Handlungskonzepte in städtischen Kindertageseinrichtungen

Unsere Grundlage - der Orientierungsplan

Grundlage der pädagogischen Arbeit in den städtischen Kindertageseinrichtungen ist die gesetzlich vorgegebene Umsetzung des baden-württembergischen Orientierungsplans für Bildung und Erziehung.
Der Orientierungsplan basiert auf den Rechten der Kinder (vgl. UN-Kinderrechtskonvention) und dem gesetzlichen Auftrag
  • zur Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder sowie
  • zur Begleitung jedes einzelnen Kindes auf dem Weg zu einer eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.
Die Träger von Kindertageseinrichtungen können die Umsetzung im Rahmen der grundlegenden Vorgaben individuell gestalten. Der Reutlinger Weg zur Erfüllung dieses Auftrags orientiert sich in der Auswahl der pädagogischen Handlungskonzepte ausschließlich an den individuellen Stärken und Bedürfnissen der Kinder als Ausgangspunkt für einen positiven Entwicklungs- und Bildungsweg.


Beobachtung und Dokumentation

Bildungs- und Lerngeschichten

Ein wesentlicher Auftrag des Orientierungsplans ist die Beobachtung und Begleitung jedes Kindes auf seinem individuellen Bildungs- und Entwicklungsweg und dessen Dokumentation.
Das grundlegende, für alle städtischen Kindertageseinrichtungen konzeptionell verankerte und bindende Handlungskonzept sind die Bildungs- und Lerngeschichten nach Margret Carr, die das Konzept in Neuseeland entwickelt hat. Hierzu hat die Stadt Reutlingen einen Handlungsrahmen zur Umsetzung der Bildungs- und Lerngeschichten entwickelt, der sowohl die Anwendung und Umsetzung des Konzepts in den Kindertageseinrichtungen vorgibt, als auch die kontinuierlichen Fortbildungsformate und verpflichtenden Aufgaben des Trägers beinhaltet.


Kleinkindpädagogik

Verschiedene weitere pädagogische Handlungskonzepte ergänzen die ressourcenorientierte Haltung und Umsetzung der Bildungs- und Lerngeschichten in den städtischen Kindertageseinrichtungen.

Speziell in unseren Einrichtungen mit Kindern unter drei Jahren orientiert sich die pädagogische Arbeit verpflichtend an der Pädagogik von Emmi Pikler (1902 – 1984), einer ungarischen Kinderärztin. Durch die grundlegenden Kenntnisse zur Entwicklung von Kleinkindern und die Art und Weise der bewussten beziehungsvollen Begleitung jedes Kindes unterstützt die Pädagogik von Emmi Pikler eine gesunde und positive Entwicklung von Kleinkindern.
Die Stadt Reutlingen hat dazu 13 Qualitätsmerkmale der Kleinkindpädagogik entwickelt, die sich an den Grundprinzipien und der Haltung von Emmi Pikler orientieren. Alle städtischen Krippen setzen diese verpflichtend um.

Die pädagogischen Fachkräfte werden kontinuierlich in verschiedenen Fortbildungsformaten zur Piklerpädagogik aus- und weitergebildet.

Unser Werkstattordner - ein kleiner Einblick


Fachdienste

  • Fachdienst für Bildungs- und Lerngeschichten
    Die Umsetzung der Bildungs- und Lerngeschichten wird neben kontinuierlichen  verpflichtenden  Fortbildungen vom Fachdienst für Bildungs- und Lerngeschichten unterstützt. Er berät und begleitet  die pädagogischen Fachkräfte und Teams  bei der individuellen Umsetzung in der jeweiligen Kindertageseinrichtung.
  • Fachdienst Bewegung und Fachdienst Naturpädagogik
    Weitere wichtige grundlegende Säulen in der pädagogischen Arbeit in den städtischen Kindertageseinrichtungen bilden die Schwerpunkte Bewegung und Naturpädagogik als wesentliche Grundlagen für die gesunde und selbstkompetente Entwicklung aller Kinder. Zur nachhaltigen Begleitung und Weiterentwicklung dieser Schwerpunkte in den Einrichtungen gibt es zwei Fachdienste, die die Einrichtungen in der konzeptionellen und praktischen Entwicklung und Umsetzung weiterbilden und begleiten.
  • Fachdienst Heilpädagogik und Inklusionsbegleitung
    Im Bereich Inklusion und Heilpädagogik werden die städtischen Kindertageseinrichtungen von zwei städtische Fachdiensten unterstützt.
    Weitere Informationen zur Inklusion in städtischen Kindertageseinrichtungen
  • Fachberatung Sprache
    Viele städtische Kindertageseinrichtungen beteiligen sich am Bundesprogramm »Sprach-Kita« und werden hierbei von zwei städtischen Fachberatungen eng begleitet.
    Weitere Informationen zum Bundesprogramm »Sprach-Kita«




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