Dienstleistung

Bitte beachten!

Dank sinkender Inzidenzzahlen und weiterer Lockerungsschritte öffnen auch das Reutlinger Rathaus und die Bezirksämter wieder schrittweise ihre Pforten. Voraussetzung für den Besuch ist ein vorab vereinbarter Termin. Für das Bürgeramt (Marktplatz 22, Zimmer 26) geht das jetzt auch online.

Hilfe zur Pflege beantragen

Personen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung Hilfe bei den Verrichtungen des täglichen Lebens (zum Beispiel Körperpflege, Ernährung, Ankleiden, Haushaltsführung) in erheblichem oder höherem Ausmaß auf Dauer (für mindestens sechs Monate) benötigen, haben unter Umständen Anspruch auf Hilfe zur Pflege.

Die Hilfe zur Pflege ist unter bestimmten Voraussetzungen eine Ergänzung zur gesetzlichen Pflegeversicherung (nach dem Elften Buch Sozialgesetzbuch SGB XI).

Für Personen, die nicht in der gesetzlichen Pflegeversicherung versichert sind, kann der festgestellte notwendige Pflegebedarf durch Leistungen der Hilfe zur Pflege übernommen werden.

Hilfe zur Pflege kann gewährt werden für:

  • häusliche Pflege
  • Hilfsmittel
  • teilstationäre Pflege
  • Kurzzeitpflege
  • stationäre Pflege (z.B. in Pflegeheimen)

Tipp: Nähere Informationen zum Thema "Pflege" im Allgemeinen (verschiedene Formen der Pflege, Kosten und finanzielle Hilfen) finden Sie in der Broschüre "Pflegebedürftig – was nun?" des Ministeriums für Arbeit und Soziales.

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Mitarbeiter / Öffnungszeiten
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Voraussetzungen

Die Entscheidung der Pflegekasse über das Ausmaß einer Pflegebedürfigkeit nach dem Gesetz über die Soziale Pflegeversicherung (SGB XII) ist auch der Entscheidung im Rahmen der Hilfe zur Pflege zu Grunde zu legen. Hilfe zur Pflege ist auch kranken und behinderten Menschen zu leisten, die voraussichtlich für weniger als 6 Monate der Pflege bedürfen oder einen geringeren Pflegebedarf haben, der nicht zu einer Einstufung in eine Pflegestufe führt.

Hilfe zur Pflege kann nur gewährt werden, wenn das Einkommen oder Vermögen des Antragstellers und seiner unterhaltspflichtigen Angehörigen (zum Beispiel nicht getrennt lebender Ehegatte oder die Eltern, bei nicht verheirateten und minderjährigen Antragstellern oder volljährigen Kindern) den sozialhilferechtlichen Regelungen entspricht.

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Verfahrensablauf

Vor einem Antrag auf Hilfe zur Pflege sollte der Grad der Pflegebedürftigkeit bestimmt sein. Bei der Beratung zu möglichen und notwendigen Hilfen ob in ambulanter Form oder als teilstationäre oder stationäre Hilfe kann Sie auch die Abteilung für Ältere des Sozialamtes unterstützen

Hinweis: Wenn Sie in der gesetzlichen Pflegeversicherung versichert sind, wenden Sie sich bitte zunächst an diese, um zu klären, welche Leistungen in welcher Höhe Ihnen zustehen. Nur wenn diese Leistungen nicht ausreichen oder Ihnen gar keine Leistungen zustehen, können Sie Hilfe zur Pflege beantragen.

Der Antrag auf Hilfe zur Pflege ist bei der zuständigen Stelle einzubringen. Vereinbaren Sie für die Antragstellung einen Termin für ein persönliches Gespräch, damit geklärt werden kann, welche Unterlagen und welche Nachweise Sie in Ihrem speziellen Fall vorlegen müssen. Die zuständige Stelle prüft dann anhand Ihrer Angaben und Unterlagen Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse und die von eventuell unterhaltspflichtigen Angehörigen.

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Erforderliche Unterlagen

Je nach Einzelfall sind unterschiedliche Nachweise und Dokumente erforderlich, beispielsweise:

  • Personalausweis oder Reisepass des Antragstellers
  • Nachweise über das Einkommen zum Zeitpunkt der Antragstellung
  • Nachweise über vorhandenes Vermögen (z.B. Sparbücher)
  • Nachweise über Ausgaben (z.B. Mietkosten)
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Frist/Dauer

Es gibt keine Fristen. Beachten Sie jedoch, dass Sozialhilfeleistungen nicht für die Vergangenheit geleistet werden können, sondern immer erst ab dem Monat der Antragstellung.

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Kosten/Leistung

Die Leistungen der Pflegeversicherung sehen für ambulante und für stationäre Hilfen unterschiedliche Sätze vor. Das Pflegegeld für selbstbeschafte Pflegekräfte beträgt:

  • erheblich Pflegebedürftige Stufe I: 215 Euro pro Monat
  • Schwerpflegebedürftige Stufe II: 420 Euro pro Monat
  • Schwerstpflegebedürftige Stufe III: 675 Euro pro Monat

Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung werden auf eine mögliche Hilfe zur Pflege angerechnet.

Vor einer Leistungsgewährung erfolgt eine Prüfung zu Einkommens- und Vermögensverhältnissen sowie zu eventuellen vorrangigen Unterhaltsansprüchen. Wird für die Pflege eine ambulante Pflegeeinrichtung eingesetzt, mit der die Pflegekasse einen Versorgungsvertrag abgeschlossen hat, können sogenannte Pflegesachleistungen abgerechnet werden. Bei einer stationären Versorgung finden spezielle Regelungen Anwendung.

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Sonstiges

Ansprechpartnerinnen



Hilfe zur Pflege

A - G                      Frau Saalbach
H - Q                      Frau Jaschke-Warres
R - Z                       Frau Nill

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Rechtsgrundlage
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Zugehörigkeit zu
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