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Strahlender Schwörtag


Zum Schwörtagszeremoniell unter tiefblauem Himmel gehörte auch dieses Jahr das Fahnenflaigen, und der Auftritt von Stadtkapelle, Liederkranz, Stadtgarde und Schützengilde sowie den Schulchören des Friedrich-List-Gymnasiums. In ihrer Schwörtagsrede ging Oberbürgermeisterin Barbara Bosch auf zwei aktuelle politische Themen ein: Flüchtlingsunterbringung und Stadtkreisgründung.  Frau Bosch sprach von einer doppelten Herkulesarbeit, die Flüchtlinge unterzubringen und dann auch für eine Integration in unser Gemeinwesen zu sorgen. Anders als Herkules könne nicht ein Einzelner diese Aufgabe stemmen. Wir werden es nur gemeinsam schaffen, sagte die Oberbürgermeisterin. Keiner dürfe sich zurücklehnen und zu den anderen sagen: "Mach mal." In Reutlingen sei die Kernstadt ebenso in der Pflicht wie die Bezirksgemeinden. Der heutige Schwörtag sei auch ein Tag der demokratischen Verantwortung. Wer beim Thema Flüchtlinge Öl ins Feuer gieße, spiele mit den Grundwerten unserer demokratischen Gesellschaft, die gerade bei solchen Themen ihre Bewährungsprobe zu bestehen habe. Die Oberbürgermeisterin wörtlich: "Wir Demokraten müssen Stellung beziehen. Wegducken und andere machen lassen, gilt nicht." Frau Bosch verwies auch auf die Notwendigkeit, den sozialen Frieden in Stadt und Land zu bewahren. Deshalb müsse es ein Bündnis für preiswertes Wohnen geben, das Geringverdiener wie etwa Alleinerziehende oder Rentner ebenso berücksichtige.

Die Oberbürgermeisterin ging auch kurz auf das Thema Stadtkreisgründung ein. Eine Stadtkreisgründung bringe der Stadt wesentliche Vorteile gegenüber der Kreisangehörigkeit. Dazu zähle in erster Linie ein Zugewinn an Selbstständigkeit und Selbstverantwortung. Reutlingen verlange gleiche Rechte und Gestaltungsmöglichkeiten wie alle anderen Großstädte. Die Zugehörigkeit zur Verwaltung des Landkreises habe sich für die Stadt nicht bewährt, dafür gibt es unzählige Beispiele und Beweise, die ausführlich im Ergebnisbericht zu finden und nachzulesen sind. Siehe auch www.reutlingen.de/stadtkreis
Die Kreisangehörigkeit der Großstadt Reutlingen sei keine freigewählte Partnerschaft auf Augenhöhe, sondern eine Verbindung zum Nachteil Reutlingens. Frau Bosch zitierte in diesem Zusammenhang Bismarck: "Die beste Partnerschaft ist die zwischen Ross und Reiter, vorausgesetzt, man ist nicht das Ross."
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