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Erfolgreiche Waldbrandübung im Schachenwald
Feuerwehr und Forstamt übten gemeinsam den Ernstfall


Anrücken des 1. Löschzuges zur Brandstelle im Schachenwald Unter natürlichen Bedingungen können Waldbrände vor allen Dingen durch Blitzschlag oder Selbstentzündung entstehen. Sie sind ein natürlicher Bestandteil in der Dynamik der Natur. Dennoch haben nur etwa 10 Prozent aller Waldbrände eine natürliche Ursache. In den meisten Fällen entsteht ein Brand im Zusammenhang mit wilden Lagerfeuern oder weggeworfenen Zigarettenstummeln oder vorsätzliche Brandstiftung. Waldbrände sind wegen ihrer hohen Ausbreitungsgeschwindigkeit besonders gefährlich. Aus diesem Grund darf auch in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober im Wald nicht geraucht werden. Um im Notfall gut vorbereitet zu sein, fand nun dieser Tage eine Waldbrandübung der Feuerwehr Reutlingen im Schachenwald statt.

Lotsen leiten Feuerwehr

Hauptziel der Waldbrandübung war die Überprüfung der Alarm- und Meldewege, die Sicherstellung der Löschwasserversorgung über lange Wegstrecken, die Optimierung der Zusammenarbeit der Führungskräfte von Feuerwehr und Forstverwaltung sowie die gezielte Heranführung von Löscheinheiten durch Lotsen des Forstreviers, was erstmalig geübt wurde. Die Bekämpfung des Waldbrandes gestaltete sich zunächst schwierig, da die nächste Wasserentnahmestelle rund 1,5 km von der "Brandstelle" entfernt war. Da die Löschfahrzeuge der Feuerwehr für eine solche Distanz nicht ausreichend Schlauchmaterial mitführen, musste der Löschwasserförderzug der Einsatzabteilung FF Oferdingen nachalarmiert werden. Für die Bekämpfung des sich schnell ausbreitenden Waldbrandes wurde auch die Nachforderung eines weiteren Löschzugs notwendig. Durch den Einsatzleiter der Feuerwehr wurde vor Ort mit Kräften der Führungsunterstützungseinheit ein Führungsstab gebildet. In den Führungsstab eingebunden wurde ein Vertreter des Forstamtes. Nachdem der Löschwasserförderzug die Lücke in der Wasservorsorgung schließen konnte wurde der Waldbrand durch einen massiven Löschangriff schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht.

Die der Feuerwehr gestellten Aufgaben der Löschwassersicherstellung, der Brandbekämpfung und Bildung einer örtlichen Einsatzleitung wurden durch die rund 80 Einsatzkräfte gut gelöst. Insbesondere die Heranführung der Löscheinheiten durch Lotsen der Forstverwaltung hat sich bewährt. Lediglich die Suche nach geeigneten Anfahrtswegen anhand der auf den Löschfahrzeugen mitgeführten Karten bedarf noch der Optimierung.

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