Oferdingen

Der Ort hoch oben über dem Neckarlauf wurde 911 erstmals urkundlich erwähnt. Die Einwohnerzahl der Gemeinde verdoppelte sich seit der Eingemeindung im Januar 1971. Der ÖPNV ist gut ausgebaut, fast alle Freizeitmöglichkeiten sind vorhanden, ansonsten prägt diesen Stadtteil eine ländliche Atmosphäre. Ein intaktes Vereinsleben übernimmt den kulturellen Part im Ort.
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Ortsportrait

Bezirksbürgermeisterin

Ute Stähle

Historisches

Der Ortsname mit der Endung "-ingen" spricht dafür, dass die Siedlung zu den ältesten alemannischen Niederlassungen gehörte. Erstmals ist Oferdingen (Onfridinga) in einer Chronik zum Jahr 914 erwähnt. Schenkungen der halben Kirche und anderer Besitzungen im Ort im Zusammenhang mit der Stiftung des Klosters Zwiefalten deuten darauf hin, dass Oferdingen zum achalmischen Herrschaftsgebiet zählte.
Später geriet das Dorf in die Herrschaftssphäre der Pfalzgrafen von Tübingen und kam 1342 zusammen mit der Pfalzgrafschat an Württemberg. Verwaltungsmäßig war die Gemeinde über Jahrhunderte dem Amt bzw. Oberamt Tübingen zugeordnet und bildete gemeinsam mit den Nachbarorten Altenburg, Degerschlacht, Rommelsbach und Sickenhausen das sogenannte Tübinger Unteramt.
1938 ist Oferdingen zum Landkreis Reutlingen gekommen. Am 1. Januar 1971 schloss sich die Gemeinde der Stadt Reutlingen an.

Wappen

Unter blauem, mit drei sechszackigen goldenen (gelben) Sternen belegtem Schildhaupt in Gold (Gelb) eine dreilatzige rote Fahne.

Wappen Oferdingen

Die Sterne im Schildhaupt erinnern an den Besitz des Klosters Zwiefalten im Ort, den es von den Klostergründern, den beiden Achalmgrafen Kuno und Liutold, erhalten hat. Die dreilatzige Fahne ist das Wappenbild der Tübinger Pfalzgrafen, die die Ortsherrschaft 1342 an Württemberg verkauft haben. Das Wappen wurde 1953 durch das Innenministerium verliehen.
Die Eingemeindung von Oferdingen war am 1. Januar 1971.

Hinweis:
Die Deutsche Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 schrieb für alle Wappenannahmen eine offizielle staatliche Verleihung vor. Die Wappen, die zu diesem Zeitpunkt bereits existierten, galten als zu Recht bestehend weiter. Mit der Eingemeindung nach Reutlingen verloren die Wappen der Bezirksgemeinden ihre rechtliche Gültigkeit.

Veranstaltungen

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