Architektur

Drei Fragen an die Projektbeteiligten "Wulf Architekten"

Wofür und seit wann sind Sie in dem Projekt tätig?

Seit dem Wettbewerbsgewinn Ende 2017 beschäftigen wir uns mit der historischen Häuserzeile in der Oberamteistraße. Zusammen mit einem breit aufgestellten Planerteam betreuen wir die denkmalgerechte Instandsetzung der historischen Gebäude und die Planung des Neubaus.

Was ist für Sie das besondere an dem Projekt?

Der große Spannungsbogen zwischen zukunftsorientierter, visionärer Entwurfsidee für den Neubau und auf Substanzerhaltung abzielender, handwerklicher Instandsetzung des Altbaus ist das Besondere an der Bauaufgabe.
Die Schiefstellung und die temporäre Sprießung offenbaren, dass die Bestandsbauten ohne den stützenden Neubau nicht überlebensfähig wären. Umgekehrt fehlte dem neuen Bauwerk Rechtfertigung und Identität, wenn es nicht in engstem Austausch mit den historischen Gebäuden stünde. In der Planung ist die enge Abstimmung das O und A, damit dem gemeinsamen Ziel Museum Oberamteistraße 28-34 Leben eingehaucht werden kann.


Wie ist Ihre Arbeitsweise, welche Werkzeuge setzen Sie ein?

Das Aufgabenfeld umfasst nicht nur die Instandsetzung der mehr als 800 Jahren alten Bestandsgebäude, sondern auch die Integration eines mit modernsten Fertigungstechniken zu erstellenden Neubaus. Hier trifft die klassische Handwerkskunst auf digitale Planungs- und Fertigungsprozesse. Für den Neubau entwickeln wir ein parametrisches 3D Modell, das innerhalb der gesetzten Parameter stets verändert werden kann. So ist das komplexe Raumfachwerk auf geometrische Anpassungen oder Veränderungen in der Planung individuell adaptierbar und bietet die Grundlage für digitale Fertigungstechniken.

Wulf Architekten - Neubau Oberamteistraße 34
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