Drei Fragen an den projektbeteiligten Archäologen Markus Wolf

Wofür und seit wann sind Sie in dem Projekt tätig?

Seit der Mitarbeit an der Lehrgrabung in und vor Haus Nr. 30 im Jahr 2001 und meiner Magisterarbeit 2005 beschäftige ich mich mit der archäologischen Erkundung der Oberamteistraße 28-34. Mit der archäologischen Untersuchung der nicht unterkellerten Bereiche von Haus Nr. 34 2012 bis 2013 und der Teilfreilegung des historischen Kellers Nr. 34 2017 begann die Vorbereitung für das Museumsprojekt. Aktuell untersuche ich in archäologischen Sondagen die Kellerböden und Fundamente.

Was ist für Sie das besondere an dem Projekt?

Im Vordergrund steht die Frage, was die noch im Boden verborgenen archäologischen Funde und Kulturschichten über die Entwicklungsgeschichte des Quartiers erzählen können. Bei der Freilegung des Kellers Nr. 34 ließ sich anhand der gefundenen Werksteine nachweisen, dass der Kellerraum mit dem Bauschutt des „Steinernen Hauses“ verfüllt wurde. Die Funde geben Hinweise auf die Gestalt des ehemaligen Eckhauses.

Wie ist Ihre Arbeitsweise, welche Werkzeuge setzen Sie ein?

Im ersten Schritt werden kleinere Suchschnitte angelegt, um Erkenntnisse zum Bodenaufbau und hinsichtlich zu erwartender Funde zu erhalten. Die einzelnen Untersuchungsstellen werden daraufhin in einer CAD-Zeichnung des Gesamtgrundrisses verortet. An den Bereichen, an denen Bodeneingriffe vorgesehen sind, muss im Vorfeld der Bauarbeiten flächig archäologisch gegraben werden.

Archäologe Markus Wolf
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