Oberamteistraße 28-34

Über 40 jährige Konzeptfindung abgeschlossen!

Ein Konzept für den Erhalt der historischen Häuserzeile Oberamteistraße 28 bis 32 sollte gefunden werden. Die Häuserzeile gilt als eine der ältesten zusammenhängenden Fachwerkhäuserzeilen Süddeutschlands. Die anspruchsvolle Aufgabenstellung erforderte neben maßgeschneiderten Konzepten für die denkmalgerechte Sanierung der Altbauten aus dem frühen 14. Jahrhundert auch Pläne für einen Neubau, der das in den 1970-er Jahren abgerissene, als „Steinernes Haus“ bekannte Eckgebäude ersetzt und die durch den Abriss in Schieflage geratenen verbliebenen Häuser statisch sichert.

Mai 2019

Am 11.05.2019 findet der 5te Tag der Städtebauförderung statt.
 
Herr Oberbürgermeister Thomas Keck und die Projektverantwortlichen stellen das neue Sanierungsgebiet Oberamteistraße vor.


Was bisher geschah:



April 2019

Am 13.04.2019 von 10:00 – 12:00 Uhr läd Frau Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz zum öffentlichen Dialog ein.
 
Die Projektverantwortlichen werden sich Fragen rund um das Fassadenmodell der Oberamteistraße 34 und der denkmalgerechten Sanierung der bestehenden Gebäude stellen.


März 2019

Auf Einladung von Frau Oberbürgermeisterin Barbara Bosch fand am 25.03.2019 die öffentliche Präsentation des Fassadenmodells statt.
 
Im ersten Teil, der im großen Sitzungssaal stattfand, hat Herr Prof. Tobias Wulf und Frau Dr. Nagel den Wettbewerbsgedanken und die Konzeption der denkmalgerechten Sanierung in Erinnerung gebracht.
 
Nach einem kurzen Spaziergang in die Oberamteistraße stellten Frau Oberbürgermeisterin Barbara Bosch und Herr Prof. Tobias Wulf das durch den Gemeinderat der Stadt Reutlingen geforderte Fassadenmodell für den Neubau der Oberamteistraße 34 vor.
 
Herr Prof. Tobias Wulf stellt das Fassadenmodell vor

Im Modell wurden zwei Varianten mit unterschiedlichen Transluzenzen realisiert. Es wird bis mindestens nach den Sommerferien am Aufstellungsort stehen bleiben.

Ansicht der Modellfassade                      Schnitt der Modellfassade


März 2019

Vorstellung Entwurfsidee und Fassadenmodell

Am 25.03.2019 – 16:00 Uhr lädt Frau Oberbürgermeisterin Barbara Bosch in den großen Sitzungssaal ein.

Nach der Begrüßung durch die Verwaltungsspitze werden Frau Dr. Elke Nagel und Herr Professor Tobias Wulf von der Arbeitsgemeinschaft Oberamteistraße ihre Entwurfsansätze zur Sanierung der Bestandsgebäude und des Neubaus mit seiner Glasbiberschwanzfassade vorstellen.

Im Anschluss wird vor Ort in der Oberamteistraße 34 das Fassadenmodell des Neubaus präsentiert und vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Transluzenz gelegt.


März 2019
Präsentation zum Stand der Planungen

Am Donnerstag, 14.03.2019 präsentierte die Stadtverwaltung gemeinsam mit Herrn Menzer und Frau Dr. Nagel als Vertreter der ARGE Oberamtei, einen Werkbericht zum Stand der Planungen und den weiteren Schritten.
Vorlage Denkmalgerechte Sanierung mit Neubau Oberamteistraße 28-34 - Werkbericht
Präsentation vom 14.03.2019


Oktober 2018
Planerteam gestartet

Nachdem der Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss mit GR-Drs.18/072/02.1 am Donnerstag, den 29. September 2018 die Planungsmittel für die Grundlagenermittlung und den Vorentwurf freigegeben hat, erfolgte am 26. Oktober 2018 der Projektstart.

