Degerschlacht

Degerschlacht zählt zu den Reutlinger Nordraumgemeinden. Die Eingemeindung zur Stadt fand hier, ebenso wie bei vielen anderen heutigen Stadtteilen, am 1. Januar 1972 statt.
Durch die Erschließung neuer Baugebiete erfuhr der Ort in den letzten Jahren einen deutlichen Bevölkerungszuwachs. 1999 wurde der Bau eines zweiten Kindergarten notwendig. Eine allgemeine Grundschule ist vorhanden, die in jahrgangsübergreifenden Klassen arbeitet und seit vielen Jahren auf Basis der Montessori-Pädagogik unterrichtet.
Die Umgestaltung und der Bau der neuen Ortsmitte mit dem Feuerwehrhaus hat dem Ortsbild ein modernes Gesicht gegeben. Einkaufsmöglichkeiten für das tägliche Leben bieten Metzger, Bäcker, Bioladen, Gärtnerei und ein Getränkeheimservice. Aber auch Bank, Postservicefiliale, Arzt und Zahnarzt sind hier ansässig.

Im Ort herrscht ein reges Vereinsleben, welches sich durch zahlreiche Feste und Aktivitäten auszeichnet und vielen Bürgern die Möglichkeit zur Freizeitgestaltung zulässt. Ebenso bieten die Kirchengemeinden ein vielfältiges Angebot zur Bereicherung für Jung und Alt.
    Ansicht wechseln

Ortsportrait

Bezirksbürgermeisterin

Bezirksbügermeisterin Degerschlacht - Ute Dunkl
Ute Dunkl

Historisches

Degerschlacht gehörte im Hochmittelalter vermutlich zum achalmischen Herrschaftsgebiet. 1092 wird der Ort im Zusammenhang mit Zuwendungen an das Kloster Allerheiligen in Schaffhausen erwähnt.
Im 15. Jahrhundert war die Reutlinger Patrizierfamilie Teufel im Besitz der Ortsherrschaft. 1444 verkaufte Hans Teufel das Dorf zusammen mit Altenburg, Rommelsbach und Sickenhausen an den Grafen Ludwig von Württemberg. Kirchlich gehörte Degerschlacht allerdings noch bis 1679 zu Reutlingen.
Verwaltungsmäßig war die Gemeinde fortan dem Oberamt Tübingen zugeteilt und bildete gemeinsam mit den Nachbarorten Altenburg, Oferdingen, Rommelsbach und Sickenhausen das sogenannte Untere Tübinger Amt.
1938 wurde Degerschlacht aufgrund seiner starken wirtschaftlichen Verflechtung mit dem Reutlinger Raum dem Landkreis Reutlingen zugeschlagen. Zum 1. Januar 1972 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Reutlingen.

Wappen

Über goldenem (gelbem), mit einer liegenden schwarzen Hirschstange belegtem Schildfuß in Blau eine silberne (weiße) Egge.

Wappen Degerschlacht

Die Hirschstange verweist auf Württemberg, das die Ortsherrschaft 1444 von Hans Teufel von Reutlingen erworben hat. Die Egge symbolisiert die früheren Haupterwerbsquellen im Ort: Feldbau und Viehzucht. Das Wappen wurde seit 1931 geführt.
Die Eingemeindung von Degerschlacht war am 1. Januar 1972.

Hinweis:
Die Deutsche Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 schrieb für alle Wappenannahmen eine offizielle staatliche Verleihung vor. Die Wappen, die zu diesem Zeitpunkt bereits existierten, galten als zu Recht bestehend weiter. Mit der Eingemeindung nach Reutlingen verloren die Wappen der Bezirksgemeinden ihre rechtliche Gültigkeit.

Veranstaltungen

Nach oben