Konzeptverfahren K39

"K39" geht in die nächste Runde


Im Grundsatz überzeugend: Zu diesem Schluss kam das Bewertungsgremium, das sich am Montag mit den eingereichten Entwürfen im Konzeptvergabeverfahren "K39" auseinandersetzte.

Bis Mitte November konnten kreative Gemeinschaften ihr Konzept für eine urbane Gemeinschaftswohnform in der Kaiserstraße einreichen. Insgesamt zwei Bewerbungen waren bis zum Bewerbungsschluss eingegangen. Einer der Bewerber zog am Sitzungstag des Bewertungsgremiums seine Bewerbung zurück.  Der verbliebene Bewerber, der Fanclub Kollektives Eigenheim e.V., präsentierte somit die einzige Konzeptidee für die leer stehenden Häuser in der Kaiserstraße 39, 41/1 und 41/2, die im vergangenen Jahr durch eine Hausbesetzung öffentliche Aufmerksamkeit erlangt hatten. 

Die Mitglieder des Gremiums, neben Oberbürgermeister Thomas Keck und GWG-​Geschäftsführer Ralf Güthert weitere Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, des Grundstückseigentümers GWG Reutlingen und des Gestaltungsbeirats, kamen nach der Präsentation zu dem Schluss, dass das Konzept die Bewertungskriterien "Nutzung", "Soziale Aspekte" sowie "Nachhaltigkeit und Innovation" zwar grundsätzlich erfüllt, aber weitere Detaillierungen erforderlich sind. Noch größeren Nachbesserungsbedarf sahen die Expertinnen und Experten beim Bewertungskriterium "Architektur und Städtebau"

"Wir haben uns deshalb entschieden, vorerst noch keinen Sieger des Konzeptvergabeverfahrens zu benennen", resümierte Oberbürgermeister Thomas Keck. Stattdessen erhalte der Fanclub Kollektives Eigenheim e.V. nun eine Rückmeldung des Bewertungsgremiums und ein weiteres Gesprächsangebot. Obwohl noch kein Sieger gekürt werden konnte, sehen Thomas Keck und Ralf Güthert Potenzial in der vorliegenden Bewerbung des FCK Eigenheim e.V.: "Wir sehen uns in unserem Bestreben bestätigt, die Vielfalt des Reutlinger Wohnungsmarktes mit einem Projekt des gemeinschaftlichen oder selbstverwalteten Wohnens  zu bereichern."


Zum Hintergrund:

"K39" war im vergangenen Jahr nach einer Hausbesetzung in aller Munde. In mehreren von Oberbürgermeister Thomas Keck initiierten Gesprächen zwischen Besetzern, der GWG Wohnungsgesellschaft Reutlingen als Hauseigentümerin und Stadtverwaltungsvertretern verständigte man sich darauf, die leer stehende Kaiserstraße 39 zusammen mit den angrenzenden Hausnummern 41/1 und 41/2 in einem wettbewerblichen Konzeptverfahren an Bewerberinnen und Bewerber zu vergeben, die das beste Konzept für eine urbane Gemeinschaftswohnform einreichen.

Ziel der Ausschreibung war die Schaffung einer Wohnform, bei der sich das Grundstück samt Gebäuden in Gemeinschaftseigentum befindet. Alle Bewohner sollten Rechte zur Mitsprache und Mitgestaltung des Projekts haben. Vergeben sollte das rund 932 Quadratmeter große Grundstück in der Reutlinger Oststadt an die Gemeinschaft mit dem besten Gesamtkonzept. Bewerben konnten sich ausschließlich selbstorganisierte, gemeinschaftliche Wohnprojekte und Genossenschaften.
Je nach Projektidee war das Wohnungsangebot zudem barrierefrei zu errichten/sanieren.
Denkbar war auch die Einbindung nicht wesentlich störender Dienstleistungen oder sonstige, mit der Zielrichtung gemeinschaftliches Wohnen kompatible, Ergänzungsnutzungen.

Update vom 08.12.2020
Direkt zum Kontakt
Für weitere Fragen und Informationen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Schreiben Sie uns eine e-Mail an k39@reutlingen.de

Kontakt

Amt für Wirtschaft und Immobilien

Stadt Reutlingen
Marktplatz 9
72764 Reutlingen
Nach oben