Das Projekt Regional-Stadtbahn Neckar-Alb
Die Planungen für die Regional-Stadtbahn Neckar-Alb gehen in die nächste Phase. Der Gemeinderat hat entschieden, welche Trassenvarianten in Reutlingen weiterverfolgt werden sollen. Grundlage sind die vertieften Untersuchungen auf Entscheidungsniveau, in denen die verbliebenen Trassenvarianten technisch, verkehrlich, städtebaulich und wirtschaftlich verglichen wurden.
Für die einzelnen Streckenabschnitte wurden folgende Vorzugsvarianten festgelegt:
- Innenstadt: Führung über die Gartenstraße
- Betzingen: Führung über die Alte Bahntrasse (mit weiterer Prüfung eines zusätzlichen Haltepunkts an der Neckar-Alb-Bahn)
- Markwiesen: Führung entlang der Landesstraße
- Ohmenhausen: eingleisige, höhengleiche Führung über die Alte Bahntrasse
Nach Bewertung der Verwaltung stellen diese Varianten jeweils die wirtschaftlichsten und zugleich städtebaulich verträglichsten Lösungen dar. Im Bereich Markwiesen waren die Varianten nahezu gleichwertig; ausschlaggebend für die Empfehlung der Landesstraßen-Variante waren unter anderem die bessere Erschließung Ohmenhausens durch einen zusätzlichen Halt sowie geringere Eingriffe in einen ökologisch wertvollen Grünzug.
Mit dem Beschluss stimmt der Gemeinderat den nächsten Planungsschritten (Leistungsphasen 3 und 4 nach HOAI) zu. Diese dienen der Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens. Zugleich werden die Reutlinger Vertreterinnen und Vertreter im Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb beauftragt, die weitere Planung auf Basis der festgelegten Vorzugsvarianten zu unterstützen.
Die Regional-Stadtbahn Neckar-Alb gilt als zentrales Zukunftsprojekt für Reutlingen und die Region. Sie stärkt die Erreichbarkeit der Innenstadt und des Hauptbahnhofs, verbessert die Anbindung des Umlands und leistet einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende.