Anerkennung
Broghammer Jana Wohlleber Freie Architekten BDA, Zimmern ob Rottweil


Beurteilung der Jury


Die Verfasser der Arbeit 1011 schlagen mit ihrem Beitrag vor, die neu vorzusehenden Räume auf der Nordseite der Römerschanzschule in einem Erweiterungsbau zusammenzufassen, der den bestehenden Eingangshof der Schule in kompakterer Form auf der Ostseite schließt. Der entfallende eingeschossige Gebäudeteil auf der Südseite des bestehenden Ensembles lässt so Raum für einen großzügigen, zusammenhängenden Grünbereich, in den der neue Pausenhof integriert wird.
 
Der Erweiterungsbau ist auf einfache Weise logisch organisiert: Im Erdgeschoss sind Mehrzweckraum und Betreuung untergebracht, im Obergeschoss liegen die neuen Unterrichtsräume. Die Schüler betreten die Schule über einen verglasten Verbindungsbau als Schnittstelle zwischen Erweiterung und Bestand. Von hier gelangen sie in alle Bereiche der Schule, was teilweise zu weiten Wegen zu den bestehenden Gebäudeteilen führt. Die Erschließungsflächen wirken dabei wie lange Flure unterschiedlicher Breite, die trotz dargestellter Möblierung keine Orte definieren und Aufenthaltsqualitäten vermissen lassen.
Im Bestand sind nur wenig Veränderungen vorgenommen. Die geringe Eingriffstiefe ist im Hinblick auf die Umsetzung der Baumaßnahme im laufenden Betrieb zunächst zu begrüßen, führt aber auch zu grundrisslichen Problemen. So kann die Bibliothek nicht separat genutzt werden, der bestehende Bauteil I und der Pausenhof sind nicht barrierefrei erschlossen und die Mensa unterschreitet die vorgegebene Programmfläche deutlich.
 
Insgesamt eine durch die Positionierung der Erweiterung städtebaulich überzeugende Setzung mit grundrisslichen Mängeln, deren innenräumliche Qualitäten aufgrund der etwas schematisch vorgetragenen Organisation leider nicht erkennbar werden.
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