Planung Schadstoffentfernung / Sicherheits- und Gesundheitskoordinator

Drei Fragen an die projektbeteiligten z.e.t. consult GmbH

Wofür und seit wann sind Sie in dem Projekt tätig?

Die z.e.t. consult GmbH wurde ab 2018 in die Untersuchung der Bausubstanz in Hinblick auf Gefahrstoffe eingebunden. Zunächst waren Fragen über allgemeine Kontaminationen zu klären, ob und wenn ja, mit welchen Schutzmaßnahmen das Gebäude betreten werden darf. In einem zweiten Schritt erfolgte die grundsätzliche orientierende Einordnung einer großen Anzahl unterschiedlicher Baustoffe vor allem bezogen auf Asbest und PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) sowie die Planung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen, vor allem für die Belange anderer Fachgewerke und des Denkmalschutzes (Stichwort Bauteilöffnungen).

Schritt drei umfasst die Planung und Erarbeitung der durch den Denkmalschutz vorgegebenen Rückbau-/Teilrückbauarbeiten sowie das Freilegen von Oberflächen, zur Realisierung des Museumskonzeptes. Diese Tätigkeiten werden begleitet durch entsprechende Ausbildung von Schutzzonen, in denen die gefahrstoffspezifischen oder allgemeinen Rückbauarbeiten ohne Eingriffe in Schadstoffe erfolgen.

Was ist für Sie das Besondere an dem Projekt?

Das Arbeiten in Gebäuden, welche unter Denkmalschutz stehen ist hinsichtlich der Entnahme von Proben aus ggf. denkmalgeschützten Oberflächen/Wand- oder Bodenaufbauten immer eine Herausforderung. Beprobungen sind im Detail vor der Ausführung mit den Fachabteilungen abzustimmen. Das Besondere in diesem Projekt war die Differenzierung von z.B. Wandaufbauten mit zum Teil sehr dünnen und unterschiedlich alten Spachtel- oder Farbschichten, die zu Analysezwecken separiert zu entnehmen waren. Besonders war auch die Vielfalt von Oberflächen/Schichtaufbauten, die in den Häusern nicht in diesem Umfang von uns erwartet wurde.

Was ist Ihre Arbeitsweise, welche Werkzeuge setzen Sie ein?

Mit „Hammer und Meißel“ konnte diese Aufgabe in den meisten Fällen nicht bewerkstelligt werden. Viele Proben wurden daher mit dünnen Messern oder mit dem Skalpell entnommen. Wichtige Werkzeuge waren aber auch die Erfahrung beim Erkennen/Benennen von potentiellen Gebäudeschadstoffen. So gesehen ist das Auge – neben handwerklichen Fähigkeiten – das wesentliche Werkzeug zur Erkundung von Gebäudeschadstoffen.

Untersuchung der Bausubstanz auf Gefahrstoffe

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