3. Preis
Lanz Schwager Architekten BDA, Konstanz


Beurteilung der Jury


Die Verfasser ergänzen die zwei Bestandsbauten der Römerschanzschule mit einem drei
geschossigen rechteckigen Baukörper im süd-östlichen Bereich. Dieser wird über einen
zweigeschossigen Verbindungsbau an das Bestandsgebäude angeschlossen. Durch die
städtebauliche Setzung entsteht ein ansprechendes Gefüge aus bebauten und nicht bebauten Flächen. Es entstehen qualitativ hochwertige Außenräume mit einem offenen Vorplatz im Norden, einem Schulgarten im Westen und einem Schulhof im Süden. Die gut proportionierten Außenräume lassen eine hohe Aufenthaltsqualität erwarten.
 
Die Schule wird über den Haupteingang des Bestandsgebäudes erschlossen, der Verbindungsbau beherbergt eine Mehrzweckfläche die dem Foyer zugeschalten werden kann. Die dazugehörigen anderen Multifunktionsflächen befinden sich darüber im 1.Obergeschoss. Die gestapelte räumliche Konzeption der Mehrzweckflächen wird kontrovers diskutiert, da die Verfasser die Chance vergeben einen großen multifunktionalen Bereich zu bilden. Durch die Kompaktheit des Baukörpers entsteht eine positive städtebauliche Figur mit guten Außenräumen die im Inneren des Gebäudes aber zu
organisatorischen Mängeln führt.
 
Die Erschließung ist gut positioniert und erlaubt den Verfassern die Topographie in das Gebäude zu integrieren, so dass die Erdgeschossebene ca. ein halbes Geschoss unterhalb des Eingangsniveaus liegt. Die innere Organisation des Neubaus ist klar strukturiert und folgt einer inneren Logik, dadurch scheint die Orientierung leicht und übersichtlich. Die Cluster sind in den oberen Geschossen gut strukturiert, durch die Garderobenbereiche entstehen spannungsreiche Flurzonen mit ansprechenden Lernnischen.
 
Im Bereich der bestehenden Erschließungen schlagen die Verfasser unterschiedlich große Lufträume vor, so dass die Verbindung der einzelnen Bauteile im Innere des Gebäudes als Brücken und Stege erlebbar werden, hier werden Fragen hinsichtlich der konstruktiven Ausführbarkeit und Stärke des Eingriffs in den Bestand nicht final beantwortet.
 
Die architektonische Sprache ist sachlich und selbstbewusst. Die Komposition der Fassade zeugt von einer sicheren Handschrift des Verfassers. Die Materialität ist reduziert auf geschosshohe Verglasungen und einem hölzernen Charakter der sich angemessen in den Bestand einfügt.
 
Die Wirtschaftlichkeit befindet sich im mittleren Bereich.
 
Insgesamt handelt es sich um ein ausgewogenes, gut proportioniertes Schulgebäude mit
überwiegend guten funktionalen Qualitäten.
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