Dienstleistung

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Voraussetzung für den Besuch im Reutlinger Rathaus und in den Bezirksämtern ist ein vorab vereinbarter Termin. Für das Bürgeramt (Marktplatz 22, Zimmer 26) und die Ausländerbehörde geht das jetzt auch online.

Für den Zutritt zu den städtischen Verwaltungsgebäuden empfehlen wir das Tragen einer medizinischen oder FFP2-Maske.

Einstufung als gefährlicher Hund

Kommt es zu Beißvorfällen oder anderen Vorfällen, bei denen sich ein Hund aggressiv gegenüber Anderen (Menschen oder Tiere) verhalten hat, kann die Ortspolizeibehörde den Hund als „gefährlich“ einstufen.

„Gefährliche Hunde“ können Hunde jeder Rasse sein.

Als „gefährlicher Hund“ gilt ein Hund, durch den aufgrund seines Verhaltens eine Gefahr für Leben und Gesundheit von Menschen oder Tieren besteht.

Von einer Gefahr ist unter anderem in folgenden Fällen auszugehen:

  • Der Hund ist bissig.
  • Der Hund springt Menschen aggressiv oder auf gefahrdrohende Weise an.
  • Der Hund neigt zum unkontrollierten Hetzen oder Reißen von Wild oder Vieh oder anderen Tieren.

Wird der Hund als gefährlicher Hund eingestuft, gilt folgendes:

  • Leinen- und Maulkorbpflicht außerhalb des befriedeten Besitztums (Wohnung oder eigenes umzäuntes Grundstück)
  • Verschärfte Sicherungspflicht, sodass kein Entweichen des Hundes stattfinden kann.
  • Haltung und Aufsicht des Hundes so, dass keine Gefahr mehr von ihm ausgehen kann.
  • Anzeigepflicht bei der zuständigen Ortspolizeibehörde, wenn Haltung aufgegeben wird, der Hund abhandenkommt oder ein Ortswechsel des Halters erfolgt.
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Mitarbeiter
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Voraussetzungen

Einstufung aufgrund eines Beißvorfalls:

  • Wenn er eine Person, einen anderen Hund oder ein anderes Tier gebissen hat und es sich hierbei um keine direkte Reaktion auf einen Angriff oder ein bewusst herausgefordertes Verhalten handelt.
  • Das Anbellen einer Person, das Zerbeißen einer Sache oder der Zubiss auf Befehl reicht für eine Einstufung als „gefährlicher Hund“ nicht aus.
  • Das Bellen des anderen Hundes reicht nicht aus, um eine Beißattacke zu rechtfertigen.
  • Es reicht schon ein einmaliger Beißvorfall zur Einstufung aus.

Einstufung aufgrund von Anspringen:

  • Ein Anspringen auf aggressive und gefahrdrohende Weise liegt vor, wenn der Hund Körperkontakt aufgrund eines kämpferischen Angriffs herbeigeführt hat.
  • Gefahrdrohend ist das Anspringen, wenn eine nachvollziehbare Verletzungsmöglichkeit bestanden hat und wenn der Angesprungene sich in seinem körperlichen und seelischen Wohlbefinden beeinträchtigt sieht.

Einstufung aufgrund von Hetzen und Reißen:

  • Es muss sich um eine nicht nur kurzfristige Verfolgung gehandelt haben oder er muss das Tier totgebissen haben oder dies versucht haben.
  • Es muss sich um ein jagdbares Tier (Jagdrecht) oder um ein Haus- oder Nutztier gehandelt haben.
  • Von einer Neigung ist erst auszugehen, wenn ein solcher Vorfall wiederholt aufgetreten ist.
  • Dies gilt nicht für Hunde die aufgrund ihrer Zweckbestimmung oder im Rahmen ihrer Ausbildung eingesetzt werden. Beispiel: Jagdhunde.
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Verfahrensablauf

Die Ortspolizeibehörde erhält auf verschiedenen Wegen Kenntnis über den Verdacht auf die Gefährlichkeit eines Hundes.

Die Einleitung eines Verfahrens erfolgt nach pflichtgemäßem Ermessen.

Der geschädigten Partei sowie dem beschuldigten Hundehalter werden Fragebögen zur Untersuchung des Beißvorfalls zugeschickt.

Aufgrund der geschilderten Sachverhalte entscheidet die Ortspolizeibehörde, ob der Hund als gefährlicher Hund nach §2 PolVOgH eingestuft wird.

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Erforderliche Unterlagen
  • Anhörungsbögen
  • Evtl. Arztberichte oder Tierarztberichte /Rechnungen
  • Sonstige Beweise

Hinweis: Erkundigen Sie sich vorab bei der zuständigen Stelle, ob Sie weitere Unterlagen vorlegen müssen.

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Frist/Dauer

Die Verfahrensdauer ist abhängig vom Ermittlungsaufwand.

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Kosten/Leistung

Gebühr: 71,- € bis 355,- €

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Rechtsgrundlage

·         § 2 Polizeiverordnung des Innenministeriums und des Ministeriums Ländlicher Raum über das Halten gefährlicher Hunde (PolVOgH) vom 3. August

·         Nr. 2.1 – 2.4 (Verwaltungsvorschrift gefährliche Hunde (VwVgH))

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Zugehörigkeit zu
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