Wettbewerb Erweiterung der Römerschanzschule um einen dritten Zug

Die bestehende 2-zügige Grundschule - mit einem eingeschossigen, einem zweigeschossigen und einem dreigeschossigen Bauteil aus den 50-er Jahren - soll um einen Zug erweitert werden. Da die Erweiterungsflächen nicht vollständig im Gebäudebestand untergebracht werden können, wird eine bauliche Erweiterung der Römerschanzschule auf dem ca. 15.470 m² großen Wettbewerbsgrundstück notwendig. Hierfür soll das eingeschossige Bauteil der bestehenden Schule rückgebaut und durch einen Neubau ersetzt werden. Zudem sind im Rahmen des Wettbewerbs eine Erweiterung der bestehenden Mensa sowie eine räumliche Umstrukturierung von Bestandsräumen vorzunehmen.
Bei der Neukonzeption der Erweiterung soll die Anbindung an den Gebäudebestand untersucht sowie die pädagogischen und organisatorischen Anforderungen entsprechend berücksichtigt werden.
 
Ziel des Wettbewerbs ist es, für diesen Standort ein qualitätsvolles, wirtschaftliches und
nachhaltiges Gebäudeensemble zu erhalten, das auf die städtebaulichen und funktionalen Anforderungen sensibel und angemessen antwortet sowie den Gebäudebestand der Schule sinnvoll ergänzt. Die in der Auslobung genannten Rahmenbedingungen sind zu
berücksichtigen. Das Schulgelände liegt im nördlichen Teil der Stadt Reutlingen. Nahe der Bundesstraße 28 befindet sich die Grundschule innerhalb eines Mischgebiets. In unmittelbarer Umgebung sind die Peter-Rosegger-Schule sowie das Albert-Einstein-Gymnasium angesiedelt.
 
Die Topographie des Grundstückes fällt generell von Nordwesten nach Südosten um ca. 5m ab. Im südöstlichen Bereich befindet sich allerdings eine ca. 5m hohe Erhebung („Schlittenhügel“). Der Baumbestand auf dem Wettbewerbsgrundstück ist mit Sorgfalt zu
berücksichtigen. Dies betrifft vor allem die Bäume auf den Pausenhöfen, die möglichst erhalten bleiben sollten. Der Baumbestand entlang der Sonnenstraße und der Rommelsbacher Straße ist zwingend zu erhalten.
 
Der eingeschossige und der drei geschossige Gebäudeteil der Schule sind zu erhalten. Beim Bauteil II können auf Grundlage der Angaben im Auslobungstext Umstrukturierungen des Gebäudebestandes vorgenommen werden. Hierbei ist insbesondere auf einen begrenzten, wirtschaftlich und funktional sinnvollen Eingriff zu achten.
Da die bestehende Schule derzeit nicht barrierefrei ist, wünscht sich die Ausloberin durch den Neubau die Barrierefreiheit der ganzen Schule zu erreichen.  Aus wirtschaftlichen Gründen wird ein sorgfältiger Umgang mit den bestehenden Pausenhofflächen erwartet. Aufgrund eines neu entstehenden Wohngebiets („Schieferbuckel“) in Nähe des Wettbewerbsgrundstückes ist mit steigenden Schülerzahlen und einem erhöhten Platzbedarf zu rechnen. Die bestehenden Räumlichkeiten sind vor dem Hintergrund der notwendigen Erweiterung der Schulraumflächen sehr begrenzt.
Das Schulgebäude soll entsprechend dem Raumprogramm als 3-zügige Grundschule mit 8 neuen Klassenräumen und entsprechend ergänzenden Funktionsbereichen entwickelt werden.
 
Ziel ist eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Gebäudebestand unter Beachtung der funktionalen, pädagogischen und wirtschaftlichen Belange. Eine gute Orientierbarkeit intern sollte gegeben sein.
 
Für den Eingang des Neubaus ist kein separates Foyer erforderlich. Dennoch hat die
Erschließung des Neubaus und des Verbindungsgangs - neben den funktionalen Aspekten - auch für das Erleben der Schüler/Innen eine besondere Bedeutung und sollte einen
einladenden und kommunikativen Charakter erhalten.
Das Foyer im Bestandsgebäude sollte im Hinblick auf eine mögliche Vergrößerung untersucht werden, um ggf. Synergieeffekte mit dem Mehrzweckraum und/ oder der Mensa zu erhalten. Eine mögliche Schaltbarkeit mit diesen wäre wünschenswert, um eine möglichst große, zusammenhängende Fläche zu erhalten, die flexibel und multifunktional (z.B. für schulinterne Veranstaltungen) genutzt werden kann.
 
Acht Klassenzimmer sind bereits im bestehenden Bauteil I vorhanden. Zusätzlich werden
acht weitere, neue Klassenräume benötigt, die im Neubau untergebracht werden sollen: Vier Klassenzimmer, 2 Klassenzimmer für Förderklassen, ein Klassenzimmer für die
Vorbereitungsklasse und ein Klassenzimmer für Kooperative Organisationsformen.
Die Parallelklassen sollen in Nähe zueinander angeordnet werden. Zwischen den
Klassenzimmern sind Gruppenräume und pro Klassenzimmer ein kleiner Garderobenraum mit direkter Verbindung zum Klassenzimmer einzuplanen. Die Räumlichkeiten für die Verwaltung / Organisation sollen zusammenhängend organisiert werden. Das Sekretariat ist in Nähe zur Schulleitung und der Stellvertretung einzuplanen.
Zudem ist ein Elternsprech- bzw. Krankenzimmer sowie ein Büro für den Hausmeister
vorzusehen.
 
Der Lehrerbereich soll auf insgesamt ca. 152m² erweitert werden und sich aus zwei unterschiedlich großen Räumen zusammensetzen.
 
Durch die zunehmenden Schülerzahlen ist auch der Bereich der Mensa zu vergrößern. Die Mensaküche ist am aktuellen Standort beizubehalten.
Mögliche Synergieeffekte mit den bestehenden Foyer-/ Erschließungsflächen sind zu untersuchen.
 
Zudem ist ein Bereich für die Kernzeitbetreuung einzuplanen. Dieser beinhaltet
Betreuungsräume, einen Themen- und Materialraum, sowie ein Büro für die Teamleitung.
Ein Raum für die Schulsozialarbeit sowie ein Büro für die Schulsozialarbeit ist ebenfalls
vorzusehen. Der Zugang der Kernzeitbetreuung zu den Außenanlagen wird gewünscht.
Eine Hausmeisterwohnung ist mit einer Größe von ca. 120m² vorzusehen. Die Wohnung sollte in eine 3- und 1,5-Zimmer-Wohnung unterteilbar sein.
 
Für die Erweiterung sind geeignet dimensionierte und orientierte Freianlagen vorzusehen. Im Rahmen des Wettbewerbes ist ein Nutzungslayout mit Dimensionierung und Zuweisung der Nutzungsbereiche, Zugänge, Einfriedigungen/Nebengebäude u. ä. vorzuschlagen.  Die Freianlagen und Pausenflächen können im Rahmen der Erweiterung angepasst werden. Aktuell sind die bestehenden Pausenhofflächen bzw. Freianlagen durch die Lage der Bestandsgebäude räumlich voneinander abgetrennt. Im Rahmen der Neustrukturierung sollte ein großer, möglichst zusammenhängender Freibereich geschaffen werden, der genügend Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten bietet und gut überschaubar ist.
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Herr Dieter Pross

Projektleitung Kindergärten und Schulen

Telefon: 07121 303-5698

Fax: 07121 303-2511

E-Mail: dieter.pross@reutlingen.de

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