Nach Abschluss der Vorentwurfsphase im Herbst 2019 ist unter der Benennung der Projektkosten ein weiterer Gemeinderatsbeschluss zur Projektfortführung notwendig.

Schon im Frühjahr 2019 wird der Öffentlichkeit das durch den Gemeinderat geforderte und beschlossene Modell der gußgläsernen Neubau Gebäudehülle präsentiert.


September 2018
Informationsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals

Zur Unterstützung des Altstadtfreundeskreises, der im Garten des Heimatmuseums mit dem Wettbewerbsmodel für die denkmalgerechte Sanierung mit Neubau warb, haben sich auch Mitarbeiter des Gebäudemanagements Reutlingen eingefunden. In zahlreichen Gesprächen wurden in unmittelbarer Nachbarschaft des zukünftigen Projekts die vielseitigen Facetten der anstehenden Aufgabe offen besprochen und diskutiert.


Juni 2018
Reutlingen saniert sein baukulturelles Erbe

Der Gemeinderat hat mit GR-Drs.18/072/01.1 am Dienstag, den 26. Juni 2018 mit großer Mehrheit beschlossen, das Sanierungskonzept auf der Grundlage des Wettbewerbsergebnisses vom 15. Dezember 2017 umzusetzen.

Der mit dem ersten Rang ausgezeichnete Entwurf der Stuttgarter Architekten um Prof. Tobias Wulf respektiert in besonderem Maße die Vorgaben des Wettbewerbs und präsentiert eine überraschende sowie überzeugende Lösung. Unter der strikten Einhaltung des denkmalpflegerischen Rahmenplans und der daraus resultierenden Schlussfolgerungen für die zukünftige Gebäudenutzung entwickelten Wulf Architekten die Idee einer musealen Nutzung, welche unter dem Motto „Wenn Häuser Geschichte(n) erzählen…" steht.

Der Kerngedanke dahinter ist, dass die Räume unter Berücksichtigung der vorhandenen bauhistorischen Befunde in verschiedene Zeitepochen versetzt werden. Der Besucher soll sich dabei unter Beibehaltung der bestehenden Treppen frei in den Häusern bewegen können. Daraus ergibt sich eine erlebbare Darstellung des Lebens und Arbeitens vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Die Gebäude werden zum Spiegel der Stadtgeschichte von der Erbauung bis in die Gegenwart.

Eine Bereicherung wird die Wiederherstellung des historischen Durchgangs sein. Er verbindet zukünftig wieder die Oberamteistraße mit dem Heimatmuseumsgarten und dient dem neuen Museum als Zugang.

Der Neubau, ein in alter Handwerkstradition erstelltes hölzernes Raumtragwerk mit gußgläserner Biberschwanzhülle, ist als dienendes Gebäude konzipiert. Es übernimmt die stützende Funktion des in den 70er Jahren abgerissenen „Steinernen Hauses", schützt den historisch wertvollen Keller an der Ecke Spendhaus- und Oberamteistraße und nimmt die barrierefreie Erschließung der Gebäude auf. Die Größe des Baukörpers entspricht dem historischen Vorbild und macht die alten Raumkanten wieder erlebbar.


Mai 2018
Informationsveranstaltung zum Tag der Städtebauförderung

Nachdem in den letzten Monaten alle Wettbewerbsbeiträge im Foyer des Rathauses ausgestellt waren, konnten sich nochmals alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über den Realisierungswettbewerb Historische Häuserzeile Oberamteistraße informieren lassen.

Nach einführenden Worten durch die Erste Bürgermeisterin Ulrike Hotz und Herrn Professor Arno Lederer, der dem Preisgericht vorsaß, hat Herr Professor Tobias Wulf den Wettbewerbsbeitrag seines Büros vorgestellt, der den ersten Platz errungen hat. Nach der Präsentation des Wettbewerbsbeitrags stand das Büro Wulf Architekten noch für Fragen und Anregungen zur Verfügung.


