden Wochen und Monaten mit Verbänden und in den zuständigen Gremien erörtert werden sollen, kündigt Ulrike Hotz an.

Buergerpark 3


Symbol für PDF Dokumente    Baubeschluss Bürgerpark - Informationen aus der Gemeinderatssitzung vom 31. Mai 2011 (PDF-Datei, 16 MB)
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