Januar 2018
Architektenwettbewerb erfolgreich abgeschlossen

Es war ein Wettbewerb der besonderen Art: Die Teilnehmer sollten ein Konzept für den Erhalt der historischen Häuserzeile Oberamteistraße 28 bis 32 finden, die als eine der ältesten zusammenhängenden Fachwerkhäuserzeilen Süddeutschlands gilt. Die anspruchsvolle Aufgabenstellung erforderte neben maßgeschneiderten Konzepten für die denkmalgerechte Sanierung der Altbauten aus dem frühen 14. Jahrhundert auch Pläne für einen Neubau, der das in den 1970-er Jahren abgerissene, als „Steinernes Haus“ bekannte Eckgebäude ersetzt und die durch den Abriss in Schieflage geratenen verbliebenen Häuser statisch sichert. Zu berücksichtigen hatten die Planer überdies die eingeschränkte Nutzung der Gebäude, die umfangreiche Untersuchungen im Vorfeld nahe legten.

Elf Büros stellten sich dieser Herausforderung. Ein Preisgericht, dem ich als Sachpreisrichterin angehörte und das sich unter anderem aus Vertretern aller Gemeinderatsfraktionen sowie Experten aus den Bereichen Architektur, Denkmalpflege oder Statik zusammensetzte, gelangte im Dezember 2017 zu einem einhelligen Urteil: Der Entwurf des Stuttgarter Büros Wulf Architekten GmbH erzielte den ersten Rang. Weitere Arbeiten, unter anderem auch von einem Reutlinger Büro, teilen sich jeweils zwei dritte und zwei vierte Ränge.

Sach- und Fachpreisrichter waren sich einig, dass die ebenso überraschende wie überzeugende Lösung des erstplatzierten Büros eine ideale Verbindung zwischen Alt und Neu darstellt. Der Neubau mit seiner eigenwilligen Fassade aus Glasziegeln und der an die mittelalterliche Baukunst angelehnten Holzkonstruktion im Innern stützt nicht nur die sensiblen Altbauten, sondern schafft zugleich einen angemessenen Rahmen für den erst 2017 entdeckten historischen Gewölbekeller unter dem nicht mehr vorhandenen Eckgebäude. Die behutsame Sanierung der bestehenden Häuserzeile schafft gewissermaßen begehbare Museumsexponate, deren Besucher tief in die Reutlinger Bau- und Stadtgeschichte eintauchen können.

Wie geht es nun weiter? Im Juni schlägt die Stadtverwaltung dem Gemeinderat vor, das Sanierungskonzept auf der Grundlage des Wettbewerbsergebnisses umzusetzen. Damit Städtebaufördermittel von Bund und Land für das Vorhaben beantragt werden können, soll noch in diesem Jahr ein neues Sanierungsgebiet mit dem Titel „Quartier historische Oberamteistraße“ ausgewiesen werden.

Alle weiteren Bemühungen um den Erhalt dieser stadthistorischen Kostbarkeit müssen rasch in Angriff genommen werden. Nachdem die in den vergangenen Jahren von der Stadtverwaltung immer wieder in die Haushaltsberatungen eingebrachten Vorschläge keine Mehrheit gefunden hatten, hoffe ich nun, dass dieser überzeugende Entwurf mit einem breiten Konsens in die Umsetzung gehen kann.

Inzwischen drängt die Zeit mehr denn je. „Der Patient liegt auf dem OP-Tisch, aber er blutet weiter!“, lautete schon 2015 die Einschätzung des Zustands des Experten Dr. Johannes Wilhelm vom Landesamt für Denkmalpflege. Nur noch Notsicherungsmaßnahmen bewahren die Bauten mittlerweile vor dem Einsturz.

Meine Preisrichterkollegen und ich meinen: Mit dem vorliegenden Entwurf des Büros Wulf Architekten haben wir eine stimmige Lösung für die historische Häuserzeile gefunden.

Barbara Bosch
Oberbürgermeisterin


Stadt Reutlingen

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